Mitarbeiterbeteiligung in der Krise

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Der Schwerpunkt Recht, Wirtschaft und Arbeitswelt veranstaltete am Freitag, 22.1.2010, im Europasaal ein ganztätiges Symposium zum Thema „Mitarbeiterbeteiligung in der Krise“. Das Symposium sollte als Anstoß dafür gesehen werden, dem Thema Mitarbeiterbeteiligung, um welches es in letzter Zeit aufgrund der Krise sowie anderwärtigen Prioritäten in Politik und Wirtschaft, wieder Aufmerksamkeit zu schenken.

Nach der Eröffnung des Symposiums durch Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Rudolf Mosler und Frau Univ.-Prof. Dr. Sabine Urnik referierten im vollbesetzten Europasaal der Edmundsburg am Vormittag zunächst Ao. Univ.-Prof. Dr. Walter Scherrer und Univ.-Prof. Dr. Hannes Winner zu den volkswirtschaftlichen Aspekten möglicher Mitarbeiterbeteiligungsmodelle, wobei die empirische Fragestellung nach einer Produktivitätssteigerung durch Mitarbeiterbeteiligung im Vordergrund stand. Ferner referierte Frau Univ.-Prof. Dr. Claudia Wöhle zur leistungsorientierten Vergütung von Führungskräften und Ao.Univ.-Prof. Dr. Walter Pfeil zu arbeitsrechtlichen Fragestellungen bei Vereinbarung von Mitarbeiterbeteiligungen.

Nach einer Diskussionsrunde und der Mittagspause wurde der Vortragsreigen von Frau Ao.Univ.-Prof. Dr. Gudrun Fritz-Schmied fortgesetzt. Sie referierte zur bilanziellen Behandlung von Mitarbeiterbeteiligungen nach nationalen (UGB) und internationalen (IAS/IFRS) Vorschriften. Im Anschluss daran zeigte Frau Univ.Ass. Dr. Yvonne Schuchter die vielfältigen steuerrechtlichen Regelungen zur Behandlung von Mitarbeiterbeteiligungsmodellen auf. Schließlich wurden die Ausführungen zur bilanziellen sowie steuerlichen Behandlung von Univ.-Prof. Dr. Sabine Urnik und Univ.-Ass. Dr. Sibylle Grechenig in einem Modell integriert und die Auswirkungen auf die Unternehmenswertentwicklung  abgeleitet.

An der anschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von Frau V. Canaval von den Salzburger Nachrichten, nahmen Dr. Erich Dipplinger (ehemals Voest-Alpine), Mag. Paul Friedl (Kiska GmbH), Mag. Heinz Leitsmüller (AK-Wien) und Mag. Alexander Rauner (WK-Österreich) teil. Die Basis der Podiumsdiskussion stellte das (Erfolgs)Modell von voestalpine-Stahlstifung, die durch die Beteiligung der Mitarbeiter einen Ausverkauf des Unternehmens verhindern, dar. Die Frage, warum dieses Modell nicht auf andere Unternehmen übertragen werde, wurde aus unterschiedlichen Gesichtspunkten diskutiert. Herr Mag. Heinz Leitsmüller verwies auf das damit einhergehende Risiko eines sinkenden Lohnniveaus, der momentan einhergehenden Vertrauenskrise und legte seine Skepsis zu Tage. Herr Mag. Alexander Rauner sieht, wie seine Kollegen, die Mitarbeiterbeteiligung als ein wichtiges Instrument zur Bindung von Mitarbeitern, welches jedoch in jeder Situation individuell gestaltet werden muss. Herr Mag. Paul Friedl sieht die Mitarbeiterbeteiligung vor allem dort als Instrument zur Motivation sowie Identifikation der Mitarbeiter mit dem Arbeitgeber, wo die Mitarbeiter selbst auch direkt Einfluss auf den Erfolg des Unternehmens nehmen können. Einig waren sich die Podiumsteilnehmer darin, dass der Gedanke der strategischen Bedeutung einer Mitarbeiterbeteiligung in Österreich  noch  zu wenig entwickelt ist.

Diese Eindrücke und Einstellungen dieser Praktiker rundeten die erkenntnis- und erfolgreiche Veranstaltung ab.

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