29.09.2018

Agorà am 13.11.2018, 18 Uhr: Konfuzius und Chinas leere Mitte. Der Edle und seine Umwelt.

Aus der Vorstellung von der Verknüpfung autoritärer Philosophie der Kaiserzeit mit einem orthodoxen Marxismus wird China zur zentralen Herausforderung für den Westen stilisiert. Die geistigen Ressourcen der Vergangenheit und die weltweiten Modernisierungsvorstellungen der Neuzeit könnten für China der Ausgangspunkt zu einer gelingenden Moderne werden. Diese könnte angesichts der globalen Herausforderungen einer multipolar organisierten globalen Moderne neue Chancen bieten. Voraussetzung hierfür ist, die „Grammatik der chinesischen Modernisierung“ zu verstehen. Diese wird Professor Helwig Schmidt-Glintzer, Direktor des China Centrum Tübingen, in seinem Vortrag darlegen. – Zuletzt von ihm im Buchhandel erschienen: Chinas leere Mitte. Die Identität Chinas und die globale Moderne. Matthes & Seitz Berlin 2018.

Helwig Schmidt-Glintzer, Jahrgang 1948, Sinologe und Publizist, ist seit 2016 Seniorprofessor der Universität Tübingen, Gründungsdirektor des China Centrum Tübingen (CCT) sowie Präsident des Erich-Paulun-Instituts. Er war von 1993 bis 2015 Direktor der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und zuvor von 1981 bis 1993 Inhaber des Lehrstuhls für Ostasiatische Kultur- und Sprachwissenschaft an der Universität München. Seit 2014 Vizepräsident der Internationalen Konfuzius-Gesellschaft. 2015 Staatspreis der Volksrepublik China für besondere Verdienste um die chinesische Buchkultur. Seine Forschungsthemen sind: Geschichte Chinas sowie die europäische Beschäftigung mit China, Ungleichzeitigkeit von Modernisierungsprozessen unter besonderer Berücksichtigung von Wertsphärenverschiebungen sowie der Buddhismus als transnationale Religionsbewegung. Schmidt-Glintzer ist Autor verschiedener Bücher zur Geschichte und Kultur Chinas, darunter Chinas Angst vor der Freiheit. Der lange Weg in die Moderne (2009). Zuletzt erschien Mao Zedong: „Es wird Kampf geben“ – Eine Biografie (2017) sowie Chinas leere Mitte. Die Identität Chinas und die globale Moderne (2018), beide im Verlag Matthes & Seitz Berlin.

Judith Suchanek

Leiterin des Chinazentrums

Chinazentrum

Sigmund-Haffner-Gasse 18

Tel: 004366280443901

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