Vier Jahreszeitenraum

An den Wänden des nahezu quadratischen, nach Norden an die Landkartengalerie anschließenden Eckraums wurden die Reste einer prachtvollen Gesamtausmalung entdeckt. Der größte Teil der unteren Wandflächen – eine Architekturmalerei einer Balustradenverzierten Loggia mit Ausblicken in die unterschiedlichsten Landschaften - ist verloren, nur ein cirka 20 cm breiter Streifen ist in der Südostecke bis zum Boden durchgehend erhalten. Darüber ist an jeder Wand jeweils eine Darstellung der vier Jahreszeiten erhalten. Sehr wahrscheinlich ist diese Malerei von Erzbischof Wolf Dietrich in Auftrag gegeben wurde, demnach also in das beginnende 17. Jahrhundert zu datieren.

Jede der Jahreszeitendarstellungen ist von einer zentral gestellten Repräsentationsfigur dominiert, im Hintergrund sind typische Tätigkeiten aus Arbeit und Freizeit zu sehen. Der erste Eindruck den der Betrachter hat, lässt ihn viel eher an ein Tafelbild als an eine Wandmalerei denken. Insbesondere im Hintergrund werden Details erkennbar, die darauf schließen lassen, dass der Ursprung der Tätigkeit des Künstlers eher im Bereich des Staffeleibildes zu suchen ist, als0 in der Wandmalerei. So ist ein Großteil er feinen Details durch den vorgegebenen Betrachtungsabstand nicht wirklich sichtbar. Auch für die Wandbilder untypisch, im Folgenden erläuterte Maltechnik verleitete zu dieser Annahme.

Vielleicht wird man bei der notwendigen kunsthistorischen Bearbeitung feststellen können, ob die in der rechten Ecke des „Sommers“ dargestellte Reiterin nur zufällig eine starke Ähnlichkeit mit Salome Alt hat oder doch, im Vergleich mit dem Miniaturbildnis in St. Peter, ein Porträt der Salome sein kann, und ob daher neben ihr auf einen Schimmel reitende Falkner vielleicht Erzbischof Wolf Dietrich sein könnte.

Ernst Lux

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