29.07.2020

Forschung: Höhlen als Klima-Archive

Land unterstützt Uni-Projekt für mehr Sicherheit/ Bewegte Berge bedeuten ein Risiko / PLUS: 500.000 Euro für Klimalabor

Die Berge sind in Bewegung, in Salzburgs steinerner Unterwelt schlummert wertvolles Wissen für die Zukunft. Durch die systematische Datierung von unterirdischen Gesteinsablagerungen in Verbindung mit Computermodellen können die Veränderung von Gebirgslandschaften unter stark wechselnden Klimabedingungen berechnet werden. Gemeinsam mit dem Forschungsförderungsfonds (FWF) finanziert das Wissenschaftsressort des Landes ein dreijähriges Projekt, das die Spuren der letzten Eiszeiten in Salzburg untersucht.

„In Zeiten der Klimaerwärmung lohnt sich der wissenschaftliche Blick in die Vorgeschichte, um die alpinen Bereiche für die Gegenwart und Zukunft bestmöglich abzusichern und Risiken für die Bevölkerung, aber auch für die Gäste aus dem In- und Ausland so gering wie möglich zu halten. Dieses auch von der Landesgeologie stark empfohlene Forschungsprojekt liefert vor allem für die Gebirgsregionen des Landes praktisch anwendbares Wissen. Die Fördersumme von 216.600 Euro durch das Land Salzburg für drei Jahre ist gut investiertes Geld“, sind sich Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Landesrätin Andrea Klambauer, jeweils zuständig für angewandte Forschung und Grundlagenwissenschaft, einig.

Das Wissen aus dem Eis

Kennt man den Einfluss des Klimas auf Gebirgslandschaften, sind Rückschlüsse auf die Gefahr von Rutschungen oder Steinschlägen möglich. „Das Projekt liefert Daten zu Grundwasserbewirtschaftung sowie über die Zusammenhänge alpiner Bauten wie Seilbahnen, Schneespeicherteiche und Hotels“, erläutert Jörg Robl, Professor am Fachbereich Geologie der Paris-Lodron-Universität.

Land fördert Aufbau von Labor zur Klimageschichte

„Wir werden aus beiden Ressorts den Aufbau eines thermochronologischen Labors unterstützen, um die Auswirkungen des Klimawandels für das Land Salzburg besser verstehen und Maßnahmen daraus ableiten zu können. Dies dient dem Schutz der Bevölkerung und der Sicherung des Tourismuslandes Salzburg“, so Haslauer. „Die Ergebnisse der Forschungen werden auch in die Lehre eingehen und sich auch auf weitere Fächer an der Universität auswirken“, ist Landesrätin Klambauer überzeugt. Für den Aufbau des Labors stellt das Land in Summe eine halbe Million Euro zur Verfügung.

Neuer Geologieprofessor als Fächerverbinder

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch eine Personalentscheidung: Sowohl Haslauer als auch Klambauer unterstützen die Berufung von Christoph von Hagke von der Technischen Hochschule Aachen an den Fachbereich Geographie und Geologie an die Salzburger Universität. „Von Hagke ist nicht nur ein ausgewiesener Geologe, sondern jemand, der die Geologie als integrierende Wissenschaft über verschiedenste Fächer sieht und damit methodisch absolut auf der Höhe der Zeit ist“, so Rektor Hendrik Lehnert. „Er möchte für den Standort Salzburg, wo die Folgen des Klimawandels unmittelbar im Gebirgssystem sichtbar werden, dazu beitragen, zukunftsweisende Konzepte in den bedeutenden Themenfeldern Klima - Tektonik - Geomorphologie zu entwickeln“, ergänzt Vizerektorin Nicola Hüsing.

 

Quelle: Landes-Medienzentrum

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