07.12.2018

10 December: Human Rights Day 2018: Conference on Human Rights in Austria

Human rights violations are evident internationally in authoritarian systems and especially in wars. But even on your own doorstep, there are precarious human rights areas, whether in the care of institutionalized children, in dealing with disabled people or in the living situation of people at risk of poverty.

Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte am 10. Dezember veranstaltet das Österreichische Institut für Menschenrechte in Salzburg am Aktionstag eine Konferenz zum Thema „Menschenrechte auf lokaler Ebene: Wie steht es mit der Umsetzung von Menschenrechten in Österreich?“

Recht auf Meinungs- und Religionsfreiheit, Recht auf Arbeit, Recht auf Gesundheit, Recht auf Bildung. Vor 70 Jahren, am 10. Dezember 1948, verkündete die Generalversammlung der Vereinten Nationen in Paris die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte („Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“). Seitdem erinnert der Internationale Tag der Menschenrechte jährlich am 10. Dezember an die Verabschiedung des ersten globalen Menschenrechtsdokuments. Weltweit bekannt sind die im Zivilpakt formulierten bürgerlichen und politischen Rechte (z.B. Meinungs- und Religionsfreiheit). Eher unbekannt sind dagegen die im Sozialpakt formulierten wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte.

Doch die Menschenrechte geraten zusehends unter Druck, weltweit und auch in unserer unmittelbaren Umgebung, sagt Univ.-Prof. Dr. Reinhard Klaushofer, Leiter des Österreichischen Instituts für Menschenrechte (ÖIM) und Leiter der Kommission 2 der Volksanwaltschaft. Klaushofer wird am 10. Dezember 2018 in Salzburg bei der Tagung „Menschenrechte auf lokaler Ebene: Wie steht es mit die Umsetzung von Menschenrechten in Österreich?“ referieren. https://www.uni-salzburg.at/oeim

„Hierzulande werden viele drängende Probleme überdeckt von der Diskussion um Asyl und Migration. Es entsteht mitunter der Eindruck, dass dieses Thema von der Politik gezielt in den Mittelpunkt gestellt wird, um von genauso gravierenden Menschenrechtsfragen vor der eigenen Haustür abzulenken.“ Dazu komme eine meist zu oberflächliche Betrachtung, „die von Zahlen und demografischen Entwicklungen geleitet ist, aber die menschenrechtliche Dimension aus den Augen verliert.“

Als ein typisches Beispiel dafür nennt Reinhard Klaushofer die Diskussion um den Personalmangel in der Pflege. „Es ist sehr wichtig, den Mehrbedarf an Pflegekräften zu thematisieren. Aus menschenrechtlicher Sicht bedeuten zu wenige Pflegekräfte für betroffene alte Menschen gravierende Beeinträchtigungen für ihre Selbstbestimmung und Integrität. Ich stelle aber fest: Personalmangel ist zwar sehr oft, aber nicht ausschließlich die Ursache von Defiziten in der Pflege.“

Als Leiter der Kommission 2 der Volksanwaltschaft (zuständig für Salzburg und Oberösterreich) kennt Klaushofer die Schwachstellen in Alten- und Pflegeheimen.

Menschenrechtlichen Aufholbedarf sieht Klaushofer hierzulande aber zum Beispiel auch im Umgang mit behinderten Menschen. Der Rechtswissenschaftler kritisiert unter anderem, dass noch immer keine flächendeckenden Konzepte für Inklusion und den barrierefreien Zugang zum Arbeitsmarkt bestehen. Problematisch ist auch die Situation von Kindern und Jugendlichen, die in Heimen leben und mit häufigen Einrichtungswechseln kämpfen. Bestehende Kapazitätsengpässe in der Kinder- und Jugendpsychiatrie sind ein weiterer Umstand, der die bestmögliche Entwicklung junger Menschen hindert. Die Liste könne laut Klaushofer fortgesetzt werden mit Schwierigkeiten in der Resozialisierung von Straftätern oder mit der existenzbedrohenden Lebenssituation von armutsgefährdeten Menschen.

„Wer also glaubt, der Schutz von Menschrechten sei bloß ein internationales Thema, der irrt massiv. Die Würde und Selbstbestimmung von Menschen sind Pfeiler des modernen Menschenrechtsgedankens, die es auch in unserer nächsten Nähe zu schützen gilt. Wir müssen tagtäglich für diese Werte eintreten, um eine offene und plurale Gesellschaft zu entwickeln,“ sagt Klaushofer.

Dr. Martin Floss, Magistratsdirektor der Stadt Salzburg wird bei der Tagung die wissenschaftlichen Ausführungen Klaushofers von der politischen Seite ergänzen und über konkrete Menschenrechtsprojekte der Stadt Salzburg referieren. Die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention oder das menschenrechtliche Monitoring in der Sozialabteilung werden Themen sein.

