03.08.2017

Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs eröffnet Summerschool an der Universität Salzburg

55 Teilnehmer und 15 Vortragende aus aller Welt diskutieren im Rahmen des 19. Sommerkurses der Salzburg Law School on International Criminal Law, Humanitarian Law and Human Rights Law (SLS, http://sls.sbg.ac.at), Sonntag 30. Juli bis Mittwoch 9. August 2017, aktuelle Probleme des Völkerstrafrechts.

Als Vortragende fungieren neben Silvia Fernández de Gurmendi, der Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag, u.a. auch Prof. Albin Eser, ein ehemaliger Richter des Jugoslawien-Tribunals, und Prof. Benjamin Ferencz, der letzte noch lebende Ankläger der Nürnberger Nachkriegsprozesse.

Vor 15 Jahren, am 1. Juli 2002, trat das Römer Statut für den IStGH in Kraft. In der Tradition der Nürnberger Nachkriegsprozesse und der vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eingesetzten ad hoc Tribunale für das ehemalige Jugoslawien und Ruanda, ist der IStGH der erste ständige internationale Strafgerichtshof. Gestützt von seinen 124 Mitgliedstaaten, ist er heute als Institution des Völkerrechts und ernstzunehmender Faktor der internationalen Beziehungen nicht mehr wegzudenken.

Der IStGH verfolgt die schwersten Verbrechen nach Völkerrecht: Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und das Verbrechen der Aggression, dessen verzögerte Aktivierung im Dezember 2017 ansteht. Als Gerichtshof, vor dem auch amtierende Staatsoberhäupter keine Immunität genießen, gelangte der IStGH zuletzt insbesondere aufgrund der Verfahren gegen die Präsidenten des Sudans und Kenias ins Kreuzfeuer der Kritik.

Angekündigte Massenaustritte afrikanischer Mitgliedstaaten blieben, außer im Fall Burundis, dennoch aus. Eine jüngst in Sambia durchgeführte Volksbefragung, bei der ein möglicher Austritt mit 91,43% abgelehnt wurde, zeigt dagegen die Unterstützung des IStGH jenseits mancher politischen Eliten. Fragen der Zuständigkeit und Reichweite des IStGH, ebenso wie dessen Verhältnis zu seinen Mitgliedstaaten bilden einen Schwerpunkt der diesjährigen SLS.

Die Salzburg Law School on International Criminal Law, Humanitarian Law and Human Rights Law wurde 1999 von Univ.-Prof. Dr. Otto Triffterer gegründet und wird seit 2013 von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Paris-Lodron-Universität Salzburg unter der Leitung von Dr. Astrid Reisinger Coracini weitergeführt. Die SLS ist die älteste bestehende und eine der renommiertesten Sommerschulen zum Völkerstrafrecht. Ein Teilnahmezertifikat hat sich längst zum Qualitätsmerkmal für Bewerbungen bei internationalen Strafgerichten entwickelt.

Ansprechpartner: Dr. Astrid Reisinger Coracini, astrid.reisinger-coracini@sbg.ac.at, 0676/729-4647, Weiteren Informationen: http://sls.sbg.ac.at

Foto 1: v.l.n.r.: Dr. David Donat Cattin (New York University), Prof. Roger Clark (Rutgers University), Prof. Albin Eser (Max-Planck-Institut Freiburg), Dr. Astrid Reisinger Coracini (SLS), Präsidentin Silvia Fernández de Gurmendi (Internationaler Strafgerichtshof), Prof. DonFerencz (Middlesex University), Prof. Kurt Schmoller (Paris-Lodron-Universität); credit SLS/Zwein  

Foto 2: v.l.n.r.: Dr. Astrid Reisinger Coracini (SLS), Präsidentin Silvia Fernández de Gurmendi (ICC), Prof. Kurt Schmoller (Salzburg); credit SLS/Zwein

