07.06.2002

ScienceWeek Salzburg startet mit fulminantem Veranstaltungsprogramm

7. – 16. Juni 2002 im Zeichen von Wissenschaft und Kunst

Ab heute bieten Salzburger Forschungs- und Bildungseinrichtungen insgesamt 110 Veranstaltungen aus Wissenschaft und Kunst. An für die Wissenschaft ungewöhnlichen Orten werden Projekte zum Staunen, Ausprobieren und Mitdiskutieren geboten.

Die erfolgreiche Kooperation der Salzburger Forschungs- und Bildungseinrichtungen im Rahmen der ScienceWeek sowie deren Unterstützung durch Stadt, Land und Ministerien wird auch bei der Besetzung der Pressekonferenz deutlich: Die Paris Lodron Universität, die Kunstuniversität Mozarteum und die Landesforschungsgesellschaft Salzburg Research bekennen sich gemeinsam an einem Tisch zur Notwendigkeit der übergreifenden Kooperation. „Gerade weil der Wissenschaftsstandort Salzburg nicht sehr groß ist, ist es bei schwindenden Ressourcen wichtig, Synergien und Kooperationen mit den anderen Forschungseinrichtungen zu suchen“, erklärt Vizerektor Eckl anlässlich der Pressekonferenz zur Science Week die Zusammenarbeit. Durch die Kooperation in anderen Projekten, wie dem Forschungsmagazin NOEO, sei die Partnerschaft zwischen Uni, FH, Mozarteum und Landesforschungsgesellschaft selbstverständlich, so Eduard Denk, verantwortlich für die Organisation der ScienceWeek in Salzburg. Mit 110 Projekten stelle Salzburg ca. 1/9 aller Projekte in Oesterreich, dies sei im Vergleich zu anderen, wesentlich größeren Universitäten ein enormer Erfolg. Für den wissenschaftlichen Leiter der Salzburg Research Forschungsgesellschaft, Siegfried Reich, ist die ScienceWeek eine Möglichkeit, das Verständnis und vor allem die Begeisterung für forscherisches Tätig-sein zu stimulieren und somit langfristig den Nachwuchs bei Forschern zu sichern.

Die Bedeutung der ScienceWeek wird von Stadt, Land und Ministerien gleichermaßen hoch eingeschätzt: „Ich finde gerade die Science Week ist ein wirklich guter Weg, die Erkenntnisse der Wissenschaft der Bevölkerung näherzubringen. Wissenschaft soll sich ja mit den vielfältigen Problemen unserer Welt bzw. deren Lösungen auseinandersetzen. Dabei scheint es mir sehr wichtig, den Menschen zu zeigen, welche Ergebnisse gibt es und vor allem auch wie kommen die Wissenschafter zu diesen Ergebnissen“, betonte Bürgermeister Heinz Schaden.


ScienceWeek Salzburg hat besondere Stellung

„Salzburg hat eine besondere Stellung in der Geschichte der österreichischen Science Week“, erläuterte Ministerialrat Hans Schläger vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie. Die Salzburger Universität sei die erste in Österreich gewesen, die sich als Gesamtinstitution in die Science Week eingebracht und durch ein sehr attraktives Programm die Realisierbarkeit und Sinnfälligkeit dieser Idee bewiesen habe.
„Die Salzburger waren in gewisser Hinsicht so etwas wie Missionare: Ihr Beispiel hat die Bemühungen des Innovationsministeriums, die Science Week zu regionalisieren, maßgeblich unterstützt, so dass heuer erstmals auch die Universitäten Innsbruck und Linz als Gesamtinstitution mitwirken (vorher waren es nur vereinzelte Institute)“, so Schläger. Schläger empfiehlt den Salzburgern eine Kooperation mit bayerischen Institutionen, die die ScienceWeek internationalisieren würde, wie das in Klagenfurt und Innsbruck der Fall sei. Will Salzburg sein „pole position“ behalten, sei es sicher gut beraten, diese Entwicklungen im Auge zu behalten, so Schläger.

Bürgermeister Schaden will die Attraktivität der Stadt für junge Menschen insgesamt steigern. Zum Beispiel sollen Projekte wie die Belebung der Salzachufer, die Förderung von Trendsportarten und Investitionen im Kulturbereich (Jazz it, Stadtkino, ARGE) diese stärkere Einbindung der Wünsche junger Menschen ausdrücken. „Ich hoffe, dass die Umsetzung dieser Ideen die Stadt auch für junge Menschen, die studieren, attraktiver macht“, so Schaden.

