salzburger Apotheker-Kräutergarten

 

 

Hier finden Sie auf 300 m2 ca. 280 verschiedene Arznei- und Heilpflanzen. Vorläufer der bereits ab dem 16. Jahrhundert eingerichteten Botanischen Gärten war der mittelalterliche "hortus botanicus", der Kräutergarten der Klöster, in dem Heil- und Gewürzkräuter angebaut wurden. Als dann im Abendland die ersten Universitäten gegründet wurden, legten auch sie zur Ausbildung von Ärzten und Apothekern einen Botanischen Garten an. Spielten doch in der damaligen Zeit Arzneipflanzen eine bedeutende Rolle.

In der heutigen Zeit, in der die Menschen versuchen, wieder naturbezogener zu leben, haben Nachfrage und Verbrauch an pflanzlichen Arzneimitteln und Teemischungen einen enormen Aufschwung erfahren. Deshalb hat die Heilpflanze nicht nur für den interessierten Laien, sondern auch für den Arzneimittelhersteller, Mediziner und Apotheker größte Bedeutung. 

Mit Unterstützung des Apothekerstandes in Stadt und Land Salzburg war es möglich, den Apotheker Kräutergarten auf dem prächtigen Gelände der Universität Salzburg zu errichten. Dieser Garten soll einen Überblick über die meisten der heute verwendeten heimischen Arznei- und Gewürzpflanzen geben und den Studierenden als Lehrgarten dienen, um Arzneipflanzen sicher zu erkennen und Verwechslungen mit Giftpflanzen zu vermeiden. 

Bei aller Wertschätzung, die wir unseren Heilpflanzen entgegenbringen, sollten wir dennoch niemals vergessen, dass diese keine Wundermittel sind. All denen, die sich selbst mit Heilpflanzen behandeln wollen, sei auch gesagt, dass diese nur wirken, wenn sie gezielt und richtig dosiert eingesetzt werden. Sich vorher mit dem Arzt oder Apotheker zu besprechen, ist allemal ratsam, um nicht, bei falscher Wahl einer Heilpflanze, Nebenwirkungen hervorzurufen. Wer aber mit Heilpflanzen richtig umzugehen weiß, kann viele Krankheiten am Entstehen hindern, Alltagsbeschwerden lindern und die ärztliche Therapie mit Medikamenten sinnvoll ergänzen.

 

 

Führungen

  • Jeden Dienstag von 11. Juni bis 27. August 2019 von 18.30 bis 20.30 Uhr
  • Sonntagsführungen am 7. Juli und 11. August 2019 von 10.00 bis 12.00 Uhr

Diese Führungen finden ohne Anmeldung und kostenlos statt.

 

Arzneipflanze des JAhres

In 2017 wurde erstmals die Arzneipflanze des Jahres in Österreich durch die Herbal Medicinal Products Platform Austria (HMPPA) ausgesprochen:

Das Mutterkraut, Tanacetum parthenium.

Deutsche Wissenschaftler der Universität Würzburg wählen seit 1999 alljährlich die Arzneipflanze des Jahres. Nach diesem Vorbild hat sich die Herbal Medicinal Products Platform Austria (HMPPA, http://www.hmppa.at/) – bestehend aus Experten der pharmazeutischen Institute der Universitäten Graz, Innsbruck und Wien – ebenso zur Aufgabe gemacht, die Wahl der Arzneipflanze des Jahres in Österreich zu etablieren.

 

Mutterkraut: Tanacetum parthenium, Asteraceae (Korbblütler)

Volkstümliche Namen: Falsche Kamille, Fieberkraut

Inhaltsstoffe: Chrysanthenol, ätherische Öle, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Borneol, Kampfer, Carvacrol, Eugenol, Gerbstoff, Pyrethrin, Sabinol, Santamarin, Thymol

Anwendung: Traditionell ist das Mutterkraut eine Pflanze für die Frauen. Es fördert die Monatsblutung und reguliert den Menstruationszyklus. Krämpfe werden gelindert. In den Wechseljahren gleicht es den Hormonmangel aus und lindert daher die typischen Wechselbeschwerden. In den letzten Jahren hat es wieder vermehrt die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, da seine Wirkung gegen Kopfschmerz und vor allem Migräne wieder publik wurde. Allerdings hilft es nicht so sehr in der Akutphase der Migräne, sondern regelmäßig über längere Zeit eingenommen kann es die Stärke und Häufigkeit von Migräneattacken verringern. Am meisten Sinn macht die Einnahme von hoch dosierten und standardisierten Präparaten aus der Apotheke.

