Bachl-Lectures

Buchcover Poesie der TheologieGregor Maria Hoff und Ulrich Winkler (Hg.),
Poesie der Theologie. Versuchsanordnungen zwischen Literatur und Theologie: Bachl-Lectures 2007-2011,
(Salzburger Theologische Studien 45)
Tyrolia Verlag Innsbruck-Wien 2012,
geb., 180 S.,
ISBN: 978-3-7022-3192-7

Beschreibung der Redaktion:
Gottfried Bachl gehört zu den wichtigsten Theologen des deutschsprachigen Raums. Exemplarisch steht seine Eschatologie "Über den Tod und das Leben danach" aus dem Jahr 1980 im "Lexikon der theologischen Werke" neben den bedeutendsten Arbeiten der Theologiegeschichte. Wie seine anderen Publikationen lebt auch dieser Text vom eigenen Stil Bachls, der sich immer wieder in seiner ganz eigenen poetischen Vorstellungskraft durchsetzt. Nicht zufällig hat Bachl immer an der Grenze von Literatur und Theologie gearbeitet, um sie neu zu bestimmen, ja zu verschieben. Auf dieser Linie wurde Gottfried Bachl als Mitglied des PEN-Clubs aufgenommen und die "Bachl-Lectures" an der Universität Salzburg haben sie verfolgt. Das Ziel dieser Lectures ist die Verortung der Theologie in den kulturellen Herausforderungen ihrer Gegenwart. Dabei geht es um diskursive Entdeckungsreisen, um Versuchsanordnungen zwischen Literatur und Theologie, um notwendige Blickwechsel und um Irritationsangebote, die vom Werk des literarischen Theologen und theologischen Literaten Gottfried Bachl ausgehen.Der vorliegende Band dokumentiert zum 80. Geburtstag von Gottfried Bachl die Bachl-Lectures, erweitert um eine Einführung in das theologisch-literarische Werk Bachls sowie ein ausführliches Gespräch mit ihm. Mit Beiträgen von Alois Halbmayr, Karl-Josef Kuschel, Georg Langenhorst, Susanne Heine, Alex Stock, Markus Orths, Barbara Vinken, Rudolf Habringer, Eckhard Nordhofen und Heinrich Schmidinger.

GREGOR MARIA HOFF, Univ.-Prof. Dr., geb. 1964 in Mönchengladbach; Studium in Bonn und Frankfurt; Professor für Fundamentaltheologie und Ökumenische Theologie an der Universität Salzburg; Obmann der Salzburger Hochschulwochen.
ULRICH WINKLER, Ao. Univ.-Prof. Dr. ist Gründungsmitglied und stellvertretender Leiter des Zentrums Theologie Interkulturell und Studium der Religionen der Universität Salzburg und lehrt Dogmatik und Religionstheologie an der Universität Salzburg; langjähriger ehemaliger Mitarbeiter von Gottfried Bachl.


Erhältlich im Sekretariat des FB Systematische Theologie!

Am 16. April 2007 wird der ehemalige Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät Salzburg, Prof. Dr. Gottfried Bachl, sein 75. Lebensjahr vollenden.

Gottfried Bachl gehört weit über Salzburg hinaus zu den wichtigsten Theologen des deutschsprachigen Raums. Exemplarisch steht seine Eschatologie „Über den Tod und das Leben danach“ aus dem Jahr 1980 im „Lexikon der theologischen Werke“ neben den bedeutendsten Arbeiten der Theologiegeschichte. Wie seine anderen Publikationen lebt auch dieser Text vom eigenen Stil Bachls, der sich immer wieder in seiner ganz eigenen poetischen Vorstellungskraft durchsetzt. Nicht zufällig hat Bachl immer an der Grenze von Literatur und Theologie gearbeitet, um sie neu zu bestimmen, indem er sie nach den Erfordernissen seiner Fragestellungen verschob.

Auf dieser Linie wurde Gottfried Bachl als Mitglied des PEN-Clubs aufgenommen – und genau diese Linie will die Errichtung von „Bachl-Lectures“ an der Universität Salzburg verfolgen. Sie sollen erstmals anlässlich des 75. Geburtstages von Professor Bachl stattfinden und werden vom „Zentrum Theologie Interkulturell und Studium der Religionen“ am Fachbereich Systematische Theologie verantwortet – also von dem akademischen Ort aus, an dem Gottfried Bachl beinahe zwanzig Jahre theologisch gearbeitet hat.

