Bildungsforschung

Die Veränderungen gesellschaftlicher Rahmenbedingungen und die damit einhergehenden Herausforderungen für Erziehung und Bildung erfordern eine systematische Verschränkung international vergleichender Forschungsperspektiven sowie eine theoretische (Neu-)Positionierung der Erziehungswissenschaft. Die Bildungsforschung kann in diesem Zusammenhang die Aufgabe übernehmen, Themen, wie die Verbindung zwischen Bildungspolitik und Steuerungsmechanismen im Bildungssektor, den Zusammenhang von Qualitätsmerkmalen (wie Effizienz und Effektivität) und Bildung, sowie die Bewältigungsstrategien von Professionellen im Spannungsverhältnis zwischen Bildung und Ökonomie, zu erforschen.  

Der Schwerpunkt Bildungsforschung macht es sich zur Aufgabe, eine theoriegeleitete sowie empirische Durchdringung von Sachverhalten im Medium der Wissenschaft anzuregen. Die Analyse aktueller Herausforderungen (wie Migration, Globalisierung, Konflikt) und bildungsorganisatorischer Einflussnahmen (in regionaler, nationaler und internationaler Perspektive) stellen neben der Erarbeitung alternativer Möglichkeiten pädagogischer Intervention, eine Auswahl an möglichen Lehr- bzw. Lerninhalten dar. Die kritische und (selbst-)reflexive Auseinandersetzung mit pädagogischen Begriffen, sozialwissenschaftlichen Kategorien und Semantiken sowie möglichen Konsequenzen von Forschungsverfahren und -resultaten macht dabei eine wissenschaftsforschende Ausrichtung des Schwerpunkts aus. 

Die Forschungsaktivitäten sind durch eine systematische Verschränkung international vergleichender und migrationsgesellschaftlicher Forschungsperspektiven gekennzeichnet und umfassen ein Spektrum, welches von der Analyse (heterogener) Lebenslagen sowie Bildungs- und Verwirklichungschancen von Menschen unter Bedingungen globaler Ungleichheit, über Grundlagenforschung zum Verhältnis von Politik und Bildungstheorie, sowie Reflexionen über den Zusammenhang zwischen Emotion und Bildung, bis hin zu politischer Bildungsforschung und konstruktiver Konfliktbearbeitung reicht.  

In Forschung und Lehre wird eine angemessene Verbindung von Bildungstheorie und Bildungsforschung systematisch angestrebt. Eine subjektwissenschaftlich orientierte Bildungsforschung ist dabei über eine gegenstandsangemessene Integration qualitativer und quantitativer Methoden zu leisten. Sie beinhaltet eine Selbstvergewisserung über Entstehungsbedingungen von Forschungsfragen und wissenschaftlicher Wissensproduktion im Spannungsverhältnis zwischen (An-)Forderung nach Innovation und Aufrechterhaltung eines auf die Gewinnung politischen Reflexionswissens abzielenden Aufgabenverständnisses.

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Zeitschrift für Bildungsforschung (ZBF)

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    Einblicke und Ausblicke zum Thema „Alt werden und gesund bleiben“
    An der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg (Universitätsplatz 1, Salzburg) findet ein Symposium zum Thema "The Biographical Location of Interreligious Processes in the Life and Works of Raimon Panikkar (1918–2010) - a Centenary Symposium" statt
    Zum zweiten Mal beteiligt sich die Universitätsbibliothek Salzburg mit einer Führung durch das Universitätsarchiv an der Wissensstadt Salzburg.
    In einer Festveranstaltung im Wissenschaftsministerium wurde der Fachdidaktik Geographie und Wirtschaft am 18.5.2018 das Qualitätslabel RECC (Regional educational Competence Center) im Bereich GW & Geomedien verliehen - als einem von insgesamt 14 RECC's in Österreich und von nur zwei mit dem Fachbezug Geographie und Wirtschaft.
    Wang, Jiaxin, der Pekinger Dichter des Menschen, und sein deutscher Übersetzer Wolfgang Kubin, der Dichter des Verlorenen, sprechen und lesen gemeinsam zum Thema, was durch das Schreiben und Übersetzen gerettet werden kann. Das Gespräch findet auf Deutsch und Chinesisch statt.
    Die Digitalisierung der Wirtschaft und Industrie 4.0 sind in aller Munde. Die kapitalistische Gesellschaft ist im Wandel und zugleich bleibt sie kapitalistisch. Was ist neu? Inwiefern lebt das Alte im Neuen fort? Wie können wir alle die technologischen Entwicklungen so gestalten, dass sie dem Wohl der gesamten Gesellschaft dienen? Die Referenten und Referentinnen sprechen diese Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven an.
    Von Essen bis Wickeln: Die Natur bestimmt den Rhythmus vieler Jungeltern. Damit Familienfreundlichkeit auch bei allen ankommt, hier einige Infos, wie und wo an der Universität Salzburg der Alltag mit Kleinkind leichter fällt.
    Ab sofort bis 3. Juli ist die Anmeldung zur ditact_women’s IT summer school der Universität Salzburg, die von 20. August bis 1. September am Unipark Nonntal und an der Fachhochschule Salzburg stattfindet, möglich.
    Zum Auftakt des 20. Österreichischen Juristentags findet am 23. Mai 2018 um 18 Uhr an der Universität Salzburg in der Reihe „Rechtspanorama“ eine Podiumsdiskussion zum Thema „Gefährden Facebook & Co die Demokratie?“ statt. Veranstalter sind die Tageszeitung „Die Presse“ und die Universität Salzburg.
    Renaud Dehousse is President of the European University Institute, a position held since 1 September 2016. Before coming to the EUI, he was Professor and Jean Monnet chair in EU law and European Policy Studies at Sciences Po Paris from 2005 to 2016, where he founded and directed the Centre d'études européennes.
    Vortragsreihe Erziehungswissenschaftliche Migrationsforschung in vergleichender Perspektive, Auftakt am 17. April 2018, 17.15–18.45 Uhr, HS Thomas Bernhard (Unipark)
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    29.05.18 Was bedeutet freie Kultur-, Medienarbeit und Projektarbeit?
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    29.05.18 Erziehungswissenschaftliche Migrationsforschung in vergleichender Perspektive
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    30.05.18 Kommunikationsprozesse zwischen Kunstschaffen und Öffentlichkeiten
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