Das Österreichische Institut für Menschenrechte (ÖIM) ist ein Kompetenzzentrum der Universität Salzburg. Es steht für die wissenschaftlich fundierte Verbreitung der Menschenrechte. Es wurde 1987 auf Empfehlung des Ministerkomitees des Europarates gegründet.

Veranstaltung:

„Menschenrechte auf lokaler Ebene: Wie steht es mit der Umsetzung von Menschenrechten in Österreich?“

Wann: Montag, 10. Dezember 2018, 16.00 - 18.30 Uhr
Wo: Salzburg, Mönchsberg 2, Edmundsburg, Europasaal
https://www.uni-salzburg.at/oeim

Kontakt:

Univ.-Prof. Dr. Reinhard Klaushofer,
Österreichisches Institut für Menschenrechte (ÖIM)
Kaigasse 17/3
5020 Salzburg
Tel. +43 662 8044-3970
https://www.uni-salzburg.at/index.php?id=65133

Und:

Verfassungs- und Verwaltungsrecht
Universität Salzburg
Kapitelgasse 5-7
5020 Salzburg
Tel.: +43 662 8044-3634
Email: reinhard.klaushofer(at)sbg.ac.at

 

 

 

Romana Sistani

Österreichisches Institut für Menschenrechte

Universität Salzburg

Kaigasse 17/3

Tel: 0662 8044 3970

E-mail to Romana Sistani

Source: www.uni-salzburg.at/oeim

  • News
    For his publication on the detoxification of the metals strontium and barium in the cells of the moor green alga Micrasterias, the Salzburg biologist Martin Niedermeier received the Fritz Grasenick Prize 2018 of the Austrian Society for Electron Microscopy (ASEM) in the field of Life Sciences.
    Held over three Wednesdays (10 April, 8 and 22 May, 2019) from 13:00 to 14:00 in the Clubraum of the KHG (Wiener-Philharmoniker-Gasse 2, Salzburg).
    A botanical painter, Mischa Skorecz and a photographer, Mischa Erben exhibit their pictures in the Botanischer Garten Salzburg.
    Where: In the Botanical Garden, Hellbrunnerstr. 34, A-5020 Salzburg
    When: 15 April until the end of August 2019.
    »Das Bedürfnis nach gerechter Sühne« ("The Need for Just Expiation") Paths from "Professional Criminals" to the Ravensbrück concentration camp.
    Already for the second time, the >KinderUNI unterwegs< is traveling with bundled knowledge to the Pongau region, this year to the Bundeschullandheim Schloss Tandalier in Radstadt. On 2 and 3 May, 2019, the University of Salzburg together with akzente Salzburg Regional Association and the KLAR!-Region Pongau, the LAG Lebens.Wert.Pongau, the Kompass Mädchenberatung, as well as Architektur - Technik + Schule will offer a colorful and free program.
    Guest lecture by Herrn Univ.-Prof. Dr. Andreas Heil, University of Vienna, on Monday, 6.5.2019, 17.30, Residenzplatz 1, Abguss-Sammlung SR. E.33, Department of Classical Studies.
    Monday, 06.05.2019, at 17:00, UniPark: Lecture by Kohei Saito, University of Osaka, Japan, in the context of the lecture series "Global Challenges - Answers to Climate Change"
    The panel discussion will take place as part of the event series, "Theologie im Zeichen der Zeit", on 7 May, 2019, at 18:00 in HS 101 of the Faculty of Catholic Theology (Universitätsplatz 1, Salzburg, EG).
    Lecture by Daniel Tanuro, Agricultural Engineer and Eco-socialist Activist, on Thursday, 9 May at 19:30 at the UniPark Salzburg, as part of the lecture series "Global Challenges - Answers to Climate Change".
    Lecture by Birgit Mahnkopf, Berlin, on Thursday, 9 May at 18:00 at the UniPark Salzburg, as part of the lecture series "Global Challenges - Answers to Climate Change".
    Date: 16.05.2019 // Time: 18:30h s.t. - 20: 00h // Place: Hörsaal 209 (!) the Faculty of Law, the University of Salzburg // Churfürststraße 1 // A-5020 Salzburg // (access signposted)
    What does communication have to do with it? 8 May, 2019, 15.00-18.00, FÜNFZIGZWANZIG, Residenzplatz 10, 5020 Salzburg
  • Veranstaltungen
  • 24.04.19 subnetTALK: Tangible Aesthetics (Vortragssprache EN)
    25.04.19 Netzwerk Qualitative Methoden
    25.04.19 Praxisseminar Sozialversicherung - Unmittelbarkeit der Leistungserbringung
  • Alumni Club
  • PRESS
  • Uni-Shop
  • University of Salzburg's facebook site University of Salzburg's twitter site University of Salzburg's instagram site University of Salzburg's flickr site University of Salzburg's vimeo site