In der Volksheilkunde wird es auch bei Husten, Erkältung und Fieber verwendet. Es lindert Blähungen und fördert die Verdauung. Gegen die Folgen von Insektenstichen kann man Mutterkrauttinktur auf die betroffene Stelle auftragen.

  • News
    Für seine Publikation zur Entgiftung der Metalle Strontium und Barium in den Zellen der Hochmoor-Grünalge Micrasterias erhält der Salzburger Biologe Martin Niedermeier den Fritz-Grasenick-Preis 2018 der Österreichischen Gesellschaft für Elektronenmikroskopie (ASEM) im Bereich Life Sciences. Niedermeier hat entdeckt, dass diese Algen aus den Schadstoffen Kristalle bilden, um mit ihnen zurechtzukommen und hat dies mit speziellen Methoden der Elektronenmikroskopie nachgewiesen.
    jeweils mittwochs (10. April, 8. und 22. Mai 2019) von 13:00 - 14:00 Uhr im Clubraum der KHG (Wiener-Philharmoniker-Gasse 2, Salzburg)
    Eine botanische Malerin, Mischa Skorecz sowie ein Fotograf, Mischa Erben stellen Ihre Bilder im Botanischen Garten Salzburg aus.
    Wo: Im Botanischen Garten, Hellbrunnerstr. 34, A-5020 Salzburg
    Wann: 15.4. bis Ende August 2019.
    »Das Bedürfnis nach gerechter Sühne« Wege von »Berufsverbrecherinnen« in das Konzentrationslager Ravensbrück
    Bereits zum zweiten Mal wandert die >KinderUNI unterwegs< mit gebündeltem Wissen in die Region Pongau, heuer in das Bundeschullandheim Schloss Tandalier in Radstadt. Am 2. und 3. Mai 2019 bietet die Universität Salzburg gemeinsam mit akzente Salzburg dem Regionalverband und der KLAR!-Region Pongau, der LAG Lebens.Wert.Pongau, der Kompass Mädchenberatung sowie Architektur - Technik + Schule ein buntes und kostenfreies Programm.
    Gastvortrag von Herrn Univ.-Prof. Dr. Andreas Heil, Universität Wien, am Montag, 6.5.2019, 17.30, Residenzplatz 1, Abguss-Sammlung SR. E.33, Fachbereich Altertumswissenschaften
    Montag, 06.05.2019 um 17:00 Uhr, UniPark: Vortrag von Kohei Saito, Universität Osaka, Japan, im Rahmen der Ringvorlesung "Globale Herausforderungen - Antworten auf den Klimawandel"
    Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Theologie im Zeichen der Zeit"am 7. Mai 2019 um 18:00 im HS 101 der Katholisch-Theologischen Fakultät (Universitätsplatz 1, Salzburg, EG) statt.
    Was Arbeit mit Kommunikation zu tun hat 8. Mai 2019, 15.00-18.00, FÜNFZIGZWANZIG, Residenzplatz 10, 5020 Salzburg
    Vortrag von Daniel Tanuro, Agraringenieur und ökosozialistischer Aktivist, am Donnerstag, 9. Mai um 19:30 im UniPark Salzburg im Rahmen der Ringvorlesung "Globale Herausforderungen - Antworten auf den Klimawandel"
    Vortrag von Birgit Mahnkopf, Berlin, am Donnerstag, 9. Mai um 18 Uhr im UniPark Salzburg im Rahmen der Ringvorlesung "Globale Herausforderungen - Antworten auf den Klimawandel"
    Am: 16.05.2019 // Zeit: 18:30h s.t. - 20:00h // Ort: Hörsaal 209 (!) der Rechtswiss. Fakultät der Universität Salzburg // Churfürststraße 1 // A-5020 Salzburg // (Zugang beschildert)
  • Veranstaltungen
  • 24.04.19 subnetTALK: Tangible Aesthetics (Vortragssprache EN)
    25.04.19 Netzwerk Qualitative Methoden
    25.04.19 Praxisseminar Sozialversicherung - Unmittelbarkeit der Leistungserbringung
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