10.09.2017

Neues FWF‒Forschungsprojekt „Preise und Löhne in Salzburg und Wien, 1450-1850“

Der Fonds zur Förderung wissenschaftlicher Forschung (FWF) hat das Forschungsprojekt „Preise und Löhne in Salzburg und Wien, 1450 bis 1850“ bewilligt. Die Leitung haben Professor Reinhold Reith, Universität Salzburg, und Professor Thomas Ertl, Universität Wien.

Forschungsinhalt des Projektes sind Preise und Löhne in einer europäischen Perspektive: In der Diskussion über die “great divergence” werden z. B. Reallöhne aus europäischen Städten herangezogen; allerdings liegen zu Zentral- und Osteuropa bisher kaum Daten vor, und besonders der alpine Raum stellt eine Grauzone dar.

Als Forschungsquellen dienen vor allem Rechnungsbücher verschiedener Institutionen bzw. Spitäler, aus denen lange Preis- und Lohnreihen gewonnen werden können. Zum einen wird die Vergleichbarkeit mit bestehenden Datenreihen angestrebt, andererseits soll der Lebensstandard in einer weiteren Perspektive erschlossen werden: Monetäre und naturale Lohnanteile, Zusatz- und Familieneinkommen sowie Möglichkeiten der Selbstversorgung sind zentrale Themen der Forschungsarbeiten.

Ein weiteres Ziel des Forschungsprojekte ist es, Preise und Löhne in hoher Auflösung darzustellen und ihre Volatilität in einer sozial- und wirtschaftshistorischen Perspektive zu erfassen. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Stadtarchiv Salzburg durchgeführt, Projektmitarbeiter sind bisher Dr. Andreas Zechner (Salzburg) und Mag. Michael Adelsberger (Wien).

Mag. Andreas Zechner

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Universität Salzburg

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