20.06.2020

Theodor Körner Förderpreis für Jörg Paetzold

Dr. Jörg Paetzold, FB Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der RW-Fakultät, erhält für sein Projekt "Wenn Eltern plötzlich Pflegefälle werden: Karriere-Konsequenzen für Töchter und Söhne in Österreich" den Förderpreis des Theodor Körner Fonds.

Pflege belastet nicht nur zunehmend die öffentlichen Haushalte, sondern auch Familienmitglieder und Angehörige. Erwachsene Kinder übernehmen oft eine zentrale Rolle in der Angehörigenpflege. Die erbrachte Pflegeleistung kann sich dabei auch negativ auf sie auswirken. Dies umfasst zum einen physische und psychische Belastungen, aber auch negative Konsequenzen für Karriereverlauf und Beruf. Das Projekt von Jörg Paetzold hat zum Ziel, die Folgen informeller Pflegearbeit auf die Berufschancen der betroffenen Töchter und Söhne in Österreich so präzise wie nie zuvor zu messen. Bisherige Untersuchungen dazu basierten auf Umfragen und Interviews.

Obwohl diese Studien wichtige Erkenntnisse lieferten, tun sie sich oft schwer die langfristigen Folgen von Pflegearbeit abzuschätzen. Im Gegensatz dazu verwendet Paetzold Sozialversicherungsdaten, die es erlauben Bruttobezüge, Art der Anstellung, Stellung im Unternehmen, etc., präzise über ein gesamtes Berufsleben zu messen. Des Weiteren werden die Daten mit Informationen der Gebietskrankenkassen verknüpft, um mögliche gesundheitliche Folgen der Pflegeleistung aufzuzeigen.

Erste Resultate zeigen, dass besonders Töchter von einem Pflegefall negative berufliche Konsequenzen erleiden und Frauen noch immer einen Großteil der (unbezahlten) Pflegeleistung übernehmen. Somit erforscht die Studie auch eine wichtige Dimension und Ursache der noch immer bestehenden Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern.

Anlässlich des 80. Geburtstages von Bundespräsident Theodor Körner wurde 1953 der Theodor Körner Förderungsfonds für Wissenschaft und Kunst von Arbeitnehmerorganisationen errichtet. Der fördert junge – noch nicht etablierte – Wissenschaftler*innen und Künstler*innen Österreichs, die hervorragende Leistungen erbringen und von denen wichtige Beiträge für ihre jeweiligen Fachdisziplinen erwartet werden können. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld verbunden. Aufgrund der Pandemie fand in diesem Jahr keine feierliche Preisverleihung statt. (Quelle: https://www.uibk.ac.at/newsroom/koernerpreis-fuer-drei-nachwuchsforscher.html.de)

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    Seit dem ersten COVID-19-bedingten Lockdown im Frühjahr 2020 beschäftigen sich mehrere Forscher*innen und Forschungsgruppen des Fachbereichs Psychologie der PLUS mit den Auswirkungen der Pandemie auf unser Denken, Erleben und Handeln. Im Rahmen einer Reihe von Kurzvorträgen werden Projekte und Ergebnisse nun online vorgestellt:
    Studienergebnisse zur Mediennutzung von Kindern und Familien während Lockdown. Homeschooling verbesserungsfähig, aber auf gutem Weg. Sekundarstufe besser profiliert. Familien haben gelernt, mit Lockdown und Homeschooling umzugehen.
    Forscher um den Salzburger Geoinformatiker Christian Neuwirth hatten bereits im Mai 2020 ein mathematisches Modell zu Covid 19 entwickelt und vorgestellt, das der Frage nachgeht, wie lang und intensiv Social Distancing Maßnahmen aufrechterhalten bleiben müssten, um Corona-Todesfälle weiter zu reduzieren.
    Gewinnerin des Förderpreises der Österreichischen Geographischen Gesellschaft für die beste Abschlussarbeit 2019: Dipl. Ing.(FH) Mag. rer. nat. Heidi BERNSTEINER für ihre Diplomarbeit im LA Geographie und Wirtschaftskunde/Biologie mit dem Titel: "After the ice: post glacial evolution of small overdeepened basins in the Eastern Alps – Lake Taferlklaussee, Austria."
    Aus gegebenem Anlass weisen wir auf die aktualisierten Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek Salzburg hin, die ab 17. November 2020 gelten.
    Eine Studie des Schlaflabors der naturwissenschaftlichen Fakultät zum Thema Schlaf unter der Leitung von Prof. Dr. Manuel Schabus widmet sich den Veränderungen des Schlafes während des Covid-19-Lockdowns in 6 unterschiedlichen Ländern (Ö, AT, UK, GR, CU, BRA). Die aus psychologischer Sicht besorgniserregende Angst, die sich in der Breite der Gesellschaft zeigt, bildet sich auch in diesen Daten ab: 78% der Befragten fühlen sich durch die Covid-19-Pandemie bedroht bzw. beunruhigt.
    Online-Vorlesung zum Thema Chemie: 2. Dezember 2020 - 18 Uhr. Emmanuelle Charpentier und Jennifer Doudna erhalten den Nobelpreis für Chemie 2020 für die Entdeckung eines der schärfsten Werkzeuge der Gentechnologie: die genetische Schere CRISPR / Cas9. Mit dieser Technologie können Forscher die DNA von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen mit extrem hoher Präzision verändern.
    Der PLUS Report 2020 ist erschienen.
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  • 26.11.20 Current research from the FB Psychology … related to COVID-19
    27.11.20 Update Immobilienertragsteuer sowie neue Grunderwerbsteuer und Gerichtsgebühren (ganztägig)
    01.12.20 Der Körper als PLAYFUL TOOL
    02.12.20 Musikpyhsiologie und Musikermedizin: Musizieren im Zusammenwirken von Psyche und Körper
    02.12.20 Nobelpreise 2020 - CHEMIE (Genschere)
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