19.06.2019

25.6.: Vortrag: "In Auschwitz muss die neue europäische Hauptstadt entstehen, ..." Das Gedenken an den Holocaust als Basis von Demokratie und Menschenrechten?

Dr. Daniel Gerson (Bern)Dienstag, 25. Juni 2019, 18 Uhr c.t., HS 389 (GesWi, Rudolfskai 42)

Gegenwärtig  wird der Genozid an den Juden verstärkt als Ausgangspunkt zur Begründung der Europäischen Union  genommen. So diskutieren  namhafte Kulturanthropologen, wie Aleida Assmann, den Holocaust als den „negativen Gründungsmythos" Europas, der im Spannungsverhältnis zum „positiven Gründungsmythos“, der französischen Revolution von 1789 mit der Begründung der individuellen Freiheit und der Menschenrechte steht. Der österreichische Schriftsteller Robert Menasse fordert in seinem Roman „Die Hauptstadt“,  dass in Auschwitz die neue europäische Kapitale errichtet werden soll. Die International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA), der über 30, meist europäische, Staaten angehören, hat sich seit 20 Jahren der Aufgabe verpflichtet, anhand von Erinnerungsarbeit an den Holocaust, Demokratie und Menschenrechte zu fördern. Doch taugt die Instrumentalisierung  des Holocaust zur Sicherung von individueller Freiheit und Rechtsstaatlichkeit?

Dr. Daniel Gerson, geboren 1963 in Zürich; Studium der Geschichte in Basel und Paris; Promotion zum Dr. phil. am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin; Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter am Institut für Judaistik der Universität Bern sowie Mitglied der Schweizer Delegation bei der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA); Forschungsschwerpunkte: Jüdische Geschichte der Neuzeit, Holocausterinnerung und moderner Antisemitismus. Publikationen (Auswahl): Zusammen mit Jacques Picard (Hg.) Schweizer Judentum im Wandel. Religion und Gemeinschaft zwischen Integration, Selbstbehauptung und Abgrenzung, Zürich 2014; Die Kehrseite der Emanzipation in Frankreich. Judenfeindschaft im Elsass 1778 bis 1848, Essen 2006.

Margarete Heinz

Sekretariat

Zentrum für Jüdische Kulturgeschichte der Universität Salzburg

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Tel: 0662-8044-2961

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