Der lange Weg zum Neubau

Der Unipark ersetzt jene „Plattenbauten“, die Ende der 60er Jahre in der Akademiestraße errichtet wurden – damals mit der Vorgabe, nach zirka zehn Jahren Bestandszeit einem soliden Neubau zu weichen. Dieser Beschluss liegt Jahrzehnte zurück. Viele Projekte wurden daraufhin entwickelt und verhandelt – alle wurden sie verworfen; niemand glaubte mehr an die versprochene Neuerrichtung.

Für die gesamte Stadtentwicklung war es wichtig,  diese bisher strukturlose  Zone im Süden der Stadt Salzburg zu gliedern; sie liegt zwischen der historischen Vorstadt „Inneres Nonntal“, dem an der Salzach gelegenen Gebiet mit weitgehend einheitlicher Bebauung aus der Gründerzeit, den landwirtschaftlich genutzten Flächen von St. Josef und den großen Grünflächen von Freisaal zur Hellbrunner Allee – dazwischen die eher zufällige Verkehrsachse der Akademiestraße.

In einer gemeinsamen Initiative der Baudirektion des Landes Salzburg (LBDir. DI Axel Wagner, DI Erich Wenger), der Stadtplanung der Stadt Salzburg (Stadtrat Johann Padutsch, DI Dr. Andreas Schmidbaur) sowie der Universität Salzburg (Rektor Univ. Prof. Dr. Adolf Haslinger, HR Dr. Elisabeth Werner) wurde schließlich beschlossen, den Neubau für die Universität nicht am alten Standort, sondern auf den Sportplätzen an Josef-Preisallee und Erzabt-Klotzstraße zu planen. Der gewählte Projekttitel „Unipark Nonntal“ umfasste ursprünglich auch die Neuerrichtung des „Sportzentrum Mitte“ und der „ARGE Nonntal“, sowie die bestehende “Berchtoldvilla„ und die Gebäude der Hypobank.

 

 

Chronik

2002 - Städtebaulicher Wettbewerb - Neuordnung Nonntal (Gewinner: Senn Architekten, Schweiz)

2003 - Politische Vereinbarung zwischen Bund (BMin Elisabeth Gehrer, BMBWK), Land Salzburg (LH Univ.-Doz. Dr. Franz Schausberger) und Stadt Salzburg (Bürgermeister Dr. Heinz Schaden) zur Neuordnung Nonntal mit Universität Salzburg und Universität Mozarteum (Unipark)
Die unmittelbaren Verhandlungen, die zur endgültigen Freigabe des Neubaus geführt haben, begannen im Oktober 2003, als Bund, Land, Stadt und die Salzburger Universitäten eine politische Vereinbarung über diverse Projekte unterzeichneten, die in Salzburg realisiert werden sollten.
Im Anschluss gelangte das Projekt auf die erste Prioritätenliste "Generalsanierungsplan für die Universitäten in Österreich" des zuständigen Bundesministeriums. Eine komplizierte Arrondierung der Grundbesitzverhältnisse auf dem vorgesehenen Bauareal im Nonntal musste notwendigerweise erfolgen.

2005 -  Hochbauwettbewerb für die Universität Salzburg (11.11.2005; Gewinner: SEP Storch Ehlers Partner (DI Martin Bockelmann) Hannover)

2007 -  Mietvertrag zwischen der BIG (Bundesimmobilien Gesellschaft mbH) als Eigentümerin und Bauherrin und der Universität Salzburg als Mieterin

2008 -  24. Jänner Spatenstich

2010 -  23. März Firstfeier

2011 -  Umzug im August

2011 - 1. Oktober Betriebsbeginn (Aufnahme des Studien- und Forschungsbetriebes)

2012 - 13. Jänner Feierliche Eröffnung durch Rektor Univ. Prof. Dr. Heinrich Schmidinger als Auftakt des 50-Jahr-Jubiläums der wiedererrichteten Universität Salzburg (Universitätsgründung 1622 durch Fürsterzbischof Paris Lodron)

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Das Siegerprojekt des Architekturbüros Storch Ehlers Partner (SEP), Hannover 

An der Stelle der ehemaligen Plattenbauten entstand Grünland, das den Übergang vom bebauten Stadtgebiet in die Landschaft von Freisaal bildet.
Das Architekturbüro erarbeitete außerdem eine Studie für die Neugestaltung der öffentlichen Verkehrs- und Freiflächen rund um die Universität; durch einen einheitlichen Plattenbelag und die Pflanzung von Baumreihen wurde ein harmonisches Areal geschaffen; es umfasst den Karl-Weiser-Platz, die Josef-Preis-Allee und den nördlichen Teil der Erzabt-Klotz-Straße mit der Verlagerung des provisorischen Busterminals nach Süden. Die Grünflächen im Bereich der "Berchtold Villa" sind parkähnlich gestaltet.