Das Ziel dieser Lectures ist die Verortung der Theologie in den kulturellen Herausforderungen ihrer Gegenwart. Es geht dabei nicht um wechselseitige Beanspruchung, sondern um diskursive Entdeckungsreisen; um Versuchsanordnungen zwischen Literatur und Theologie; um notwendige Blickwechsel; um Irritationsangebote. Damit folgen die Bachl-Lectures einer grundlegenden Inspiration, die vom Werk des literarischen Theologen und theologischen Literaten Gottfried Bachl ausgeht.

 

10. Bachl-Lecture

Dienstag, 15.11.2011, 18 Uhr c.t.
HS 107, Katholisch-Theologische Fakultät, Universitätsplatz 1, 5020 Salzburg

Rudolf Habringer
Das Unergründliche und das Banale. Versuch über das Schreiben
Die 10. Bachl-Lecture hält diesmal der oberösterreichische Schriftsteller Rudolf Habringer. Er spricht zum Thema "Das Unergründliche und das Banale. Versuch über das Schreiben" Rudolf Habringer, geboren 1960 schreibt Romane, Erzählungen, Satiren, Theaterstücke und ist Herausgeber von Anthologien. Seine letzten Publikationen: Engel zweiter Ordnung. Roman, Picus Verlag Wien 2011, Island Passion. Roman, Picus Verlag Wien 2008, Alles wird gut. Liebesgeschichten, Picus Verlag Wien 2008.

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9. Bachl-Lecture

Mittwoch, 18.05.2011, 18 Uhr c.t.
HS 107, Katholisch-Theologische Fakultät, Universitätsplatz 1, 5020 Salzburg

Univ.-Prof. em. Dr. Susanne Heine
Gottes-Transformationen. Über die Auswanderung des Glaubens aus der christlichen Tradition

Das naturwissenschaftliche Weltverständnis hat den Raum der Immanenz abgeriegelt und die Gottesfrage in ein mythisches Ausgedinge abgedrängt. Robert Musil versucht vergeblich, dennoch ein holistisches Weltbild zu etablieren. Die Personalität Gottes war schon der Religionskritik zum Opfer gefallen, aber die übrigen Attribute Gottes leben als Desiderate weiter und werden der "heiligen Natur" zugeschrieben. Das ist der Trend der Spiritualität heute und zugleich eine tiefgreifende Kritik an veräußerlichten und erstarrten Formen traditioneller Glaubenspraxis. Am Beispiel von Friedrich Schlegel und René Magritte kann die Kunst als Fluchtort erwiesen werden, an dem die Gottesfrage in einer "immanenten Transzendenz" überwintert.

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8. Bachl-Lecture

Mittwoch, 10.11.2010, 18 Uhr c.t. HS 101, Katholisch-Theologische Fakultät, Universitätsplatz 1, 5020 Salzburg

Prof. Dr. Eckhard Nordhofen
Schreibt Gott? Die Bedeutung der Schrift im Monotheismus

Gewicht und Dignität jeder Schrift hängt von ihrer Autorschaft ab. Für zwei große monotheistische Religionen ist Gott der Verfasser ihrer heiligen Texte. Die Entstehung des Monotheismus ist unlöslich mit dem Medienwechsel vom Kultbild zur Schrift verbunden. Mit erkenntnistheoretischen Hinweisen und sprachlogischen Details wird eine evolutive Geschichte der Gottesmedien skizziert. Die entscheidenden Qualitätssprünge sind ohne Kritik an den Defiziten der jeweils vorhandenen Medien nicht zu verstehen. Der Monotheismus ist schon in seiner Entstehungsphase eine Religionskritik an den selbstgemachten Göttern des anthropogenen Polytheismus und kann daher als „Biblische Aufklärung“ verstanden werden. Die Alternative wird in der Gestalt von theogenen Offenbarungserzählungen formuliert. Mit der Proklamation des Johannesprologs: „Und Wort ist Fleisch geworden“ ist ein Medienwechsel zum Konzept der Inkarnation auf den Punkt gebracht. Die Skizze nimmt Bezug auf wichtige Texte des Alten und Neuen Testaments und soll helfen, die Frage zu beantworten: Was ist Heilige Schrift?

