Forschungsplattform „Kulturen – Religionen – Identitäten: Spannungsfelder und Wechselwirkungen“

Entwicklungsplan der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg für 2012-2015:

Als Inspiration der Weisheit und Überlieferung des guten Lebens, als Quelle ethischer Orientierung sowie als Potential für soziales und solidarisches Handeln stellen Religionen bedeutende Ressourcen der Identitätsbildung in der Gesellschaft dar.

Die aktuelle wissenschaftlich-theologische Auseinandersetzung ist für soziale, kulturelle, politische und religiöse Virulenzen in der Gesellschaft sensibilisiert, da die Spannungsfelder in früheren Epochen übersehen, verdeckt oder auch unterdrückt wurden. Säkularisierungs- und Autonomiebestrebungen wurden durch eine Identifizierung von Kultur und Religion wie auch durch eine politische Instrumentalisierung von Religion zurückgedrängt.

Ein qualifizierter, (selbst-)kritischer und pluralitätsfähiger Ansatz theologischer Reflexion vermag am ehesten eine Auseinandersetzung mit den genannten Spannungsfeldern, Umbrüchen und Differenzen zu führen. Ein solcher Diskurs soll in der Forschungsplattform „Kulturen – Religionen – Identitäten: Spannungsfelder und Wechselwirkungen“ in den kommenden Jahren umgesetzt und weiterentwickelt werden. Er setzt sich bewusst von funktionalistischer Gesellschaftsinterpretation sowie von einer fundamentalistischen Reduktion der Wirklichkeit ab.

Darüber hinaus bildet die neue Forschungsplattform einen wirksamen Katalysator für die Verbreiterung der bisherigen Schwerpunktbildung, die durch das Zentrum „Theologie Interkulturell und Studium der Religionen“ im Jahr 2006 (in Fortführung des 2001 gegründeten Instituts) realisiert wurde.


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