Ein neues Haus für die Kultur- und Gesellschaftswissenschaften

Das neue Universitätsgebäude, das größte Bauprojekt im Rahmen des städtebaulichen Gesamtprojekts „Unipark Nonntal“ weist rund 17.000 Quadratmeter Nutzfläche auf. Im Zentrum befinden sich eine große Bibliothek und das "Hörsaal- und Seminarraumzentrum".

Es ist ein quadratisches Gebäude (90m x 90m) in sieben Ebenen; die  Tiefgarage hat ca. 100 Stellplätze und ist öffentlich nutzbar. Insgesamt investierte die Bundesimmobiliengesellschaft in das Projekt „Unipark Nonntal“ rund 65 Millionen Euro, die von der Universität über die Miete refinanziert werden. (Leistungsvereinbarung)

Nach dreieinhalbjähriger Bauzeit (inkl. Einrichtung und Ausstattung) unter Rektor Univ. Prof. Dr. Heinrich Schmidinger übersiedelten die Organisationseinheiten der Universität im Sommer 2011 in das neue Haus, der Studienbetrieb für die ca. 5000 Studierenden und 350 Lehrenden begann mit dem Wintersemester 2011/2012.

Das neue Gebäude nutzen Organisationseinheiten und Fachbereiche der Kultur- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät wie Anglistik, Erziehungswissenschaft, Germanistik, Linguistik, Romanistik, Slawistik ,Kunst-, Musik- und Tanzwissenschaft sowie die School of Education oder das Fakultätsbüro.

„Mit diesem Neubau wird auch ein deutliches Signal für die Wichtigkeit der Geistes-, Kultur- und Gesellschaftswissenschaften gesetzt. Diese figurieren bekanntlich nicht immer an erster Stelle, wenn es um die Finanzierung der Wissenschaften und Universitäten geht. Jetzt ist es einmal anders, und dies zeigt, dass sich die Universität Salzburg durch die genannten Wissenschaften positiv geprägt fühlt“, sagt Rektor Schmidinger anlässlich des Spatenstichs am 24.1.2008.
Die hohe Investition zeige außerdem, dass man seitens der öffentlichen Hand der Universität Salzburg viel Zukunft zutraue.

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Bild: Jurysitzung
v.l. Stadrat Johann Padusch, Herr Rieder, BM Dr. Heinz Schaden, Dr. Elisabeth Werner, Rektor Univ.-Prof. Dr. Heinrich Schmidinger, Ing. Karl Dürhammer

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Bild: Spatenstich 24. Jänner 2008 v.l. Rektor Univ. Prof. Dr. Schmidinger, Uni-Projekt-Koordinatorin HR. Dr. E. Werner, Bundesminister Dr. J. Hahn

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    Die Neurobiologin Belinda Pletzer von der Universität Salzburg erforscht die Wirkung der Antibabypille auf das Gehirn. In einer umfangreichen Studie mit 300 Probandinnen soll festgestellt werden, ob und in welcher Weise dieses Medikament deren Denken beeinflusst. Der Salzburger Spitzenforscherin wurde für ihr Projekt ein Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) zuerkannt. Die hochkarätige EU-Förderung ist mit 1,5 Mio Euro dotiert.
    INTERNATIONALE TAGUNG // Mi 18. September: 14.00-19.45h, Stefan Zweig Zentrum, Edmundsburg (Europasaal) // Do 19. September: 9.30-19.30h, Fr 20. September: 9.30-13.30h Schwerpunkt Wissenschaft & Kunst, Bergstr. 12a, Atelier, 1. OG // www.w-k.sbg.ac.at/de/kunstpolemik-polemikkunst
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    Welche Rechtsschutzmöglichkeit - Gewährleistung oder Irrtum - ist für Käufer der vom Diesel-Abgasskandal betroffenen Autos vorteilhafter? Die Juristin Christina Buchleitner hat in ihrer an der Universität Salzburg abgelegten Dissertation die beiden Rechtsbehelfe gegenübergestellt. Nun hat die 26jährige Wienerin dafür den ersten Preis beim Young Investigators Award der Universität Salzburg gewonnen.
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