15.03.2017

19.6.: Ringvorlesung "Transzendenzvorstellungen in Kunst, Literatur, Religion"

Am MO 19.6. hält Johannes Rauchenberger (Graz) einen Vortrag über "Transzendenz ist schwammig! Versuche, Schnittmengen von zeitgenössischer Kunst und Religion mit Fallbeispielen zu klären". Die öffentliche interfakultäre Ringvorlesung findet im HS Anna Bahr-Mildenburg, Unipark Nonntal, 19-20.30 Uhr, statt.

Die Ringvorlesung thematisiert aus multidisziplinärer Sicht, wie einerseits in den Künsten und andererseits in den Religionen das Verhältnis zwischen der gegebenen Welt – der Welt der „Immanenz“ – und ihrem vorgestellten Jenseits, dem Transzendenten, vorgestellt wird. Künstlerische Weltmodelle bzw. Welt(en)entwürfe sollen im Vergleich zu religiösen Weltmodellen betrachtet werden, die Erklärungen für die Beschaffenheit der realen Welt und für die Existenz in dieser liefern.

Hinsichtlich des Verhältnisses unterschiedlicher „Welten“ zueinander ergibt sich ein enger Berührungspunkt zwischen Religionen und Kunst: Die Religionen haben die Relation von beobachtbarer und nicht beobachtbarer Welt im Blick; je nach kulturellem Kontext und Doktrin liefern sie Versionen der Beziehung zwischen Immanenz und Transzendenz. Kunst und Literatur hingegen können den Modellcharakter ihrer Entwürfe betonen, womit sie zum Verbindlichkeitsanspruch der religiösen Konfiguration von Immanenz und Transzendenz auf Distanz gehen.

Die Ähnlichkeit von Mythen und Religionen einerseits und Literatur und Kunst andererseits besteht auch darin, dass jene wie diese auf Erzählungen beruhen, welche die Entstehung der Welt thematisieren und die Existenz und Position der in der Welt vorfindlichen Entitäten bestimmen. Begriffe wie „Schöpfer“ oder „Kreation“ werden sowohl innerhalb religiöser Konzepte als auch im Zusammenhang mit künstlerischen Produktionen verwendet, womit die konzeptuelle Nähe einiger wesentlicher Aspekte von Kunst und Religion im Alltagsbewusstsein angezeigt ist.

Die Ringvorlesung setzt sich anhand thematischer Einblicke damit auseinander, wie unter-schiedliche Religionen, Literaturen, Künste und Philosophien mit der Frage nach einem jenseitigen Bereich des Transzenden bzw. Numinosen umgehen. Konzeption: Univ.-Prof. Mag. Dr. Peter Deutschmann (FB Slawistik) gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Susanne Plietzsch (Zentrum für Jüdische Kulturgeschichte), in der Planungsphase beraten durch Univ.-Prof. Mag. DDr. Franz Gmainer-Pranzl (FB Systematische Theologie)

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Alle Infos: hier

Univ.- Prof. Mag. Dr. Peter Deutschmann

Fachbereich Slawistik

Universität Salzburg

Tel:

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