09.12.2019

„Wir brauchen die Universität ganz notwendig“

Der Mediziner und Psychologe Hendrik Lehnert wurde am FR 22.11.19 feierlich in sein Amt als Rektor der Paris Lodron Universität Salzburg eingeführt. Hier geht's zur Fotogalerie (https://www.flickr.com/photos/uni-salzburg/albums/72157711929925573). Den Film zur Veranstaltung finden Sie hier: https://vimeo.com/378496167.

Das Rektoratsteam hat seine Tätigkeit am 1. Oktober 2019 für eine vierjährige Amtsperiode aufgenommen. Von Bund und Land kamen klare Zugeständnisse an die Institution und den Hochschulstandort Salzburg.

Von anhaltendem Enthusiasmus nach 53 Tagen Amtszeit sprach Prof. Dr. Hendrik Lehnert bei seiner Inauguration als Rektor der Paris Lodron Universität Salzburg PLUS. In seiner Antrittsrede bekannte er sich zu den Wurzeln der Institution, für die Universität und Kirche, Bund und Land an einem Strang ziehen mögen. „Eng gehören aber auch Forschung und Lehre zueinander, denn Forschung ist auf die Lehre angewiesen und umgekehrt“, sagt Lehnert. Die Aufgabe beider sei es, den Studierenden die Möglichkeit zu geben, wissenschaftlichen Fortschritt mitzugestalten und Neugierde zu vermitteln. Er zitierte dazu den amerikanischen Kulturtheoretiker Arnold Toynbee, der von zwei Kriterien sprach, die Enthusiasmus entflammen: einerseits Ideale, die die Vorstellungskraft im Sturm nehmen und ein intelligenter Plan, diese Ideale auf den Boden zu bringen.

Lehnert griff in diesem Zusammenhang die Exzellenzinitiative der österreichischen Bundesregierung auf und sprach sich dafür aus, innerhalb der Universität diese Exzellenz zu generieren und sich darüber auch zu definieren. Wichtig dafür seien transdiziplinäre Schwerpunkte, die wichtiger seien als die Etikettierung. „Deshalb ist eine bessere Koordinierung der Fachbereiche bezüglich dieser Fokussierung notweniger denn je.“

Mit einer Vizerektorin für Digitalisierung und Innovation setzte Lehnert in der Besetzung seines Rektoratsteams ein klares Zeichen und sprach während seiner Antrittsrede von Transformationsprozessen, von denen nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Universität herausgefordert ist. Nichtsdestotrotz: „Die Aufgabe der Wissenschaft ist es, Autorität dort zu beweisen, wo man einen Überblick braucht, Zusammenhänge klären und Beurteilungen vornehmen muss.“

Nicht nur deshalb hat die Universität für Lehnert eine besondere Wirkung nach außen in die Gesellschaft. „Wir müssen gemeinsam mit Politik, Wirtschaft und Kirche daran arbeiten, eine neue Perspektive für uns zu definieren“, sagte der neue Rektor. Und diese neue Perspektive gelte auch für das Wissenschaftspersonal. „Unsere Forscherinnen und Forscher müssen frei von Zwängen und Bevormundung arbeiten können und brauchen mehr Handlungsmöglichkeiten. Kreativität kann nicht verordnet werden.“ Akademische Freiheit bedeute an der Universität Salzburg künftig aber auch, dass eine Moderation der Inhalte möglich bleiben muss. Oberste Priorität sei es, ein gemeinsames Wertesystem am Campus und Ideen zu entwickeln, die allen entsprechen.

Dass es für einen Mediziner leicht sei, auf die diversen Anforderungen seiner Domäne zu reagieren, betonte Landeshauptmann Wilfried Haslauer. „Als Arzt wissen Sie, wann eine Infusion hilft, wann eine Mobilisierung sinnvoll und wann die Entlassung aus der Therapie verantwortbar ist. Und als Psychologe haben Sie ein Gespür für das weite Land der Seele. Auch jenes einer Universität.“ Salzburg brauche die PLUS für die Intellektualität, den Diskurs, die Kultur und die Lebensführung. Und er betonte, dass alle Fakultäten unverzichtbar sind, ungeachtet ihrer Anwendbarkeit. „Bringen Sie sich ein“, rief er dem neuen Rektor zu und wünschte ihm neben Titelsicherheit, Freundschaften und einer Verwurzelung in Salzburg auch eine aufsässige Studentenschaft.

Foto v.l.n.r.: Vizerektor für Lehre und Studium Martin Weichbold, die Vizerektorin für Digitalisierung und Innovation Katja Hutter, Bundesministerin Iris Rauskala, Rektor Hendrik Lehnert, Vizerektorin für Finanzen und Ressourcen Barbara Romauer, Vizerektorin für Forschung und Nachhaltigkeit Nicola Hüsing und Universitätsratsvorsitzender Georg Lienbacher. Fotonachweis: Scheinast

 

