09.09.2020

FWF fördert Forschungsprojekt der PLUS zum Mund-Nasen-Schutz

Den Salzburger Forscher*innen Nathan Weisz und Anne Hauswald vom Centre for Cognitive Neuroscience an der Universität Salzburg wurde für das Forschungsprojekt „Einfluss von Mund-Nasen-Schutz auf das Sprachverständnis“ eine FWF-Akutförderung bewilligt.

Für uns alle ist ein funktionierendes Sprachverstehen im sozialen und beruflichen Alltag von entscheidender Bedeutung. In schwierigen Hörsituationen und v.a. für Hörgeschädigte (1,3 Milliarden weltweit laut WHO), ist die visuelle Verarbeitung v.a. von Lippenbewegungen eine wichtige „Hörhilfe“. Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz (MNS) zur Reduzierung der Ausbreitung von SARS-CoV-2, verdeckt jedoch Lippenbewegungen, und hat somit vermutlich negative Konsequenzen für Hörleistung. Für die Frage, ob und wie die MNS-Politik zur Bekämpfung der SARS-CoV-2-Verbreitung v. a. für Hörgeschädigte belastend sein könnte, fehlt es aber an empirischen Belegen. Das bewilligte Akut-Projekt zielt darauf ab, zu verstehen, wie verdeckte Lippenbewegungsinformationen unter Verwendung von MNS offene (z. B. Verstehen, subjektive Anstrengung) und aus neuronalen Daten inferierte (z. B. Tracking, physiologisch basierte Schätzungen der Verständlichkeit und Anstrengung) sprachbezogene Prozesse beeinflussen.

Akut-Projekte des FWF

FWF-Akutprojekte sind eine Schiene im FWF, die ein beschleunigtes Entscheidungsverfahren für Forschungsanträge, die sich mit der Prävention, Früherkennung, Eindämmung sowie der Erforschung von SARS-CoV-2 beschäftigen. Insgesamt gelangten bereits über 70 Anträge ein. Elf Anträge wurden bisher bewilligt, darunter das Forschungsprojekt des Centre for Cognitive Neuroscience an der Universität Salzburg.

„Wir freuen uns besonders, dass wir vom FWF eine Förderung zugesprochen bekommen haben, die auch die weniger offensichtlichen, aber sehr direkten Konsequenzen der Corona-Pandemie beleuchtet“ so Nathan Weisz.

Coronaforschung dank Grundlagenforschung weit fortgeschritten

Die Corona-Krise hat Österreich und die Welt hart getroffen, ihre Auswirkungen werden uns – auch wirtschaftlich – noch Jahrzehnte beschäftigen. „Unsere einzige Chance, die Corona-Pandemie tatsächlich hinter uns zu lassen, sind ein wirksamer Impfstoff bzw. eine erfolgreiche Therapie“, erinnert der FWF-Präsident Klement Tockner an die großen Erwartungen in Wissenschaft und Forschung. Der FWF-Präsident weiter: „Eine Impfstoffentwicklung dauerte bislang gut 15 bis 20 Jahre, bei COVID-19 könnten es nur 15 bis 20 Monate sein – dank herausragender Grundlagenforschung in den letzten Jahren und dank gemeinsamer Anstrengungen zahlloser Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.“ Die Corona-Krise hat eindrücklich gezeigt, wie wichtig eine vielfältige Forschungslandschaft für die Reaktionsfähigkeit eines Landes in Krisenzeiten ist.

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Rückfragen & Kontakt:

Univ.-Prof. Dipl.-Psych. Dr. Nathan Weisz
Dipl.-Psych. Dr. Kristin Anne Hauswald

Nathan.weisz@sbg.ac.at
anne.hauswald@sbg.ac.at

Centre for Cognitive Neuroscience an der Universität Salzburg

https://braindynamics.sbg.ac.at/team/

 

Barrierefreiheit: Kurzbeschreibung des Bildes

Nathan Weisz und Kristin Anne Hauswald (Fotonachweis: Nathan Weisz)

