Methoden empirischer Sozialforschung

Seit rund 15 Jahren forschen und publizieren Mitglieder der Abteilung Soziologie über Methoden der empirischen Sozialforschung. In dieser Zeit sind über 60 Arbeiten (Bücher, Zeitschriftenartikel, Buchbeiträge) entstanden. Hierbei sind jene Arbeiten, in denen Methoden angewendet wurden, noch gar nicht mitgezählt, sondern nur solche, die methodische oder methodologische Fragen zum Gegenstand haben.

Der Großteil der Arbeiten beschäftigt sich mit grundlegenden methodologischen Fragen, insbesondere im Bereich sozialwissenschaftlicher Datenkonstruktion. Reinhard Bachleitner, Martin Weichbold und Wolfgang Aschauer fokussieren hierbei auf die Methode der Befragung und auf die Umfrageforschung. Die Datengewinnung bei sozialwissenschaftlichen Umfragen wird als vielschichtiger Prozess verstanden, der innerhalb mehrerer Phasen (z.B. in der Stichprobenziehung, in der Durchführung der Untersuchung, auf Seite der Befragten und in der Dateninterpretation) anfällig für Verzerrungen ist. Über diesen ganzheitlichen Zugang soll Datenqualität in einem umfassenden Verständnis analysiert und wesentliche Bausteine einer Theorie der Befragung entwickelt werden.

Ein aktuelles Spezialgebiet der Abteilung Soziologie ist die Bearbeitung grundsätzlicher methodologischer Herausforderungen im Kulturvergleich. So stellt  Konstruktäquivalenz ein wichtiges Gütekriterium der kulturvergleichenden Forschung dar. Nur wenn die jeweiligen theoretischen Konzepte über alle Kulturen hinweg gleichwertig und funktional äquivalent gemessen werden, kann Inhaltsvalidität im Kulturvergleich erreicht werden. Aktuelle Forschungstätigkeiten betreffen beispielsweise die Vergleichbarkeit von Konzepten bei spezifischen Forschungsthemen (z.B. Wellbeing) und die Analyse von Äquivalenzproblemen innerhalb der verschiedenen Stadien einer Umfrage (z.B. kulturelle Antwortstile bei den Befragten).

Neben den vielfältigen Forschungs- und Publikationsleistungen (Publikationen) hat die Abteilung Soziologie durch die Organisation von Tagungen (Tagungen) und durch eine starke Präsenz auf nationalen und internationalen Konferenzen (Vorträge und Sessionorganisationen) zu einer breiten nationalen und internationalen Vernetzung der Abteilung Soziologie beigetragen  und stärkt das Profil der Salzburger Soziologie nach außen (Institutionelle Vernetzung).

Zudem wurden in den letzten Jahren auch beachtliche Erfolge in der Drittmittelacquise erzielt. In den letzten Jahren wurde ein umfangreiches und hochdotiertes Projekt zur Schmerzforschung abgeschlossen, wo Martin Weichbold und Wolfgang Aschauer mit der Datenanalyse betraut waren. Derzeit ist die Abteilung Soziologie in einem FFG-Projekt involviert. Im Rahmen des Sicherheitsschwerpunktes „Schutz von kritischen Infrastrukturen“ soll nach einer Analyse vorliegender Indikatoren zu Migrationsbewegungen und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen ein Konzept für ein Zukunftslagebild (Foresight-Cockpit) entworfen und prototypisch implementiert werden (Drittmittelprojekte).  

Rückfragen und Kontakt: Martin.Weichbold(at)sbg.ac.at; Wolfgang.Aschauer (at) sbg.ac.at

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    Der Salzburger Biowissenschaftler Robert R. Junker wird für seine Arbeiten zur Biodiversität mit einer 1,2 Millionen dotierten START- Förderung ausgezeichnet. Ein Ziel von Junkers Projekt „Sequentielle Entstehung von Funktionaler Multidiversität“ ist es, ein umfassendes Verständnis für die Ökosystemprozesse zu erlangen, um so zukünftige Naturschutzmaßnahmen besser planen und ergreifen zu können.
    Die Salzburger Hochschulwochen finden unter dem Titel „ANGST?“ vom 30. Juli bis 5. August in der Großen Aula sowie in Hörsälen der Theologischen Fakultät statt.
    Ass. Prof. Dr. Susanne Auer-Mayer vom Fachbereich Arbeits- und Wirtschaftsrecht der Universität Salzburg wurde von Bundespräsident Alexander van der Bellen mit dem Herbert Tumpel Preis für ihre Habilitationsschrift „Mitverantwortung in der Sozialversicherung“ gewürdigt. Der Preis wird im Rahmen des Theodor Körner Fonds vergeben.
    Tanja Angelovska und Dietmar Roehm (beide von der PLUS) sind als einzige österreichische Wissenschaftler als assoziierte Mitglieder des internationalen Forschungszentrums CARILSE (Centre for Applied Research and Innovation in Language Sciences and Education) an der University of Portsmouth nominiert worden.
    Im Jahr 2018 fördert die Europäische Kommission über alles Wissenschaftsdisziplinen hinweg 42 Masterstudiengänge im Programm Erasmus+. Fünf davon werden von österreichischen Universitäten koordiniert, gleich zwei von der Universität Salzburg: Digital Communication Leadership und Digital Earth
    Bundesminister Heinz Faßmann zeichnete kürzlich die Didaktik der Naturwissenschaften (Universität Salzburg - School of Education) für ihre hohe Qualität aus. Die Arbeitsgruppe erhielt wiederholt die Auszeichnung „Regional Educational Competence Center (RECC)“. Dabei wurde die Leistung in Biologie, Chemie, Geometrisches Zeichnen/Darstellende Geometrie, Informatik, Mathematik, Mediendidaktik und Physik honoriert.
    Die 6. Salzburg Summer School findet vom 3. bis 4. September 2018 statt. Zwei Tage lang wird ein umfassendes pädagogisches Sommerfortbildungsprogramm für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende aller Schulformen und Unterrichtsfächer angeboten. Anmeldungen sind möglich.
    Vom Hortus Medicus zur Pharmaforschung. Eine Ausstellung des Verbandes Botanischer Gärten 2018
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