10.02.2019

26.2.: Internationaler Kongress "Nanotechnologie im Alltag"

Die Universität Salzburg und die Wissensstadt Salzburg laden am 26. Februar 2019 die breite Öffentlichkeit zum internationalen Open NanoScience Congress im Unipark Nonntal ein. Wissenschaftler/innen bieten Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte, ob zu Nanosicherheit oder neuartigen Nanomaterialien. An dem Kongress wirken wesentlich auch die Schüler/innen aus dem Sparkling Science Projekt „Nan-O-Style“ mit. Sie präsentieren ihre Arbeiten zu Nanomaterialien in modernen Lifestyle Produkten.

Mit ihren phantastischen Wirkungen hat die Nanotechnologie längst Einzug in unseren Alltag gehalten, von Kosmetikprodukten, die dank Titandioxid-Nanopartikel die Haut besser vor UV-Licht schützen, bis zu Medikamenten, die zielgenau dort wirken, wo sie sollen. Nanopartikel haben ein enormes Marktpotential. Fakt ist jedoch auch, dass mögliche Gefahren für die menschliche Gesundheit und die Umwelt fortlaufend weiter erforscht werden müssen, auch nach 20 Jahren Nanosicherheitsforschung, 30.000 Publikationen zu Nanotoxizität und jährlich bis zu 30 Millionen Euro von der EU für Nanosicherheitsstudien.

Mit Blick darauf eröffnet der Biochemiker Universitätsprofessor Albert Duschl vom Allergy-Cancer-BioNano Research Center der Universität Salzburg die Vorträge beim Open NanoScience Congress (www.uni-salzburg.at/ONSC)  mit der Frage „Wie sicher ist Nano?“ Duschl verfügt aufgrund diverser EU Projekte zu Nanosicherheit (www.uni-salzburg.at/tapir) über eine international beachtete Expertise auf dem Gebiet.

Vorbild und Lehrmeister für die Nanotechnologie ist die Natur. Beispiele dazu - besonders bekannt sind der Lotusblumeneffekt oder die Gecko- Haftungswirkung - wird die israelische Physikerin Dr. Nira Shimoni-Ayal vom ORT Moshinksy R&D Zentrum, dem größten Schulnetzwerk mit einem technologischen Fokus in Israel präsentieren.

Sind Gold-Nanopartikel entzündungshemmend? Wie wirken Nanoaerosole in Luft und Lunge? Welche neuen Einsatzbereiche für Nanomaterialien aus Siliziumdioxid gibt es? Darüber und über weitere aktuelle Forschungsprojekte an der Universität werden Salzburger Wissenschaftler/innen berichten.

Ein Spezifikum des Open NanoScience Congress ist die aktive Teilnahme von Schüler/innen des „Nan-O-Style“ Forschungsprojekts (www.uni-salzburg.at/Nan-O-Style). In diesem vom Biochemiker Universitätsprofessor Martin Himly geleiteten Projekt untersuchen Salzburger Wissenschaftler gemeinsam mit Mädchen und Burschen aus acht österreichischen Schulen, wie Nanotechnologie in modernen Lifestyle Produkten wirkt, welche von Jugendlichen verwendet werden, wie etwa Henna-Tattoos. Kommt es zu einer besonderen Wirkung, wenn auf Tattoos Sonnenschutzmittel, welche Nanopartikel enthalten, aufgetragen werden?

„Nan-O-Style“ wurde im Oktober 2017 gestartet und läuft bis Ende 2019. Ziel des interdisziplinären Projekts ist es, bisher unbekannte Wechselwirkungen zwischen modernen Lifestyle Produkten und Nanomaterialien aufzudecken und abzuklären, ob ungewollte biologische Effekte auftreten. Zudem werden neue Wege und Unterrichtsmaterialien für die Vermittlung des Themas Nanotechnologie in der Schule aufgebaut (Nano-Box, internationale Peer Teaching Programme). „Nan-O-Style“ ist durch Partner in Israel, Spanien und Deutschland international vernetzt.  

Beim Kongress präsentieren die aus Salzburg, Oberösterreich und Kärnten stammenden Projekt-Schüler/innen ihre Arbeiten; der beste Beitrag wird prämiert. Während des Kongresses ist eine Nano-Ausstellung mit vielen „hands-on“-Aktivitäten und einem hochmodernen Analysegerät für Nanomaterialien geöffnet.

Der Begriff Nanotechnologie umfasst zahlreiche Technologien, die sich der Erforschung, Bearbeitung und Produktion von Gegenständen und Strukturen widmen, die kleiner als 100 Nanometer sind. Ein Nanometer (nm) beträgt ein Millionstel eines Millimeters.

Veranstaltung:
Open NanoScience Congress
Wann: Di, 26. Februar 2019, 9-15 Uhr
Wo: Unipark Nonntal, Erzabt-Klotz-Straße 1, 5020 Salzburg
Programm: www.uni-salzburg.at/ONSC

Mag. G. Pfeifer

PR-Leitung

Universität Salzburg

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Tel: 0662/8044-2435

E-Mail an Mag. G. Pfeifer

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