15.11.2017

14.12.: "Spurenverwischung", oder "Der Anfang des Erzählens" - Peter Handke zum 75. Geburtstag

14. Dezember, 19:30 Uhr, Edmundsburg, Europasaal, Mönchsberg. Mit einem Festvortrag von Hans-Thies Lehmann (Berlin) und einer Klanginstallation von Marco Döttlinger (Salzburg).Konzept und Organisation: Anna Estermann (FB Germanistik/Universität Salzburg)

1966 erschien Peter Handkes Debüt Die Hornissen im Suhrkamp Verlag, und noch im selben Jahr festigte der damals 24-Jährige seinen Ruf als vielversprechendster deutschsprachiger Nachwuchsschriftsteller mit seinem legendären Auftritt bei der Tagung der Gruppe 47 in Princeton und der Veröffentlichung des Stücks Publikumsbeschimpfung. Seit mittlerweile rund fünfzig Jahren setzt Handke sein Schreibprojekt fort: Vom ersten „Pop-Star“ der deutschsprachigen Literatur über seine Wiederentdeckung älterer literarischer Traditionen und sein Interesse am „Klassischen“ bis zur Anverwandlung der Tradition des Epischen. 

Hans-Thies Lehmann, einer der international bekanntesten Theaterwissenschaftler und 2014 einer der Laudatoren anlässlich der Verleihung des Ibsen-Preises an Peter Handke, wird sich als Festredner mit Handkes beständiger Arbeit an der Sprache befassen, die das Erzählen ebenso umfasst wie das Dramatische.

Der zweite Teil des Abends steht im Zeichen eines künstlerischen Beitrags. Der Salzburger Komponist Marco Döttlinger erarbeitete in Auseinandersetzung mit dem ‚Salzburg-Text‘ Der Chinese des Schmerzes (1983) eine Klanginstallation, die rhythmischen Strukturen in Handkes Prosa auf der Spur ist und deren intermediale ‚Übersetzung‘ in Klang unternimmt. Vor der Uraufführung wird das künstlerische Konzept in einem Gespräch mit Anna Estermann vorgestellt. Zum Ausklang des Abends bitten wir zu Brot und Wein.

Hans-Thies Lehmann war bis zu seiner Emeritierung 2010 Professor für Theaterwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Publikationen u. a. Theater und Mythos (1991); Postdramatisches Theater(1999); Tragödie und Dramatisches Theater (2013), Brecht „lesen“ (2016).

Marco Döttlinger, Komponist/Klangkünstler, studierte Musiktheorie und Komposition sowie Computermusik in Salzburg, Paris und Basel u.a. bei Christian Ofenbauer, Frédéric Durieux und Georg Friedrich Haas. Er ist Mitarbeiter im Studio für Elektronische Musik am Mozarteum Salzburg.

Eine Veranstaltung des Doktoratskollegs Ästhetische Kommunikation der Universität Salzburg in Kooperation mit der Universität Mozarteum Salzburg, dem Stefan-Zweig-Centre sowie dem FB Germanistik.

Marco Döttlinger MA

Institut Neue Musik INM

Universität Mozarteum

Mirabellplatz 1

Tel:

E-Mail an Marco Döttlinger MA

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