15.09.2020

Crossing Borders – Perspectives in Migration Research

6th annual conference on migration and integration research in Austria- 16.-18. September 2020 The University of Salzburg, UNIPARK

Zwischen 16. und 18. September 2020 findet die 6. Jahrestagung der Migrations- und Integrationsforschung in Österreich statt – dieses Jahr unter besonderen Sicherheitsvorkehrung vor dem Hintergrund der COVID-19 Pandemie. Die Tagung wird in einem zweijährigen Rhythmus durchgeführt und dient als Forum für fachliche Diskussion und kollegiale Begegnung. In diesem Jahr findet sie zum ersten Mal außerhalb Wiens statt. Die Kommission für Migrations- und Integrationsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (KMI) und der Forschungsschwerpunkt „Migration, Citizenship and Belonging“ der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Wien organisieren die Tagung gemeinsam mit der Abteilung Soziologie der Universität Salzburg und dem Salzburg Migration and Mobility Research Lab (MML).

Die Konferenz steht heuer unter dem Motto „Grenzen überschreiten – Perspektiven der Migrationsforschung“. Migrationsforschung ist ein Feld, in dem sich eine Vielzahl von Wissenschaftsdisziplinen begegnen. Sie behandelt auch ein Thema, das aus drei unterschiedlichen Perspektiven dargestellt werden kann: jener der Aufnahmegesellschaften, der Herkunftsgesellschaften und der Migrantinnen und Migranten. Die Herausforderung liegt darin, diese Perspektiven, z.B. in einer transnationalen Sichtweise, miteinander zu verknüpfen. Die Rolle von migrantischen Saisonarbeitskräften und Pflegekräften in den Corona_Zeiten zeigt, wie wichtig Multiperspektivität für das Verständnis von Migration ist. Ferner hat die in den USA begonnene Bewegung, Black Lives Matter (BLM), in den letzten Monaten auch in Österreich und anderen europäischen Ländern zur Profilierung der Debatte über institutional whiteness und Rassismus beigetragen. 

Drei Plenarveranstaltungen werden den thematischen Schwerpunkt der Tagung aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Peter Scholten von der Erasmus Universität Rotterdam widmet sich am Ende des ersten Tages der Frage, warum migrationspolitische Maßnahmen so selten die versprochenen Ziele erreichen. Er argumentiert, dass für die komplexer werdende Realität von Migration und Diversität neue politische Ansätze erforderlich sind. Die Migrations- und Integrationsforschung sieht er gefordert, zum Verständnis dieser komplexen Realität beizutragen. Naika Foroutan von der Humboldt-Universität Berlin setzt sich am zweiten Tag damit auseinander, wie sich Identitäten und Zugehörigkeiten aus einer postmigrantischen Perspektive neu denken lassen. Ausgangspunkt ihrer Argumentation ist, dass soziale und politische Gleichberechtigung zwar in demokratischen Verfassungen verankert ist, die europäischen Staaten diesem Anspruch in der empirischen Realität jedoch nicht gerecht werden. Ein abschließender Round Table widmet sich den Zukunftshoffnungen der österreichischen Migrationsforschung und ihren theoretischen und methodologischen Neuansätzen.

Die insgesamt 17 Panels und 50 Vorträge der Tagung wurden aus den Einreichungen auf eine offene Ausschreibung zusammengestellt. Alle eingereichten Panels und Vorträge wurden von unabhängigen ExpertInnen begutachtet. Die Verantwortung für die Letztauswahl lag bei einem multidisziplinären Programmkomittee.

Die OrganisatorInnen der Jahrestagung freuen Sich auf neue Einsichten, Anregungen für zukünftige Forschung und einen regen Gedankenaustausch mit Kolleginnen und Kollegen.

Rainer Bauböck, Sylvia Hahn, Ivan Josipovic, Dženeta Karabegović, Christoph Reinprecht, Kyoko Shinozaki und Wiebke Sievers

Salzburg und Wien, im September 2020

Kontakt: Kyoko Shinozaki, Ph.D. Professor of Sociology "Social Change and Mobilities" | Department of Sociology | Paris Lodron University of Salzburg Rudolfskai 42 | 5020 Salzburg | Austria Phone: +43 (0) 662-8044-4109

  • News
    The 6th annual conference on 6.migration and integration research in Austria took place from the 16 to 18 September at the der University of Salzburg – partly in person, partly online. A resolution for the reception of refugees from Moria was approved.
    As part of its profile „Räume und Identitäten (Spaces and Identities)“ the third annual conference was held on the 30th January 2020 at the Department of Public, International and European Law at the University of Salzburg. The conference with the title „Lebensende in Institutionen ( End of Life in Institutions)" raised a controversial social issue.
    Applications for two dissertation prizes (worth 2,000 euros each) can be made until the 31st October.
    This semester from the 28.09.2020 personal registration for USI courses will not be possible in order to avoid unnecessary crowds of people.
    The Armenian religous anthropologist Dr. Yulia Antonyan (Jerevan State University) and the Austrian Armenologist and Head of the ZECO Centre for the Study of the Christian East, Univ.Doz.Dr.Dr.h.c. Jasmine Dum-Tragut Bakk.rer.nat., are among the winners of an international research competition in Armenia.
    Important dates and information on registering for courses at the Language Centre in Winter Semester 2020/21
    historioPLUS , like so many others, has also had to adapt to the change in circumstances due to Covid-19. For this reason the current year has appeared a little later than in previous years.
    The Language Center has been active in the field of intercomprehension didactics for almost 20 years,Well-known multilingual didactics experts, came together to present the current state of research in this area.The result is the anthology "Lehr- und Lernkompetenzen für die Interkompehension. Perspektiven für die mehrsprachige Bildung (Teaching and Learning Skills for Intercomprehension. Perspectives for Multilingual Education)"Band 10 der Salzburger Reihe zur Lehrer/innen/bildung.
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