23.09.2020

MIGRATION RESEARCHERS FOR THE RECEPTION OF REFUGEES FROM MORIA IN AUSTRIA

The 6th annual conference on 6.migration and integration research in Austria took place from the 16 to 18 September at the der University of Salzburg – partly in person, partly online. A resolution for the reception of refugees from Moria was approved.

Resolution für die Aufnahme von Flüchtlingen

Ein Fokus der Tagung war die Diskussion rund um Geflüchtete, u.a. in Moria und anderen Flüchtlingslagern auf griechischen Inseln. Bei der Eröffnung verabschiedeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Resolution für die Aufnhme von Flüchtlingen aus Moria. In dieser rufen sie die österreichische Bundesregierung auf, dem Beispiel zahlreicher anderer Mitgliedsländer der Europäischen Union zu folgen und minderjährige Geflüchtete aus Moria und anderen Flüchtlingslagern auf griechischen Inseln aufzunehmen.

Resolution für die Aufnahme von Flüchtlingen

Ein Fokus der Tagung war die Diskussion rund um Geflüchtete, u.a. in Moria und anderen Flüchtlingslagern auf griechischen Inseln. Bei der Eröffnung verabschiedeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Resolution für die Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria. In dieser rufen sie die österreichische Bundesregierung auf, dem Beispiel zahlreicher anderer Mitgliedsländer der Europäischen Union zu folgen und minderjährige Geflüchtete aus Moria und anderen Flüchtlingslagern auf griechischen Inseln aufzunehmen.

Präsentiert wurden empirische Forschungsergebnisse im Bereich Migrations- und Integrationsforschung; interdisziplinäre Beiträge wurden diskutiert sowie konzeptuelle und methodische Reflexionen gefördert. In den besonderen Blick genommen wurde heuer die Multiperspektivität; jene der Aufnahmegesellschaften, der Herkunftsgesellschaften und der Migrantinnen und Migranten. Die Aufgabe der Migrationsforschung sei es, diese aus transnationaler und grenzüberschreitender Perspektive zu verknüpfen.

Erste akademische Tagung an der PLUS unter Corona-Bedingungen seit dem Lockdown

Die diesjährige, nunmehr sechste Jahrestagung der Migrations- und Integrationsforschung fand erstmals außerhalb der Stadt Wien statt, und zwar in Salzburg. Unter den besonderen Corona-Sicherheitsvorkehrungen hat das Organisationsteam standortübergreifend die Konferenz vorbereitet und durch erforderliches Social Distancing die Konferenz erfolgreich durchgeführt. Dazu zählten das hybride Format der Tagung und die Reduzierung der Teilnehmenden weit unter den gesetzlichen Vorgaben. Das Ergebnis war ein erfolgreicher Abschluss der ersten wissenschaftlichen Tagung im Standort Salzburg seit dem Corona-Lockdown.

Es gab insgesamt 50 Vorträge und 17 Panels, die vor allem der Frage der Auswirkungen humanitärer Aktionen und des aktuellen Solidaritätsbewusstseins bzw. dessen Fehlen in der Europäischen Union nachgingen.

Bei den zwei Hauptvorträgen von Peter Scholten, Erasmus Universität Rotterdam[SK1] , sowie Naika Foroutan[SK2] , HU-Berlin und DeZIM, ging es darum, Migration nicht als ein gesondertes Feld getrennt von den gesellschaftlichen Strukturen und dem allgemeinen sozialen Wandel zu betrachten, sondern Migration und die „postmigrantische“ Phase als einen Bestandteil der gesellschaftlichen Zusammenhänge zu verstehen.

Während Peter Scholten ausgehend von komplexen Wirklichkeiten der Migration und der damit einhergehenden Diversität die Notwendigkeit eines „Mainstreaming of Migration“ in den Migrations- und Integrationspolitiken betonte, setzte sich Naika Foroutan kritisch mit der Frage der Identitäten und Zugehörigkeiten in der postmigrantischen Gesellschaft auseinander, in der Migration immer noch als allgegenwärtiges Thema, abgekopplt von gesamtgesellschaftlichen Zusammenhängen, behandelt wird.

Kontakt

Österreichische Akademie der Wissenschaften 
Kommission für Migrations- und Integrationsforschung
Institut für Stadt- und Regionalforschung
Vordere Zollamtsstraße 3
A-1030 Wien

Rainer Bauböck ist Migrationsforscher, Politikwissenschaftler und Vorsitzender der Kommission für Migrations- und Integrationsforschung an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Zudem ist er Professor am Robert Schuman Centre for Advanced Studies des European University Institute in Florenz. Seit 2013 ist er korrespondierendes Mitglied der ÖAW.

Kyoko Shinozaki ist Professorin an der Abteilung Soziologie und Kulturwissenschaft der Paris Lodron Universität Salzburg mit den inhaltlichen Schwerpunkten Sozialer Wandel und Mobilität. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Migrations- und Mobilitätsforschung, globale Ungleichheitsforschung sowie Nachhaltigkeit. Sie ist u.a. Gründerin des „Salzburg Migration and Mobility Research Lab“ (MML) sowie Mitglied des Board of Directors des internationalen Forschungsnetzwerks IMISCOE (International Migration, Integration and Social Cohesion in Europe).

 

  • News
    Never before have so many forensic patients been accommodated in Austria as of the effective date of 1st October 2020. Relief from the enforcement of the measures and also the treatment of seriously abnormal lawbreakers, is urgently required and unavoidable.
    Digitization has led to an enormous spread of different forms of mobile working. Corona has brought an additional boost and has introduced home office in areas and for activities that were previously unimaginable.
    The virtual international conference „The Mediality of the Letter – diplomatic Correspondence in the Context of Early Modern Letter Culture ” will take place via Webex on 29th/30th/31st October.
    In social pedagogical practice employees (agents) are confronted with a variety of challenges in complex, open social problem situations that have to be dealt with "professionally“ and with „ qualitatively“.
    As part of a six year long laser scan-monitoring in the Hohen Tauern geoscientists from Austria, Germany and Switzerland (GEORESEARCH, University of Salzburg, TU Munich, University of Bonn, University of Lausanne) examined the connection between the current glacier retreat and rockfall activity.
    The Faculty of Slavic Studies, the cultural centre DAS KINO and the Russian Centre invite you to the fifth series of cinema films from Eastern and Central Europe. As part of the film club „Slawistyka, Slavistika, Cлавистика“ award winning current Polish, Russian and Czech films with political and social themes will be shown.
    Applications for two dissertation prizes (worth 2,000 euros each) can be made until the 31st October.
    The Language Center has been active in the field of intercomprehension didactics for almost 20 years,Well-known multilingual didactics experts, came together to present the current state of research in this area.The result is the anthology "Lehr- und Lernkompetenzen für die Interkompehension. Perspektiven für die mehrsprachige Bildung (Teaching and Learning Skills for Intercomprehension. Perspectives for Multilingual Education)"Band 10 der Salzburger Reihe zur Lehrer/innen/bildung.
    During the time of Corona, in particular, it became clear just how important it is to support students digitally in their every day university life. The project „On Track“ – stay on track combines digital and social worlds. It is starting at the right time!
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