11.01.2019

Aus Theorie wird Praxis

Die Studieneingangs- und Orientierungsphase an Universitäten entscheidet vielfach über den Verbleib in einem Studium. Leonhard Menges aus dem Fachbereich Philosophie hat dazu ein ausgezeichnetes Konzept vorgelegt.

Wie lernen Studierende zu philosophieren? Diese Frage stellte Leonhard Menges vom Fachbereich Philosophie an der kultur- und gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg an den Beginn seines Vorlesungskonzeptes. Seine These: Philosophieren muss man üben, theoretischer Wissenserwerb reicht nicht aus. Insofern sprengte er in seiner Lehrveranstaltung „Normen, Werte, Gesellschaft“, die in der Studieneingangs- und Orientierungsphase zu absolvieren ist, die Grenzen des Gewohnten. Er ließ die Studierenden Kurzaufsätze schreiben, Kleingruppendiskussionen zu und Absolventinnen und Absolventen des Studiums über die beruflichen Perspektiven referieren. Dafür wurde ihm am „Tag der Universität“ der Teaching Award 2019 zugesprochen.

Den zweiten Preis teilten sich Eva Jonas und Sandra Schliemann. Sie waren von den Studierenden für ihr Seminar „Praxisorientierte Vertiefung“ nominiert worden, in dem sie versuchten, eine aktive Verknüpfung zwischen psychologischer Theorie und Praxis zu erstellen. Das Ziel: Forschungsergebnisse für die Praxis so aufzubereiten, dass sie verständlich, anwendungsorientiert sowie gesellschaftlich und beruflich relevant sind.

Platz drei teilten sich zwei Wissenschaftlerinnen. Eva-Maria Kubin hatte das Ziel, Studierende in ihrer Lehrveranstaltung am Fachbereich Anglistik und Amerikanistik zum Einsatz von Poesie im Unterricht zu ermutigen. Gabriele Spilker vom Fachbereich Soziologie und Politikwissenschaften führte in ihrem Seminar „Vergleichende politische Ökonomie“ die Studierenden durch die Phasen Wissen/Verstehen/Anwenden und Analyse/Synthese und Bewertung, die diese wiederum unter anderem in einer nachgestellten Debatte aus dem US-Senat umsetzten.

Foto v.l.n.r.: Eva-Maria Kubin, Leonhard Menges, Gabriele Spilker, Rektor Heinrich Schmidinger, Sandra Schiemann und Eva Jonas 
Fotonachweis: Scheinast

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