Katharinafeier 2017

Plakat Katharinafeier 2017"Mir reicht's!" Humorvolle Absage an Perfektionismus & Co.

Am Donnerstag, 11. Mai 2017 ab 17:00 Uhr zeigt sich feministische und gesellschaftskritische Theologie in einem humorvollen Kleid. Die Theologin und Clownin Gisela Matthiae nimmt die Leistungsgesellschaft aufs Korn und ist dabei wie die KATHARINAfeier selbst: kritisch, theologisch, feministisch – und ziemlich unterhaltsam.

Clowneskes Kabarett mit der perfekt unperfekten schwäbischen Frau Seibold.

Frau Adele Seibold kann nicht klagen, sie hat von allem genug.

Sie ist fit genug, klug genug, schön genug, genug ehrenamtlich engagiert. Ihre Wohnung ist auch voll in Ordnung, und es hängen sogar genug Kleider im Schrank. Aber laut sagen soll man so etwas ja nicht. Denn es könnte doch von allem mehr sein, oder Besseres, Schöneres, Effektiveres. Besonders wenn man eine Frau im fortgeschrittenen Alter ist. Also strengt sie sich an und erforscht weitere Talente und Charismen. Bis es ihr irgendwann aber doch reicht und sie so dermaßen genug hat. Also, sag ich doch: Mir reicht’s! Mir reicht’s! Also Ade.

Programm:

17.00 Uhr: get together im TheologInnen-Zentrum, Universitätsplatz 1, 5020 Salzburg

18.00 Uhr: Liturgie im Sacellum

19.00 Uhr: Clowneskes Kabarett mit der perfekt unperfekten schwäbischen Frau Seibold

danach Gespräch mit der Künstlerin und Umtrunk

Ort: Aula der Universitätsbibliothek, Hofstallgasse 2-4, 5020 Salzburg

Der Eintritt ist frei.

Wegen des begrenzten Platzkontingents bitte Anmeldung bei: eva.kaltenbrunner@sbg.ac.at, 0662 8044-2905 (Mo-Do, 12:00-17:00 Uhr)

 

"Du bist ungeschickt, aber siehe, ich bin noch viel ungeschickter!" (Galli)

Workshop mit Gisela Matthiae

Termin: Freitag, 12. Mai 2017, 9.00-17.00 Uhr

Ort: HS 103, Katholisch-Theologische Fakultät, Universitätsplatz 1, 5020 Salzburg

 

Plakat

 

Die 1980er Jahre waren die „Geburtsjahre“ der feministischen Theologie in Österreich. Studentinnen beschäftigten sich in Lesekreisen mit den Büchern von Elisabeth Schüssler-Fiorenza und anderen Müttern der Feministischen Theologie. 1984 wurde Herlinde Pissarek-Hudelist in Innsbruck als erste Frau auf einen (katholisch-)theologischen Lehrstuhl berufen. Das Österreichische Frauenforum Feministische Theologie wurde 1986 als Netzwerk für religiös und feministisch interessierte Frauen gegründet. 

Auch an der theologischen Fakultät in Salzburg rumorte es. Einige Studentinnen wollten feministische Theologie auch an ihrer Fakultät. Zumindest einmal als Gastvortragende. Zum Beispiel bei der traditionellen Thomasfeier an der Fakultät, bei der sie ihren Patron und den Kirchenlehrer mit einem wissenschaftlichen Vortrag und einem Gottesdienst ehrte. Doch auch noch 1989 wollte die Fakultät keine Frau als Rednerin einladen. Die Studentinnen kreierten im Jahr darauf die „Katharinafeier“, im Andenken an die im Jahr 1972 (als erste Frau) zur Kirchenlehrerin erhobenen Katharina von Siena. Sie feierten eine von Frauen gestaltete und geleitete Liturgie; den Vortrag hielt Hanna-Barbara Gerl-Falkowitz – über Katharina von Siena. Mit wenigen Unterbrechungen gab es seither die Katharinafeier alljährlich im Sommersemester. 

Nähere Informationen zu Katharina von Siena:

http://www.heiligenlexikon.de/BiographienK/Katharina_von_Siena.htm 

http://www.bautz.de/bbkl/k/Katharina_v_si.shtml.

 

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