Veranstaltungsprogramm der Science Week

ScienceWeek-Großveranstaltungen finden an viel besuchten Orten wie beispielsweise im Europark statt. Zwischen 9.00 und 19.00 Uhr können sich Besucher über das Leben im Meer informieren. Kinder sind eingeladen, auf echtem Papyrus und auf Tonscherben mit Schilfrohrfedern zu schreiben oder einen Blick auf einzellige Pantoffeltierchen zu werfen. Wer Augen, Beine und Flügel einer Stubenfliege näher betrachten möchte kann das ebenso wie Kauapparate von Garten- und Wasserschnecken mit Hilfe eines Mikroskopes. Schon gewusst, dass jährlich neue Pflanzenarten einwandern? Prof. Dr. Paul Heiselmayer von der Universität Salzburg stellt einige Beispiele vor und veranschaulicht ihre Wanderwege und Herkunftsgebiete.
Am 12.6. wird AQUILA, eine von der Landesforschungsgesellschaft Salzburg Research entwickelte Architektur vorgestellt, die dynamische Anforderungen verschiedener Dienstqualitäten im Internet ermöglicht. Das Word-Wide-Wait soll damit der Vergangenheit angehören. Im heutigen Internet wird nur eine einzige Serviceklasse angeboten und von verschiedensten Anwendungen genutzt. Moderne multimediale Applikationen wie Videokonferenzen oder Video on Demand haben jedoch höhere und unterschiedliche Qualitätsanforderungen an das Netzwerk.

Die Universität Mozarteum präsentiert auch heuer wieder, wie Kunst und Wissenschat abseits des „Elfenbeinturmes Universität“ in der Öffentlichkeit zusammenwirken können. Auf dem Programm stehen Gesprächskonzerte, bei denen nicht nur Kunst „gemacht“, sondern auch wissenschaftlich betrachtet und „analysiert“ wird, wie zum Beispiel beim Gesprächskonzert: „Science ist Kunst – Kunst ist Science“: Am Sonntag, den 19. Juni, versucht Mozarteum-Professor Siegbert Rampe um in der Steinway Galerie Salzburg Musik vergangener Epochen, sei es Monteverdi, Mozart, Brahms oder Mahler, einem heutigen Publikum zu vermitteln und verständlich zu machen.
Benjamin Bergmann präsentiert mit Freunden am Freitag, den 14. Juni im Café Glockenspiel Hintergründiges, Romantisches und Biographisches zur „Regenlied-Sonate“ op. 78 von Johannes Brahms: „Walle, Regen, walle nieder, wecke mir die Träume wieder…“

Am 13.6. bietet Salzburg Research umfangreiche Information zum Thema Unternehmensfinanzierung für Jungunternehmer. Handbuch und CD-ROM gibt es gratis. Nach dem Absturz der „Internet-Aktien” sind institutionelle Risikokapitalgeber bei ihren vorbörslichen Unternehmensbeteiligungen äußerst vorsichtig und zurückhaltend. Um so wichtiger ist es für junge High-Tech-Unternehmer zu wissen, welche Möglichkeiten risikobereiter Finanzierung es gibt und welchen Bedingungen sie folgen.

Auch Kaffeehäuser sind heuer Schauplätze der ScienceWeek: Im Café Classic am Markatplatz werden Interessierten vom 7.6.-8.6. zwischen 10.00 und 14.00 Uhr Übungsmaterialien für das interaktive Lernen am Computer gezeigt und zum Ausprobieren zur Verfügung gestellt. Im Café Niemetz können Besucher einen literarischen Nachmittag erleben. Vom 13.6.-14.6. zeigt die „Stiftung –Salzburger-Literaturarchiv“ zwischen 14.00 und 16.00 Uhr Original-Materialien zum Opernlibretto nebst dem Briefwechsel von Herbert Rosendorfer.

Sie sprachen mit:

Vizerektor für Forschung Univ.-Prof. Dr. Peter Eckl, Universität Salzburg
Vizerektorin Gertraud Steinkogler-Wurzinger, Universität Mozarteum
Ministerialrat Dr. Hans Schläger, BWVIT, Sektion Innovation und Technologie
Bürgermeister Dr. Heinz Schaden
Mag. Eduard Denk, Universität Salzburg, Organisation ScienceWeek Salzburg
Mag. Hans-Peter Steigerwald, Salzburger Landesregierung, Fachreferent Forschung, Technologie und Entwicklung
Univ.-Doz. Dr. Siegfried Reich, Wissenschaftlicher Leiter der Landesforschungsgesellschaft Salzburg Research mbH

Weitere Informationen unter:
Mag. Eduard Denk, Universität Salzburg, Abteilung für Forschungsförderung,
Tel: 0662-8044-2450 bzw. 2452
e-mail: eduard.denk@sbg.ac.at
http://www.scienceweek.sbg.ac.at
Veranstaltungsbroschüren: Universität Salzburg, Universität Mozarteum, Landesgesellschaft Salzburg Research, Filialen der CA und Verein Spektrum

Quelle: Universität Salzburg



 

Quelle: Universität Salzburg

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