03.02.2019

Universität Salzburg: Sub-Auspiciis-Promotionen und Ehrendoktorat für Emanuel Tov

Unter den Auspizien von Bundespräsident Alexander Van der Bellen promovierten am Dienstag, den 29. Jänner 2019, der Salzburger Christof Kauba und der aus Vöcklabruck (OÖ) stammende Markus Hittmeir. Außerdem verlieh die Universität Salzburg dem jüdischen Bibelwissenschaftler Emanuel Tov die Würde eines Ehrendoktors der Katholisch-Theologischen Fakultät.

Rektor Heinrich Schmidinger freute sich über die Ehrengäste und betonte, dass Sub-Auspiciis-Promotionen und die höchste Auszeichnung der Universität, die Verleihung eines Ehrendoktorats, auch für die Universität eine große Ehre seien. Bundespräsident Alexander Van der Bellen merkte an, dass die Universität Salzburg die siebtgrößte Universität in Österreich sei, bei den Sub-Auspiciis-Abschlüssen jedoch auf dem guten vierten Platz liege.

Dipl.Ing. Dr. Christof Kauba ist seit März am Fachbereich Computerwissenschaften als Projektassistent im Bereich Biometrie und Bildverarbeitung tätig. In seiner Dissertation beschäftigte er sich mit Methoden der biometrischen Authentifizierung, wie etwa der Erkennung des Fingerabdrucks (Fingerprint) oder des Gesichtes. Der Betreuer seiner Dissertation, Universitätsprofessor Andreas Uhl, bezeichnete seine Arbeit als „hochgradig innovativ“ und betonte, dass sie von außergewöhnlicher wissenschaftlicher Reife zeuge. Kauba wurde 1987 in Salzburg geboren. Nach der HTL-Matura studierte er zunächst Elektrotechnik in Wien, kehrte aber bald nach Salzburg zurück und studierte hier Informatik.

Seit 2004 war Kauba in verschiedenen High-Tech-Unternehmen im Salzburger Raum, wie HALE electronic oder Tecan Austria tätig. Im Alleingang entwickelte Kauba für seine pflegebedürftige Großmutter eine elektronische Zeiterfassung. Sein System wurde von der Salzburger Krankenpflege anerkannt und war bei der Oma auch mehrere Jahre im Einsatz. In seiner Freizeit baut er Modellflugzeuge und ist sportlich aktiv, insbesondere geht Kauba gerne Bergsteigen, Klettern und Radfahren.  

Dr. Markus Hittmeir absolvierte das Bachelor, Master- und Doktoratsstudium Mathematik an der Universität Salzburg und war hier zunächst als studentischer Mitarbeiter und später als Doktorand beschäftigt. Seine überragende Dissertation verfasste Hittmeir zum Faktorisierungsproblem, für die er bereits im vergangenen Dezember mit dem Dissertationspreis 2018 der Universität Salzburg ausgezeichnet worden ist. Sein Betreuer, Universitätsdozent Peter Hellekalek betonte, dass Hittmeir mit seiner Arbeit ein neuer, wesentlicher Schritt geglückt sei, der für die Informationssicherheit auch eine wichtige praktische Bedeutung habe.

Hittmeier lehrt seit 2015 an der Universität Salzburg, kann auf einige  Veröffentlichungen verweisen und hielt bereits etliche wissenschaftliche Vorträge. Eine zweite Leidenschaft von Hittmeir ist die Philosophie, mit der er sich auch im Rahmen eines Bachelorstudiums beschäftigt. Im Weblog Nachtliteratur veröffentlicht er Beiträge zu philosophischen und politischen Diskussionen. www.Nachtliteratur.wordpress.com . Darüber hinaus publizierte er die philosophische Abhandlung „Wir sind berechenbar“, Edition Neue Wege und den Prosaband „Bessarius und Molle, erschienen im Arovell Verlag.  

Ehrendoktorat: Professor em. Dr. Dr. h.c. Emanuel Tov ist ein jüdischer Bibelwissenschaftler, der an der Hebrew University in Jerusalem lehrte. Er wurde 1941 in Amsterdam (NL) während der deutschen Besatzung geboren und emigrierte 1961 nach Israel. 1986 wurde Tov Professor für Biblical Studies und erhielt den J.L. Magnes Chair, den er bis zu seiner Emeritierung 2009 innehatte. Er fungierte als Herausgeber der Schriftrollen vom Toten Meer, wovon in seiner Zeit 33 Bände erschienen. Der Staat Israel zeichnete Professor Tov für seine Bibelstudien mit dem „Israel Prize“, der höchsten Ehrung des Landes aus.

