Allgemeine Erziehungswissenschaft

Allgemeine Erziehungswissenschaft umfasst sowohl die kritische Reflexion konkreten erzieherischen Handelns als auch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Theorien über Erziehung und Bildung. Der enge Zusammenhang von Theorie und Praxis ist für die Pädagogik seit ihrer Begründung als wissenschaftliche Disziplin am Ausgang des 18. Jahrhunderts bis heute fundamental und für ihr disziplinäres Selbstverständnis konstitutiv. Die „Allgemeine Erziehungswissenschaft“ widmet sich auf allgemeine und umfassende Weise den grundlegenden Fragestellungen, die sich dann auch in anderen Teildisziplinen (z.B. der Elementarpädagogik, der Sozialpädagogik, der Sonderpädagogik oder der Erwachsenenbildung) auf besondere Weise wiederfinden und sich durch alle Einzelprobleme von Erziehung und Bildung (in unterschiedlichen Zeiten, Kulturen, Gesellschaften und Institutionen) ziehen.

Zu den allgemeinpädagogischen Fragestellungen gehört vor allem die Klärung von zentralen Begrifflichkeiten wie z.B.: Was verstehen wir unter „Erziehung“, „Bildung“, Mündigkeit? Wie hat sich das heutige Verständnis von „Erziehung“ und „Bildung“ historisch entwickelt bzw. gewandelt, und welche Bedeutung kommt dabei aktuellen kulturellen, gesellschaftlichen und sozialen Bedingungen zu? Des Weiteren ist zu fragen, was Erziehung und Bildung – unbeschadet der empirischen Faktizität - sein soll? Was sind ihre Ziele, ihre Normen, ihre Werte, die sie im pädagogischen Handeln verfolgt und erreichen möchte? Ein weiterer großer Bereich betrifft die Auseinandersetzung mit den Methoden und den Erziehungsmitteln, mit denen zum einen pädagogische Forschung betrieben und zum anderen in der erzieherischen Praxis ethisch-verantwortlich gehandelt wird.

„Allgemeine Erziehungswissenschaft“ zeigt sich als eine diskursfreudige und lebendige theoretische Auseinandersetzung mit der Heterogenität von Erziehung und Bildung. In Salzburg versteht sich die „Allgemeine Erziehungswissenschaft“ speziell aus einer historisch-systematischen Perspektive und von einem kulturwissenschaftlichen Zugang her. Sie beforscht und bearbeitet anthropologische Grundphänomene, Sinn- und Funktionszusammenhänge von (institutionalisierter) Erziehung und Bildung sowie ethische Grundfragen erziehungswissenschaftlicher Professionalität. Bei allem steht die Person (in ihren unterschiedlichen Lebensphasen) sowohl als Adressat als auch als Akteur von Erziehungs- und Bildungsprozessen im Fokus der erziehungswissenschaftlichen Betrachtung, und zwar im Spannungsfeld von kulturellen und gesellschaftlichen Bedingungen einerseits und personalen Entscheidungen andererseits. Auf dieser Grundlage werden innovative Impulse und handlungsleitende Orientierungen für die Disziplin und die pädagogischen Professionen erarbeitet.

Die hervorgehobenen Begriffe finden Sie in:

Böhm, Winfried & Seichter, Sabine (2018): Wörterbuch der Pädagogik. Paderborn: Schöningh UTB. [auch hier abrufbar]

