21.11.2019

Universitätsprofessorin Kristin De Troyer zum Mitglied des Präsidiums der Österreichischen Forschungsgemeinschaft gewählt

Die Österreichische Forschungsgemeinschaft, getragen von Bund und Ländern, gibt sowohl der Wissenschaftsförderung als auch der Wissenschaftspolitik in Österreich neue Impulse und dient der Zukunftsorientierung und Qualitätssicherung von Forschung und Lehre in Österreich.

Kristin De Troyer, geboren 1963 in Ninove/Belgien, Studium der Philosophie Religionswissenschaften, Theologie und Religionspädagogik in Leuven/Belgien und Leiden/Niederlande. Karriere-Stationen u.a. in den USA und in Schottland an der renommierten University of St. Andrews, seit Herbst 2015 Professorin für Alttestamentliche Bibelwissenschaft an der Universität Salzburg.

De Troyer ist eine der international renommiertesten SpezialistInnen für die Septuaginta, die älteste durchgehende Übersetzung der hebräisch-aramäischen Bibel ins Griechische. Die Übersetzung entstand etwa 250 vor Christus.

„Was mich an den alten biblischen Dokumenten fasziniert ist die enorme Vielfältigkeit der Texte. Da gibt es zum Beispiel nicht ein in sich abgeschlossenes Buch Joshua sondern kurze und lange Varianten. Das wird auch in den Handschriften der sogenannten Tote-Meer-Rollen ersichtlich. Die letzten wurden erst vor 10 Jahren entdeckt.“

Etliche dieser einzigartigen Manuskripte befinden sich in der Martin Schoyen-Sammlung, der größten privaten Handschriftensammlung des 20. Jahrhundert. „Diese alten Papyri sind wunderschön und es ist für mich natürlich etwas ganz Besonderes, mit Dokumenten zu arbeiten, die außer dem Sammler und dem Herausgeber noch keiner gesehen hat.“

De Troyer hat inzwischen drei der biblischen Texte aus der Martin Schoyen Sammlung editiert: Joshua, Leviticus und Exodus. „Die zufällige Begegnung mit Martin Schoyen auf einer Tagung in Oslo und die sich später daraus ergebende Arbeit haben mein Leben verändert. Die Beschäftigung mit einmaligen alten Texten ist für mich ein großes Vergnügen“.

Ein Vergnügen, das sie auch den Studierenden in Salzburg vermitteln will. Ein weiteres Vergnügen bereitet ihr die ungewöhnlich starke weibliche Präsenz an der Theologischen Fakultät. „Zusammen mit der Neutestamentlichen Bibelwissenschaftlerin Marlis Gielen, die schon länger an der Uni ist, sind wir nun vier Professorinnen. So viele Frauen habe ich noch an keiner anderen Uni erlebt. Die Zusammenarbeit ist unkompliziert und viel weniger von Statusdenken bestimmt als bei Männern.

 

 

 

Univ.-Prof. Dr. BA. MA. Kristin De Troyer

FB Bibelwissenschaft und Kirchengeschichte

Universität Salzburg

Universitätsplatz 1, 5020 Salzburg

Tel: 0662 8044 2922

E-Mail an Univ.-Prof. Dr. BA. MA. Kristin De Troyer

  • ENGLISH English
  • News
    Gewinnerin des Förderpreises der Österreichischen Geographischen Gesellschaft für die beste Abschlussarbeit 2019: Dipl. Ing.(FH) Mag. rer. nat. Heidi BERNSTEINER für ihre Diplomarbeit im LA Geographie und Wirtschaftskunde/Biologie mit dem Titel: "After the ice: post glacial evolution of small overdeepened basins in the Eastern Alps – Lake Taferlklaussee, Austria."
    Aus gegebenem Anlass weisen wir auf die aktualisierten Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek Salzburg hin, die ab 17. November 2020 gelten.
    Eine Studie des Schlaflabors der naturwissenschaftlichen Fakultät zum Thema Schlaf unter der Leitung von Prof. Dr. Manuel Schabus widmet sich den Veränderungen des Schlafes während des Covid-19-Lockdowns in 6 unterschiedlichen Ländern (Ö, AT, UK, GR, CU, BRA). Die aus psychologischer Sicht besorgniserregende Angst, die sich in der Breite der Gesellschaft zeigt, bildet sich auch in diesen Daten ab: 78% der Befragten fühlen sich durch die Covid-19-Pandemie bedroht bzw. beunruhigt.
    Online-Vorlesung zum Thema Physiologie oder Medizin: 25. November 2020 - 18 Uhr. Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2020 wird an Harvey J. Alter, Michael Houghton und Charles M. Rice für die Entdeckung des Hepatitis-C-Virus vergeben.
    Online-Vorlesung zum Thema Chemie: 2. Dezember 2020 - 18 Uhr. Emmanuelle Charpentier und Jennifer Doudna erhalten den Nobelpreis für Chemie 2020 für die Entdeckung eines der schärfsten Werkzeuge der Gentechnologie: die genetische Schere CRISPR / Cas9. Mit dieser Technologie können Forscher die DNA von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen mit extrem hoher Präzision verändern.
    Gebürtiger Pongauer übernimmt Stiftungsprofessur für Human-Computer Interaction an der Universität Salzburg - Der Forscher im Interview.
    In vielen Ländern trocknen die finanziellen Mittel für investigativen Journalismus zusehends aus. Die CoViD-19 Krise beschleunigt diesen Trend. Kluge Medienpolitik und öffentlich-rechtliche Medien können die Erosion wirkungsvoll bremsen.
    Der PLUS Report 2020 ist erschienen.
    Die Digitalisierung hat zu einer enormen Verbreitung verschiedener Formen mobilen Arbeitens geführt. Corona hat hier einen zusätzlichen Schub gebracht und Homeoffice in Bereichen und für Tätigkeiten eingeführt, die vorher kaum vorstellbar waren.
  • Veranstaltungen
  • 25.11.20 Nobelpreise 2020 - MEDIZIN (Hepatitis)
    26.11.20 Current research from the FB Psychology … related to COVID-19
    27.11.20 Update Immobilienertragsteuer sowie neue Grunderwerbsteuer und Gerichtsgebühren (ganztägig)
  • Alumni Club
  • PRESSE
  • VERANSTALTUNGSRÄUME
  • STELLENMARKT
  • Impressum
  • Facebook-Auftritt der Universität Salzburg Twitter-Auftritt der Universität Salzburg Instagram-Auftritt der Universität Salzburg Flickr-Auftritt der Universität Salzburg Vimeo-Auftritt der Universität Salzburg