Mag. G. Pfeifer

PR-Leitung

Universität Salzburg

Kapitelgasse 4-6

Tel: 0662/8044-2435

E-Mail an Mag. G. Pfeifer

  • ENGLISH English
  • News
    We would like to kindly invite all members of the department, especially all doctoral and master students, to the YLSA/ÖGMBT Career day for Biologists next week wednesday (28.2.2018).
    Ab 1.3.18 findet am FB Arbeits- und Wirtschaftsrecht jeden Do zwischen 17.00 und 20.00 Uhr eine interdisziplinäre Ring-VO zum Thema „Migration, Arbeitsmarkt und Sozialpolitik“ statt, die das Thema Migration und die Frage nach angemessenen Antworten der Sozialpolitik auf die damit verbundenen Herausforderungen für Staat und Gesellschaft in insgesamt 13 Beiträgen aus historischer, politik- und rechtswissenschaftlicher Perspektive in den Mittelpunkt stellt.
    Mit dem 1.2.2018 startete das am Fachbereich Erziehungswissenschaft angesiedelte drittmittelfinanzierte Forschungsprojekt ‚TransMiK’. Das Akronym steht für ‚Transit’, ‚Migration’ und ‚Köln’, und nimmt Bezug darauf, dass unter der Thematik „Leben und Arbeiten in Köln“ vor Ort leitfadengestützte Interviews mit 150 MitarbeiterInnen des Flughafens Köln/Bonn aus dem Geschäftsbereich „Ground Services“ geführt werden.
    160 SchülerInnen folgten gespannt dem Thema „Von Cybermobbing, Hass-Postings & illegalen Downloads. Die strafrechtliche Sicht auf Cybercrime und andere Phänomene im WWW“. Der Strafrechtsexperte der Universität Salzburg Prof. Hubert Hinterhofer gab Auskunft, wann man sich strafbar macht und wie man sich schützen kann.
    Wichtige Termine und Informationen zur Anmeldung für die Kurse am Sprachenzentrum im Sommersemester 2018.
    Veranstaltet vom Fachbereich Philosophie KTH und der Internationalen Ferdinand Ebner Gesellschaft: am 8. und 9. März 2018 (Universität Salzburg, Europasaal in der Edmundsburg)
    Festvortrag im Rahmen des 17. Österreichischen Archäologentags am Montag, 26. Feburar 2018, 19 Uhr im HS 230 (Kapitelgasse 4) von Herrn Prof. Dr. Andreas Schachner (Deutsches Archäologisches Institut, Türkei).
    Patrizia Stoitzner hält am 5. März 2018 um 16:00 Uhr im Grünen Hörsaal (403) der NW-Fakultät einen Gastvortrag zum Thema "Skin dendritic cells in tumor immunity". Der Fachbereich Biowissenschaften lädt herzlich dazu ein!
    Von 7. März bis 27. Juni 2018 findet, jeweils am Mittwoch um 18.00-19.30h, im Unipark Nonntal mit Vortragenden aus unterschiedlichen Disziplinen die Ringvorlesung "Aufklärung und Gegenaufklärung: Religiöse Polemik gegen Kunst - Künstlerische Polemik gegen Religion" statt.
    DANIEL FULDA (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) eröffnet am 7. März um 18h im Unipark Nonntal mit seinem Gastvortrag die öffentliche Ringvorlesung AUFKLÄRUNG UND GEGENAUFKLÄRUNG: RELIGIÖSE POLEMIK GEGEN KUNST - KÜNSTLERISCHE POLEMIK GEGEN RELIGION
    Am Mittwoch, den 14. März 2018, lädt die Universität Salzburg Schülerinnen und Schüler, Eltern und Interessierte herzlich ein, sich über das vielfältige Studienangebot zu informieren. Das Programm finden Sie hier.
  • Veranstaltungen
  • 26.02.18 Ausgrabungen in Boğazköy-Hattuša. Von der Bronzezeit bis in die römische Kaiserzeit
    27.02.18 WTZ Training Days: Kreativ zum erfolgreichen Geschäftsmodell
    01.03.18 Ringvorlesung Migration, Arbeitsmarkt und Sozialpolitik - Perchinig, Minderheitenprogramm
  • Alumni Club
  • PRESSE
  • Uni-Shop
  • VERANSTALTUNGSRÄUME
  • STELLENMARKT
  • Facebook-Auftritt der Universität Salzburg Twitter-Auftritt der Universität Salzburg Instagram-Auftritt der Universität Salzburg Flickr-Auftritt der Universität Salzburg Vimeo-Auftritt der Universität Salzburg