06.01.2019

„Salzburg muss Universitätsstadt werden“

In einem Festakt am „Tag der Universität“ wurde gestern Rektor Heinrich Schmidinger verabschiedet. Zuvor hatte er noch mit seinem Nachfolger Hendrik Lehnert über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Paris Lodron-Universität Salzburg diskutiert.

„Es war kein Opfergang, die Ernte ist vielfach gelungen“, sagt Rektor Heinrich Schmidinger bei seinem Abschied nach 18 Jahren an der Spitze der Universität Salzburg. In einer Podiumsdiskussion tauschte er sich darüber auch mit seinem Nachfolger Hendrik Lehnert aus, der ab 1.10.2019 seine Agenden übernehmen wird.

Einig waren sich scheidender und künftiger Rektor vor allem in einem Punkt: Salzburg muss zu einer Universitätsstadt werden. Dass das Bewusstsein fehle, hänge damit zusammen, „dass es zwischen 1810 und 1962 in Salzburg keine Universität gegeben hat und die Politik deshalb eigene Prioritäten gesetzt hat“, erklärte Schmidinger. Deshalb will der künftige Rektor auch verstärkt Gespräche mit Vertretern aus Stadt und Land führen, um die Sichtbarkeit der Universität zu verstärken, beispielsweise durch große Feste oder auch kleinere Quartiere für Studierende.

Begonnen hatte der „Tag der Universität“ mit einer Key Note des renommierten Kulturwissenschaftlers Jan Assmann zum Begriff der Achsenzeit. Geprägt wurde er vom Philosophen Karl Jaspers. Er ging davon aus, dass in einem relativ engen, geschichtlichen Zeitraum in mehreren Kulturkreisen bedeutende philosophische und technische Fortschritte gemacht wurden, die die gegenwärtige Menschheit nach wie vor prägen.

Für die Universität Salzburg waren die Rektoratsjahre Heinrich Schmidingers ebenfalls prägend. So hatte er 2002 das neue Universitätsgesetz zu implementierten. Das bedeutete unter anderem, dass 2.700 Mitarbeiter neue Dienstverträge bekamen und die Universität erstmals Bilanzen vorlegen musste. Schmidinger übernahm zu einem Zeitpunkt, an dem an der Existenz der gesamten Hochschule gezweifelt wurde und damit auch die Gefahr stieg, keine finanziellen Zuwendungen für den Betrieb zu bekommen. „Diese waren an Schwerpunktsetzungen gebunden, die wir erst finden mussten“, erinnerte sich Schmidinger.

Bis zum heutigen Tag sei das eine ständige Herausforderung geblieben. Der künftige Rektor Lehnert möchte die Universität Salzburg zu einer Lebensuniversität machen und dadurch auch mögliche neue Schwerpunkte erarbeiten. „Wir werden für Sie ein gut bestelltes Haus hinterlassen“, schloss der Rektor.

Ein ausführlicher Bericht Heinrich Schmidingers über seine Rektoratszeit ist zu finden unter: www.uni-salzburg.at

Foto: Rektor Heinrich Schmidinger und der designierte Rektor Hendrik Lehnert
Fotonachweis: Scheinast

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