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    Forscher*innen des Fachbereichs Geoinformatik an der PLUS arbeiten seit mehreren Jahren in nationalen und internationalen Forschungsprojekten an Themen wie humanitärem Management, Flüchtlingsmanagement, Naturkatastrophen sowie COVID-19. Sie analysieren und werten Milliarden von georeferenzierten Social-Media-Daten aus. Die Ergebnisse dienen Stakeholdern als wichtige Entscheidungsgrundlage.
    Gabriele Spilker, Professorin für Methoden der Politikwissenschaft an der Universität Salzburg wurde gestern Abend in Wien mit dem Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre an Österreichs Hochschulen ausgezeichnet. Der Preis wird in fünf Kategorien vergeben und ist mit je 7.000 Euro dotiert. Spilker ist die Gewinnerin in der Kategorie „Lernergebnisorientierte Prüfungskultur und deren Verankerung in der Lehrveranstaltung“.
    Mit der Zusammenführung der Bereiche Career und Startup erweitern wir unser bewährtes Career Center Angebot, mit dem Ziel Gründungsinteresse zu wecken und Gründungsinteressierte zu begleiten.
    Bis zum 31. Oktober ist die Bewerbung auf zwei Dissertationspreise (dotiert mit jeweils 2.000 Euro) möglich:
    Die 6. Jahrestagung zur Migrations- und Integrationsforschung in Österreich fand heuer vom 16.9. bis 18.9. an der Universität Salzburg – teilweise in Präsenz, teilweise online - statt. Verabschiedet wurde eine Resolution für die Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria.
    Im Rahmen seines Profils „Räume und Identitäten“ wurde am 30. Jänner 2020 am Fachbereich Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht der Universität Salzburg die dritte Jahrestagung abgehalten. Die Tagung mit dem Titel „Lebensende in Institutionen“ griff eine brisante soziale Thematik auf.
    Für einen sicheren Semesterstart möchten wir auch unter Mithilfe der ÖH Salzburg hiermit über die Corona-Maßnahmen an der Universität Salzburg informieren:
    Der Orientierungstag ist eine Informations- und Welcome-Veranstaltung, die Studienanfänger*innen den Einstieg ins Studium erleichtert.
    In diesem Semester gibt es ab 28.09.2020 keine persönliche Anmeldung zu den USI-Kursen, um eine unnötige Menschenansammlung zu vermeiden.
    Die armenische Religionsanthropologin Dr. Yulia Antonyan (Staatliche Universität Jerevan) und die österreichische Armenologin und Leiterin des ZECO Zentrum zur Erforschung des Christlichen Ostens, Univ.Doz.Dr.Dr.h.c. Jasmine Dum-Tragut Bakk.rer.nat., gehören zu den Siegern eines internationalen Forschungswettbewerb in Armenien.
    Die Starting Grants werden seit 2007 jährlich vergeben und ermöglichen herausragenden Forscher/innen die Durchführung innovativer Forschungsvorhaben. Die Förderpreise werden in hochkompetitiven Wettbewerben vergeben und stellen für die geförderten Forscher/innen eine bedeutende wissenschaftliche Auszeichnung dar. Dieses Jahr gingen 11 ERC Starting Grants nach Österreich, Forster erhielt den einzigen im Bereich Informatik. 13,3% aller Einreichungen wurden heuer vom ERC gefördert.
    Bereits zum 10. Mal vergab die PLUS in Kooperation mit der Kaiserschild-Stiftung die Dr. Hans-Riegel-Fachpreise im Bundesland Salzburg, heuer im Gesamtwert von 6600 Euro. Zum Jubiläum betonte Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Hendrik Lehnert: „Mit einer Dekade Nachwuchsförderung im MINT-Bereich setzte die PLUS früh einen richtungsweisenden Maßstab, der aktuell mit den MINT-Labs ausgebaut wird. Wegbereiter und Jurykoordinator Maurizio Musso hat neben vielen anderen die Kooperation fruchtbar mitgestaltet.
    Wichtige Termine und Informationen zur Anmeldung für die Kurse am Sprachenzentrum im Wintersemester 2020/21
    Auch historioPLUS musste sich, so wie viele andere auch, an die veränderten Umstände aufgrund von Covid-19 anpassen. Aus diesem Grund erscheint heuer der aktuelle Jahrgang etwas später als in den vergangenen Jahren.
    Seit fast 20 Jahren ist das Sprachenzentrum im Bereich Interkomprehensionsdidaktik tätig – Anlass genug, um namhafte Expert*innen im Bereich Mehrsprachigkeitsdidaktik zu vereinen, um den aktuellen Forschungsstand im Bereich Interkomprehension darzustellen. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist der Sammelband „Lehr- und Lernkompetenzen für die Interkompehension. Perspektiven für die mehrsprachige Bildung“ (Band 10 der Salzburger Reihe zur Lehrer/innen/bildung).
    Programmleitung und Gesprächsführung: Univ.-Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner
    Frequently Asked Questions (FAQ) zum Corona-Semester
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