Forschungsprofil und Schwerpunkte

Die Forschungsschwerpunkte der Abteilung Musik- und Tanzwissenschaft der Universität Salzburg sind auf der einen Seite jene der Abteilung, auf der anderen Seite die individuellen Forschungsschwerpunkte der Angehörigen, der Professoren und des Mittelbaus. Die letzteren werden bei den Präsentationen der einzelnen Abteilungsangehörigen genannt.  

Bereits seit Beginn der universitären MUSIKWISSENSCHAFT in Salzburg bildete die Musik in Österreich und besonders in Salzburg einen Schwerpunkt: Durch die führende Rolle, die Gerhard Croll bei der Gesamtausgabe der musikalischen Werke von Christoph Wilibald Gluck spielte, wurde das Salzburger Institut zum österreichischen Sitz der Gluck-Gesamtausgabe.  

Geradezu selbstverständlich bildete die SALZBURGER MUSIKGESCHICHTE - auch von Anfang an - einen weiteren Schwerpunkt, zunächst konzentriert auf die "grosse Zeit" der Salzburger Musikkultur im 17./18. Jahrhundert. Gemeinsam mit der legendären Ministerin Herta Firnberg wurde ein eigenes Forschungsinstitut für Salzburger Musikgeschichte ins Leben gerufen und die Publikationsreihe Denkmäler der Musik in Salzburg begann zu erscheinen. In deren "Hauptreihe" sind bisher 16 Bände erschienen, als Band 15 auch der erste (von drei) Bänden der Paul Hofhaimer-Gesamtausgabe. Dazu kommen 13 Hefte "Einzelausgaben" und zehn Faksimile-Ausgaben, als letzter Band die Partitur von Heinrich Franz Bibers einziger überlieferter Oper "Chi la dura la vince". 2005 ist, herausgegeben von Jürg Stenzl, Ernst Hintermaier und Gerhard Walterskirchen. im Salzburger Verlag Anton Pustet die "Salzburger Musikgeschichte" (612 S., mit zwei CDs) erschienen, bei der neben den Herausgebern auch die Musikforscherinnen Sibylle Dahms und Andrea Lindmayr-Brandl als Autorinnen mitgewirkt haben.  

Teil dieses Forschungsinstitutes ist ein umfangreiches ARCHIV ZUR SALZBURGER MUSIKGESCHICHTE, u.a. mit den Nachlässen von Bernhard Paumgartner und des Pianisten Wilhelm Backhaus.  

In jüngster Zeit wurde der Salzburg-Schwerpunkt besonders in Richtung Hoch- und Spätmittelalter erweitert und durch die Arbeit an der Salzburger Musikgeschichte ist auch, deutlicher als zuvor, sichtbar geworden, welche Bereiche (wie etwa das 20. Jahrhundert) einer intensiveren Bearbeitung harren.  

Als Dauerleihgabe ist das LUIGI NONO-ARCHIV von Jürg Stenzl in der Abteilung Musik- und Tanzwissenschaft deponiert. Es umfasst - neben den Partituren aller Werke - praktisch die gesamte Sekundärliteratur über diesen Komponisten und eine umfangreiche Sammlung von Tonträgern und ergänzt dergestalt sinnvoll den im Archivio Luigi Nono in Venedig zugänglichen Nachlass von Luigi Nono.  

Im Bereich der Musikethnologie führt Manfred Bartmann mit einem vollcomputerisierten LABOR FÜR EXPERIMENTELLE KLANGFORSCHUNG einen besonderen, traditionell österreich-spezifischen Schwerpunkt für Lehre und Forschung weiter. Ausgangspunkt  ist die Tatsache, dass dem Parameter Klangfarbe in vielen, uns weniger vertrauten Musikkulturen eine größere Bedeutung zukommt als wir es gewohnt sind.  

Unter der Prämisse „Zeitgenössischer Diskurs und historische Verortung“ orientiert sich der Studiengang Tanzwissenschaft in Forschung und Lehre an der (Tanz-) Bewegung in ihren strukturellen, historiographischen und kulturellen Dimensionen. Das Forschungs- und Lehrprofil des Studiengangs konturiert sich aus drei Schwerpunktsetzungen: Historiographie des Tanzes, Historiographie der Tanzforschung und Bewegungsanalyse und ist in Konzept und Durchführung eng mit der tanzhistorischen Sammlung der Derra de Moroda Dance Archives verbunden. Während das Tanzarchiv in erster Linie eine Speicher-, Dokumentations- und Forschungsstätte ist, die ein material- und quellenorientiertes Wissen/Schaffen über Tanz möglich macht, widmet sich die Salzburger Tanzwissenschaft in integrativen Theorie- und Praxismodulen den experientiellen, motorischen Qualitäten von Tanz, favorisiert ein Verständnis von Bewegung als performativer Aktion und befasst sich mit dem praxisnahen wie kulturgeschichtlich virulenten Themenbereich des Bewegungs- und Tanzgedächtnisses.  

  • News
    Am 24. Januar ist österreichweit der "Tag der Elementarbildung" und vielerorts machen Initiativen auf sich aufmerksam.
    Bekenntnis zu Väterkarenz: Uni Salzburg nimmt teil am österreichweiten Aktionstag von UniKid-UniCare. Vier Väter zeichnen im Kurzfilm „Papa mit Kind zu Hause?“ ein Stimmungsbild und geben Einblick in persönliche Erfahrungen.
    Das Team des Kooperationsschwerpunktes Wissenschaft und Kunst an der Universität Salzburg und am Mozarteum lädt zu den beiden Veranstaltungen ein.
    "Der Weg aus der Armut ist der Schulweg." Die Universitätsbibliothek Salzburg unterstützt ein Schulprojekt von EcoHimal in Nepal.
    Der Vortrag verfolgt die Rezeption konfuzianischen Denkens in der klassischen deutschen Philosophie von Leibniz und Wolff über Herder zu Hegel und Schelling.
    Die Anglistikprofessorin Simone Pfenninger von der Universität Salzburg hat in ihrer Langzeitstudie gezeigt, dass ein früher Fremdsprachenunterricht - so wie er derzeit in Europa durchgeführt wird - kaum Vorteile bringt. Für ihre Forschungen über die Rolle des Alters zu Lernbeginn einer Fremdsprache wird Pfenninger nun mit dem renommierten Preis der Conrad-Ferdinand-Meyer-Stiftung ausgezeichnet. Die Ehrung findet am 19. Jänner 2018 in Zürich statt. Die Preissumme beträgt 20.000 Franken.
    Anfang Dezember wurde die Preisgeldurkunde über 3000 Euro an Dr. Göttig zugestellt, mit denen der Promotion Prize Award dotiert ist. Der Preis wurde für langjährige erfolgreiche Forschung auf dem Gebiet der medizinisch und biochemisch wichtigen Gewebekallikreine (KLK-Proteasen) des Menschen verliehen.
    Stefanie Manhart und Martin Happ wurden kürzlich mit dem Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft ausgezeichnet. Prämiert wurden die besten Diplom- und Masterarbeiten des Studienjahres 2016/17.
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  • 23.01.18 Elisa Tizzoni PhD - The breakthrough of tourism in a rurbanised area: territorial change and conflicts in Val di Magra (1945-1975).
    24.01.18 "Go International" - Praktikum im Ausland
    25.01.18 Some applications of number theory
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