  • News
    Im aktuellen Ökonomen Ranking des deutschen Handelsblatts errang Universitätsprofessor Florian Huber (31) vom Salzburg Centre of European Union Studies (SCEUS) in der Reihung nach aktueller Forschungsleistung Platz 100 und im Ranking der Jungökonomen, bei der die gesamte Forschungsleistung der unter 40-Jährigen bewertet wird, den exzellenten 62. Platz.
    Für seine Verdienste um die Stadt Salzburg hat Bürgermeister Harry Preuner heute Dienstag, 17. September 2019, dem scheidenden Rektor der Universität Salzburg, Prof. Heinrich Schmidinger, das Stadtsiegel in Gold verliehen.
    Am 19. September 19 sprechen Alexander Pinwinkler (Universität Salzburg) und Johannes Koll (Wirtschaftsuniversität Wien) im Unipark (E.003) über die Entstehung des Buches und über problematische akademische Ehrungen.
    Dr.in Therese Wohlschlager wird am 25. September 2019 im Rahmen der 18. Österreichischen Chemietage 2019 in Linz mit dem Feigl Preis der Österreichischen Gesellschaft für Analytische Chemie ausgezeichnet.
    Das diesjährige Austrian Proteomics and Metabolomics Research Symposium (APMRS) findet von 18. bis 20. September an der Universität Salzburg statt. Im Rahmen dieser Tagung werden die neuesten Entwicklungen auf den Gebieten der Proteom- und Metabolomforschung in Medizin, Pharmazie und Ökologie vorgestellt. Die Bandbreite der Konferenzbeiträge reicht von Grundlagenforschung bis zu industriellen Anwendungen in den verschiedensten Bereichen.
    Vom Arbeitsmarkt bis zur Zuwanderung. Wie haben sich in Österreich Einstellungen und Lebensformen in den letzten Jahrzehnten verändert? Das wird vom 26.- 28. September 2019 an der Universität Salzburg beim Kongress „Alles im Wandel? Dynamiken und Kontinuitäten moderner Gesellschaften“ eines der Schwerpunktthemen sein. Veranstaltet wird der Kongress von der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie.
    Die Neurobiologin Belinda Pletzer von der Universität Salzburg erforscht die Wirkung der Antibabypille auf das Gehirn. In einer umfangreichen Studie mit 300 Probandinnen soll festgestellt werden, ob und in welcher Weise dieses Medikament deren Denken beeinflusst. Der Salzburger Spitzenforscherin wurde für ihr Projekt ein Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) zuerkannt. Die hochkarätige EU-Förderung ist mit 1,5 Mio Euro dotiert.
    INTERNATIONALE TAGUNG // Mi 18. September: 14.00-19.45h, Stefan Zweig Zentrum, Edmundsburg (Europasaal) // Do 19. September: 9.30-19.30h, Fr 20. September: 9.30-13.30h Schwerpunkt Wissenschaft & Kunst, Bergstr. 12a, Atelier, 1. OG // www.w-k.sbg.ac.at/de/kunstpolemik-polemikkunst
    Um Studienanfänger*innen den Einstieg ins Studium zu erleichtern, bietet die Universität Salzburg in der letzten Septemberwoche den Orientierungstag an. An diesem Tag erhalten Studienanfänger*innen Informationen über zentrale Einrichtungen unserer Universität rund um Studium, Einführung in die IT-Infrastruktur und vieles mehr.
    Welche Rechtsschutzmöglichkeit - Gewährleistung oder Irrtum - ist für Käufer der vom Diesel-Abgasskandal betroffenen Autos vorteilhafter? Die Juristin Christina Buchleitner hat in ihrer an der Universität Salzburg abgelegten Dissertation die beiden Rechtsbehelfe gegenübergestellt. Nun hat die 26jährige Wienerin dafür den ersten Preis beim Young Investigators Award der Universität Salzburg gewonnen.
    Die Salzburger Armenologin Jasmine Dum-Tragut eröffnet am 31. August 2019 im Genozid-Museum in Jerewan die erste Ausstellung, die das Schicksal armenischer Kriegsgefangener in den österreichischen Gefangenenlagern im Ersten Weltkrieg zeigt.
    Demokratie und Rechtsstaat scheinen in Europa schon bessere Zeiten erlebt zu haben. Die jüngsten Entwicklungen in vielen Staaten weisen auf einen Abbau von Rechtsstaatlichkeit, Grundrechten und Demokratie hin.
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  • 18.09.19 'Genie‘ in der Nachromantik. Das Schöpferische (Individuum) und der Aufstieg der Massenkultur
    19.09.19 'Genie‘ in der Nachromantik. Das Schöpferische (Individuum) und der Aufstieg der Massenkultur
    20.09.19 'Genie‘ in der Nachromantik. Das Schöpferische (Individuum) und der Aufstieg der Massenkultur
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