Die Salzburger Bibelwissenschaftlerin Kristin de Troyer hob in ihrer Festrede hervor, dass Tov auf den Gebieten der Lehre und Forschung bedeutende Erfolge zu verzeichnen habe. Unter anderem habe Tov zur Veränderung des Paradigmas in den Bibelstudien wesentlich beigetragen. Denn erst seit der Auffindung der Schriftenrollen vom Toten Meer und deren kritischer Edition sei bekannt geworden, wie die biblischen Texte um 100 v.Chr. bis 70 n.Chr. ausgesehen und welche Rolle diese Texte in der Gemeinschaft von Qumran gespielt haben, so de Troyer.

Am Fachbereich Bibelwissenschaft und Kirchengeschichte der Katholisch-Theologischen Fakultät der Salzburger Universität gibt es seit vielen Jahren einen Forschungsschwerpunkt für die alten Textzeugen. Dabei liegt ein Focus auf den Handschriften der hebräischen und griechischen Bibel sowie der Textkritik der hebräischen Bibel, dies in enger Kooperation mit Professor Tov. Aus diesem Grunde und in Würdigung der außerordentlichen Verdienste um die Bibelwissenschaften verleiht die Universität Salzburg Professor Emanuel Tov die Würde eines Ehrendoktors der Katholisch-Theologischen Fakultät.  

Foto v.l.n.r.: Rektor Heinrich Schmidinger, Dr. Markus Hittmeir, Ehrendoktor Professor Emanuel Tov, Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Dr. Christof Kauba und Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Fotonachweis: Kolarik

Mag. G. Pfeifer

PR-Leitung

Universität Salzburg

Kapitelgasse

Tel: 0662/8044-2435

E-Mail an Mag. G. Pfeifer

Quelle: Uni Salzburg

  • ENGLISH English
  • News
    Welche Rechtsschutzmöglichkeit - Gewährleistung oder Irrtum - ist für Käufer der vom Diesel-Abgasskandal betroffenen Autos vorteilhafter? Die Juristin Christina Buchleitner hat in ihrer an der Universität Salzburg abgelegten Dissertation die beiden Rechtsbehelfe gegenübergestellt. Nun hat die 26jährige Wienerin dafür den ersten Preis beim Young Investigators Award der Universität Salzburg gewonnen.
    Mehr als hundert Teilnehmerinnen, Interessierte und UnterstützerInnen der ditact fanden sich gestern Montag im Unipark Nonntal zur Eröffnung der diesjährigen ditact_women´s IT summer studies ein. 216 Teilnehmerinnen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum haben sich zu den 46 Lehrveranstaltungen rund um die IT und Digitalisierung der IT-Sommeruniversität angemeldet, die zwei Wochen lang am Unipark Nonntal läuft und bereits das siebzehnte Mal von der Universität Salzburg durchgeführt wird.
    Für Ihre Dissertation „Die Ortsnamen im Lungau“ wurde der Doktorandin Magdalena Schwarz am Fachbereich Linguistik der Universität Salzburg das DOC-Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) zuerkannt.
    Die Salzburger Armenologin Jasmine Dum-Tragut eröffnet am 31. August 2019 im Genozid-Museum in Jerewan die erste Ausstellung, die das Schicksal armenischer Kriegsgefangener in den österreichischen Gefangenenlagern im Ersten Weltkrieg zeigt.
    Am Ende der Salzburger Hochschulwochen plädierte der scheidende Rektor Heinrich Schmidinger für einen zeitgemäßen Humanismus als Reaktion auf eine komplexe und unübersichtlich gewordene Welt. Wer der Sehnsucht nach Einfachheit nachgebe, läute die Stunde der Ideologien ein.
    Der Botanische Garten lädt ein zu einer kostenlosen Führung! Treffpunkt: Eingang zum Botanischen Garten. Dauer: ca. zwei Stunden. Die Führung findet bei jedem Wetter statt. Botanischer Garten, Hellbrunnerstrasse 34.
    Die 7. Salzburg Summer School findet vom 02. bis 03. September 2019 statt. Es wird ein umfassendes pädagogisches Sommerfortbildungsprogramm für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende aller Schulformen und Unterrichtsfächer angeboten. Anmeldungen sind möglich.
    Demokratie und Rechtsstaat scheinen in Europa schon bessere Zeiten erlebt zu haben. Die jüngsten Entwicklungen in vielen Staaten weisen auf einen Abbau von Rechtsstaatlichkeit, Grundrechten und Demokratie hin.
  • Veranstaltungen
  • 27.08.19 Salzburger Apotheker-Kräutergarten
  • Alumni Club
  • PRESSE
  • Uni-Shop
  • VERANSTALTUNGSRÄUME
  • STELLENMARKT
  • Facebook-Auftritt der Universität Salzburg Twitter-Auftritt der Universität Salzburg Instagram-Auftritt der Universität Salzburg Flickr-Auftritt der Universität Salzburg Vimeo-Auftritt der Universität Salzburg