Das Fach Kirchenrecht an der Universität Salzburg ist wissenschaftlich und organisatorisch am Fachbereich Praktische Theologie angesiedelt und hat in Salzburg seit den Anfängen der Paris-Lodron-Universität eine ungebrochene Tradition in Lehre und Forschung.

Gegenstand des Fachs Kirchenrecht sind einerseits das staatliche Religionsrecht, im Sinne des rechtlichen Verhältnisses des (österreichischen) Staats zu den in ihm existierenden religiösen Gruppierungen, andererseits die katholische Kirche und das ihr eigene Kanonische Recht, verstanden im Sinne einer Gemeinschaftsordnung (inkl. Streitordnung) für die Gläubigen, Amtsträger und Institutionen. Die Grundlagen und Quellen des kanonischen Rechts sind hierbei theologischer Art, ihre Terminologie und Hilfsmittel juristischer Art.

Methodisch und hermeneutisch orientiert sich das Fach Kirchenrecht an den ekklesiologischen Vorgaben der durch das Zweite Vatikanische Konzil angestoßenen rechtsdogmatischen Diskussion über das Wesen, das Ziel und die rechtliche Struktur der katholischen Kirche. Insofern verdeutlicht die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem kanonischen Recht, dass Recht legitim zur Kirche gehört, spezifisch juristischen Kriterien verpflichtet ist und zugleich seine theologische Grundlegung und pastorale Zielsetzung für eine den Zielen und der Sendung der Kirche angemessene Interpretation des Rechts und der Rechtsanwendung berücksichtigen muss.

Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde seitens der Forschenden im Fach Kirchenrecht in Salzburg auf eine Intensivierung der Interdisziplinarität Wert gelegt und insbesondere auch der Bezug zur Pastoral und zur Rechtspraxis in Rechtsprechung, Verwaltung und Rechtsberatung hergestellt. Das Salzburger Fach Kirchenrecht zeichnet sich hierbei durch eine breite Vernetzung mit verschiedensten nationalen und internationalen kirchen- und religionsrechtlichen Instituten sowie Dikasterien der römischen Kurie aus.

Forschungsschwerpunkte:

  • Kirchliche Rechtsgeschichte
  • Religions- und Staatskirchenrecht (Schwerpunkt: Österreich)
  • Rechtliche Grundlagen und Ausgestaltung des konfessionellen Religionsunterrichts in Österreich
  • Kirchliches Vermögensrecht/Finanzierung der kirchlichen Sendung in Österreich
  • Kirchlicher Verkündigungsdienst
  • Kirchlicher Heiligungsdienst

Ziel und Aufgabe von Lehre und Forschung:

  • Grundinformation über Geschichte, Systematik und Methodik der Kirchenrechtswissenschaft sowie über spezielle Inhalte aus dem Universal- und Partikularkirchenrecht
  • Einführung in die Zusammenhänge von Kirchenrecht und Seelsorge sowie in die Rechtspraxis auf den verschiedenen Ebenen der Kirchenverfassung
  • Qualifizierung für kirchliche Arbeitsfelder in Gerichtswesen, Seelsorge und Verwaltung
  • Aufbereitung kirchenrechtlicher Inhalte für die Studierenden der theologischen Studiengänge mit Hinblick auf eine etwaige Tätigkeit in kirchlichen Berufsfeldern
  • Beratung von Rechtsuchenden
  • Wissenstransfer in die Gesellschaft
  • News
    Tom Rosenstiel, einer der anerkanntesten Denker zur Zukunft der Medien, spricht am 23. Mai um 19.00 Uhr im HS 380 der Kultur- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät (Rudolfskai 42) über die Zukunft der Demokratie im Zeitalter von Fake News, den Aufstieg der russischen Trolle im Internet und wie Journalismus in Zukunft aussehen wird.
    Von Essen bis Wickeln: Die Natur bestimmt den Rhythmus vieler Jungeltern. Damit Familienfreundlichkeit auch bei allen ankommt, hier einige Infos, wie und wo an der Universität Salzburg der Alltag mit Kleinkind leichter fällt.
    Zum Auftakt des 20. Österreichischen Juristentags findet am 23. Mai 2018 um 18 Uhr an der Universität Salzburg in der Reihe „Rechtspanorama“ eine Podiumsdiskussion zum Thema „Gefährden Facebook & Co die Demokratie?“ statt. Veranstalter sind die Tageszeitung „Die Presse“ und die Universität Salzburg.
    Ab sofort bis 3. Juli ist die Anmeldung zur ditact_women’s IT summer school der Universität Salzburg, die von 20. August bis 1. September am Unipark Nonntal und an der Fachhochschule Salzburg stattfindet, möglich.
    Renaud Dehousse is President of the European University Institute, a position held since 1 September 2016. Before coming to the EUI, he was Professor and Jean Monnet chair in EU law and European Policy Studies at Sciences Po Paris from 2005 to 2016, where he founded and directed the Centre d'études européennes.
    Vortragsreihe Erziehungswissenschaftliche Migrationsforschung in vergleichender Perspektive, Auftakt am 17. April 2018, 17.15–18.45 Uhr, HS Thomas Bernhard (Unipark)
    Veranstaltungsreihe zum 80-Jahr Gedenken an die Bücherverbrennung in Salzburg
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  • 23.05.18 Polemik zwischen Kunst und Religion bei Luis Buñuel
    24.05.18 Detection of periodicity in functional time series
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