AG Biomedizinische Ultrastrukturforschung

Zentrales Forschungsthema der AG Biomedizinische Ultrastrukturforschung sind Pathogen-Wirt-Interaktionen und die mit ihnen verbundenen Abwehrvorgänge und Gewebsreaktionen. Der Interessensschwerpunkt liegt auf der Erforschung neutrophiler extrazellulärer Fallen (neutrophil extracellular traps, NETs). Das sind mit Histonen und antimikrobiellen Proteinen besetzte DNA-Netze aus dekondensiertem Chromatin, die von neutrophilen Granulocyten freigesetzt werden. Ihre Bildung wird durch von Krankheitserregern oder aus körpereigenen Zellen stammende Signalsstoffe ausgelöst (z.B. durch das Chemokin IL-8). Die häufigste Variante dieses als NETose bezeichneten Vorgangs ist eine spezielle Form des Zelltodes, bei dem radikale Sauerstoffspezies (ROS) eine zentrale Rolle spielen. NETs sind ein wichtiges Element der angeborenen Immunabwehr. Ihre antimikrobielle Wirkung steht jedoch in einem labilen Gleichgewicht mit einem hohen Potential zur Schädigung körpereigener Gewebe. NETose ist entscheidend an akuten Erkrankungen (septischer Schock, venöse Thrombosen) und chronisch-entzündlichen Prozessen (z.B bei Atemwegserkrankungen, Parodontose und rheumatoider Arthritis) beteiligt.

Die AG Biomedizinische Ultrastrukturforschung engagiert sich in der NETose-Forschung sowohl mit eigenen Projekten als auch im Rahmen von internationalen Kooperationen. Die bisherige Arbeit erbrachte wesentliche Beträge zur Aufklärung der morphologischen und molekularen Struktur von NETs, zu ihrer Rolle bei Atemwegserkrankungen (Cystische Fibrose, COPD) und entzündlichen Veränderungen des Zahnhalteapparates (Parodontose, Zahngranulom), sowie zur Entwicklung eines Therapieansatzes mittels Rezeptorblockern. Zudem gelang der Nachweis, daß das meschliche Abwehrsystem bereits im neonatalen Stadium NETs bilden kann. In den Labors der AG werden elektronenmikroskopische Verfahren (TEM, REM), konfokale Lasermikroskopie, klassische histologische Technik, Semidünnschnittanalyse, molekulare Nachweismethoden (Immuncytochemie, Immun-TEM, in situ-Hybridisierung) sowie digital-morphometrischen und stereologischen Verfahren in modernen, anwendungsoptimierten Kombinationen angewandt und weiterentwickelt (diverse Spezialverfahren).

Die AG ist an etlichen weiteren biomedizinischen und evolutionär-entwicklungsbiologischen Forschungslinien beteiligt. Hierzu zählen derzeit Arbeiten zur Veränderung des muskuloskelettalen Systems durch Training, Verletzung, Alterung, Gendefekt und postmortale Degradation (forensische Analytik), zur neuralen Stammzellnische im Gehirn, zu den Wirkungen von Neuromodulationstherapie bei Blasendysfunktion, sowie zur Bildung der Seitenlinienkanäle und zur Umweltabhängigkeit des Verhaltens muskelbildender Stammzellen bei Fischen.    

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    Putting Successful Models into Perspective in Europe, 26. - 28. September 2018, Schloss Rif, Universität Salzburg. Für Studierende gibt es vergünstigte Tagestickets!
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