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7. Bachl-Lecture

Mittwoch, 19.05.2010, 18 Uhr c.t.
HS 101, Katholisch-Theologische Fakultät, Universitätsplatz 1, 5020 Salzburg

Prof. Dr. Barbara Vinken
Eine moderne Heilige. Flauberts Legende "Ein einfaches Herz"

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6. Bachl-Lecture

Mittwoch, 11. November 2009, 18 Uhr c.t.
HS 101, Katholisch-Theologische Fakultät, Universitätsplatz 1, 5020 Salzburg

Prof. Dr. Jürgen Fohrmann
Apokalypse: Endzeit und Politische Theologie

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5. Bachl-Lecture

Dienstag, 12. Mai 2009, 18 Uhr ct.
HS 101, Katholisch-Theologische Fakultät, Universitätsplatz 1, 5020 Salzburg

Schriftsteller Markus Orths (Karlsruhe)
Existenz und Transzendenz im Schreiben

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4. Bachl-Lecture

Mittwoch, 12. November 2008, 18:00 Uhr
HS 101, Katholisch-Theologische Fakultät, Universitätsplatz 1, 5020 Salzburg

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Frühwald 
Philemon und Baucis oder Vom Glück des Alters

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3. Bachl-Lecture

Mittwoch, 23. April 2008, 18.00 Uhr
HS 101, Katholisch-Theologische Fakultät, Universitätsplatz 1, 5020 Salzburg

Prof.Dr. Georg Langenhorst
"Ich gönne mir das Wort Gott": Schriftsteller des 21. Jahrhunderts vor der Gottesfrage

Die zweite Reihe (2008) geht dann gezielt auf Literaturwissenschaftler zu, die sich mit den religiösen Subtexten der Gegenwartsliteratur auseinandersetzen.
Prof. Dr. Georg Langenhorst: Ordinarius am Lehrstuhl für Didaktik des Katholischen Religionsunterrichts  und Religionspädagogik an der Universität Augsburg

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2. Bachl-Lecture

Montag, 12. November 2007, 19.00 Uhr
HS 101, Katholisch-Theologische Fakultät, Universitätsplatz 1, 5020 Salzburg

Prof.Dr. Alex Stock
Sonntags Gedichte? Über Liturgie und Poesie

“Ich habe den Eindruck, daß die Theologie viel Sprache verbraucht und nicht viel sagt. Wenn sie formelhaft würde, auch im Sinne von Poesie, könnte sie sich vielleicht eher mitteilen.” (Heinrich Böll) “Die Poesie: das Gestrüpp entfernen von dem oder jenem Wort, zu dem man, zufällig, einen Zugang gefunden hat: wie man das Wasser erklingen hört unter dem Schutt und den hohen Kräutern, man kehrt dann zurück dorthin, und legt eine Quelle frei.” (Yves Bonnefoy)

Univ.-Prof. Dr.Alex Stock Professor für Theologie und ihre Didaktik Bildtechnische Arbeitsstelle der Universität Köln

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Eröffnung der Bachl-Lectures

Freitag, 27. April 2007, 19.00 Uhr
HS 101, Katholisch-Theologische Fakultät, Universitätsplatz 1, 5020 Salzburg

Prof.Dr.Dr.h.c. Karl-Josef Kuschel
Krankheit als Metapher. Lebensbrüche als Erkenntnisorte in Texten der Weltliteratur: Thomas Mann - Alexander Solschenizyn - Philip Roth

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    Die Universität Salzburg hat in 2019 unter der Führung des Europäischen Hochschulinstituts in Florenz an euandi (EU-and-I) mitgearbeitet, eine paneuropäische Onlinewahlhilfe, die europäische Bürgerinnen und Bürger einen Überblick über die politischen Positionen der nationalen Parteien in den 28 Mitgliedstaaten ermöglicht.
    Am 27. 4. verstarb Ass. Prof. i. R. Dr. Reinhard Rublack. Reinhard Rublack kam noch in der Pionierphase der Universität Salzburg als absolvierter Theologe (Studium u. a. bei Rudolf Bultmann) mit Professor Rudolf Gönner aus Saarbrücken an das (damalige) Institut für Pädagogik. Bereits 1970 vollendete er sein Zweitstudium mit der interdisziplinär angelegten geisteswissenschaftlichen Dissertation über „Die bildungspolitische Tendenz des ‚Salzburger Intelligenzblattes‘ 1784 – 1806.“
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    Dank einer großzügigen Hinterlassenschaft seitens Herrn Kurt Zopf schreibt die Universität Salzburg den mit 10.000,-- Euro dotierten Kurt-Zopf-Förderpreis für habilitierte Angehörige von Organisationseinheiten der Universität, welche die Fachgebiete Geistes-, Kultur- und/oder Sozialwissenschaft, Rechtswissenschaft oder Theologie umfassen, aus.
    Mit Alexandra Föderl Schmid, Israel-Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung, und Marko Feingold, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg, anlässlich seines 106. Geburtstags.
    Was ist ein gelungenes Leben? Die Begegnung mit der tot geglaubten, unkonventionellen Großmutter, die in einem verborgenen Haus mitten im Wald lebt, bringt einer jungen Frau unerwartete Erkenntnisse, die ihr Leben auf den Kopf stellen. (Picus Verlag)
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