HR Mag. G. Pfeifer

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    Schon mehr als hundert Studierende der Paris Lodron Universität Salzburg (PLUS) haben sich für die brandneuen Kurse zu „Gender & Diversity“ angemeldet, die von der neuen Professur "Politics & Gender, Diversity & Equality" vom Fachbereich Politikwissenschaft für Studierende aller Fakultäten organisiert werden.
    Studierende sind herzlich eingeladen, sich beim Online-Karriereforum der Salzburger Nachrichten, dessen Kooperationspartner die Paris Lodron Universität Salzburg seit 14 Jahren ist, über Berufsmöglichkeiten zu informieren.
    Das Programm der Welcome-Informationsveranstaltung der PLUS bietet Einblicke in die Universitäts- und Studienorganisation und vermittelt Wissenswertes über die IT-Infrastruktur, den Umgang mit PLUSonline, die Lernplattform Blackboard, das Bibliothekswesen und die Benützung der Universitätsbibliothek.
    Verlängerte Bewerbungsfrist bis 10. Oktober 2020!
    Öffnung weiterer Bibliotheksstandorte, erweiterte Öffnungszeiten und News zu Kommunikationszonen für die Online-Lehre in der Universitätsbibliothek
    Mittwoch, 30. September, 13:00 findet ein Online-Vortrag zu den Ergebnissen der Lehrenden-Befragung zum Distance Teaching statt.
    Uni soll zukunftsfit werden / Wissenschaft und Bildung als Investition in die Zukunft - Das neue Rektorat der Paris Lodron Universität Salzburg unter der Leitung von Hendrik Lehnert hat ein schlüssiges Konzept für eine neue Universitätsstruktur vorgelegt, die sich derzeit in interner Abstimmung befindet.
    DO 15. Oktober / Aula der Universitätsbibliothek, Hofstallgasse 2: 10-17.30h Vorträge. 18–19.30 Karin Harrasser (Linz) / Eva Reiter (Wien): Transatlantische Verschlingungen. Ein Rezitativ in Musik und Text // FR 16. Oktober / Alte Residenz, FB Altertumswissenschaften, Abguss-Sammlung, SR E.33, Residenzplatz 1: 9.30-14h Vorträge und Abschlussdiskussion // https://w-k.sbg.ac.at/figurationen-des-uebergangs
    Forscher*innen des Fachbereichs Geoinformatik an der PLUS arbeiten seit mehreren Jahren in nationalen und internationalen Forschungsprojekten an Themen wie humanitärem Management, Flüchtlingsmanagement, Naturkatastrophen sowie COVID-19. Sie analysieren und werten Milliarden von georeferenzierten Social-Media-Daten aus. Die Ergebnisse dienen Stakeholdern als wichtige Entscheidungsgrundlage.
    Gabriele Spilker, Professorin für Methoden der Politikwissenschaft an der Universität Salzburg wurde gestern Abend in Wien mit dem Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre an Österreichs Hochschulen ausgezeichnet. Der Preis wird in fünf Kategorien vergeben und ist mit je 7.000 Euro dotiert. Spilker ist die Gewinnerin in der Kategorie „Lernergebnisorientierte Prüfungskultur und deren Verankerung in der Lehrveranstaltung“.
    Gattungstheorie. Herausgegeben von Paul Keckeis und Werner Michler. Berlin: Suhrkamp 2020 (= stw 2179) (erschienen 14.9.2020)
    Mit der Zusammenführung der Bereiche Career und Startup erweitern wir unser bewährtes Career Center Angebot, mit dem Ziel Gründungsinteresse zu wecken und Gründungsinteressierte zu begleiten.
    Bis zum 31. Oktober ist die Bewerbung auf zwei Dissertationspreise (dotiert mit jeweils 2.000 Euro) möglich:
    Die 6. Jahrestagung zur Migrations- und Integrationsforschung in Österreich fand heuer vom 16.9. bis 18.9. an der Universität Salzburg – teilweise in Präsenz, teilweise online - statt. Verabschiedet wurde eine Resolution für die Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria.
    Im Rahmen seines Profils „Räume und Identitäten“ wurde am 30. Jänner 2020 am Fachbereich Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht der Universität Salzburg die dritte Jahrestagung abgehalten. Die Tagung mit dem Titel „Lebensende in Institutionen“ griff eine brisante soziale Thematik auf.
    Die Starting Grants werden seit 2007 jährlich vergeben und ermöglichen herausragenden Forscher/innen die Durchführung innovativer Forschungsvorhaben. Die Förderpreise werden in hochkompetitiven Wettbewerben vergeben und stellen für die geförderten Forscher/innen eine bedeutende wissenschaftliche Auszeichnung dar. Dieses Jahr gingen 11 ERC Starting Grants nach Österreich, Forster erhielt den einzigen im Bereich Informatik. 13,3% aller Einreichungen wurden heuer vom ERC gefördert.
    Wichtige Termine und Informationen zur Anmeldung für die Kurse am Sprachenzentrum im Wintersemester 2020/21
    Auch historioPLUS musste sich, so wie viele andere auch, an die veränderten Umstände aufgrund von Covid-19 anpassen. Aus diesem Grund erscheint heuer der aktuelle Jahrgang etwas später als in den vergangenen Jahren.
    Seit fast 20 Jahren ist das Sprachenzentrum im Bereich Interkomprehensionsdidaktik tätig – Anlass genug, um namhafte Expert*innen im Bereich Mehrsprachigkeitsdidaktik zu vereinen, um den aktuellen Forschungsstand im Bereich Interkomprehension darzustellen. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist der Sammelband „Lehr- und Lernkompetenzen für die Interkompehension. Perspektiven für die mehrsprachige Bildung“ (Band 10 der Salzburger Reihe zur Lehrer/innen/bildung).
    Programmleitung und Gesprächsführung: Univ.-Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner
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