salzburger Apotheker-Kräutergarten

 

 

Hier finden Sie auf 300 m2 ca. 280 verschiedene Arznei- und Heilpflanzen. Vorläufer der bereits ab dem 16. Jahrhundert eingerichteten Botanischen Gärten war der mittelalterliche "hortus botanicus", der Kräutergarten der Klöster, in dem Heil- und Gewürzkräuter angebaut wurden. Als dann im Abendland die ersten Universitäten gegründet wurden, legten auch sie zur Ausbildung von Ärzten und Apothekern einen Botanischen Garten an. Spielten doch in der damaligen Zeit Arzneipflanzen eine bedeutende Rolle.

In der heutigen Zeit, in der die Menschen versuchen, wieder naturbezogener zu leben, haben Nachfrage und Verbrauch an pflanzlichen Arzneimitteln und Teemischungen einen enormen Aufschwung erfahren. Deshalb hat die Heilpflanze nicht nur für den interessierten Laien, sondern auch für den Arzneimittelhersteller, Mediziner und Apotheker größte Bedeutung. 

Mit Unterstützung des Apothekerstandes in Stadt und Land Salzburg war es möglich, den Apotheker Kräutergarten auf dem prächtigen Gelände der Universität Salzburg zu errichten. Dieser Garten soll einen Überblick über die meisten der heute verwendeten heimischen Arznei- und Gewürzpflanzen geben und den Studierenden als Lehrgarten dienen, um Arzneipflanzen sicher zu erkennen und Verwechslungen mit Giftpflanzen zu vermeiden. 

Bei aller Wertschätzung, die wir unseren Heilpflanzen entgegenbringen, sollten wir dennoch niemals vergessen, dass diese keine Wundermittel sind. All denen, die sich selbst mit Heilpflanzen behandeln wollen, sei auch gesagt, dass diese nur wirken, wenn sie gezielt und richtig dosiert eingesetzt werden. Sich vorher mit dem Arzt oder Apotheker zu besprechen, ist allemal ratsam, um nicht, bei falscher Wahl einer Heilpflanze, Nebenwirkungen hervorzurufen. Wer aber mit Heilpflanzen richtig umzugehen weiß, kann viele Krankheiten am Entstehen hindern, Alltagsbeschwerden lindern und die ärztliche Therapie mit Medikamenten sinnvoll ergänzen.

 

 

Führungen

  • Jeden Dienstag von 12. Juni bis 28. August 2018 von 18.30 bis 20.30 Uhr
  • Sonntagsführungen am 1. Juli und 12. August 2018 von 10.00 bis 12.00 Uhr

Diese Führungen finden ohne Anmeldung und kostenlos statt.

 

Arzneipflanze des JAhres

In 2017 wurde erstmals die Arzneipflanze des Jahres in Österreich durch die Herbal Medicinal Products Platform Austria (HMPPA) ausgesprochen:

Das Mutterkraut, Tanacetum parthenium.

Deutsche Wissenschaftler der Universität Würzburg wählen seit 1999 alljährlich die Arzneipflanze des Jahres. Nach diesem Vorbild hat sich die Herbal Medicinal Products Platform Austria (HMPPA, http://www.hmppa.at/) – bestehend aus Experten der pharmazeutischen Institute der Universitäten Graz, Innsbruck und Wien – ebenso zur Aufgabe gemacht, die Wahl der Arzneipflanze des Jahres in Österreich zu etablieren.

 

Mutterkraut: Tanacetum parthenium, Asteraceae (Korbblütler)

Volkstümliche Namen: Falsche Kamille, Fieberkraut

Inhaltsstoffe: Chrysanthenol, ätherische Öle, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Borneol, Kampfer, Carvacrol, Eugenol, Gerbstoff, Pyrethrin, Sabinol, Santamarin, Thymol

Anwendung: Traditionell ist das Mutterkraut eine Pflanze für die Frauen. Es fördert die Monatsblutung und reguliert den Menstruationszyklus. Krämpfe werden gelindert. In den Wechseljahren gleicht es den Hormonmangel aus und lindert daher die typischen Wechselbeschwerden. In den letzten Jahren hat es wieder vermehrt die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, da seine Wirkung gegen Kopfschmerz und vor allem Migräne wieder publik wurde. Allerdings hilft es nicht so sehr in der Akutphase der Migräne, sondern regelmäßig über längere Zeit eingenommen kann es die Stärke und Häufigkeit von Migräneattacken verringern. Am meisten Sinn macht die Einnahme von hoch dosierten und standardisierten Präparaten aus der Apotheke.

In der Volksheilkunde wird es auch bei Husten, Erkältung und Fieber verwendet. Es lindert Blähungen und fördert die Verdauung. Gegen die Folgen von Insektenstichen kann man Mutterkrauttinktur auf die betroffene Stelle auftragen.

  • News
    45 Teilnehmer und 15 Vortragende aus aller Welt diskutieren derzeit im Rahmen des 20. Jubiläumssommerkurses der Salzburg Law School on International Criminal Law, Humanitarian Law and Human Rights Law aktuelle Probleme des Völkerstrafrechts.
    Montag 20.08., 12:30-15:00, Unipark Salzburg, Georg-Eisler-Saal
    Der Angst als Grundgefühl der Gegenwart, deren pathologischer Ausformung zu widerstehen sei, waren die Salzburger Hochschulwochen 2018 gewidmet.
    Wer gut schläft, lernt besser. Das hat jetzt eine Langzeitstudie an Schülern bestätigt. Konkret haben Salzburger Schlafforscher um Kerstin Hödlmoser in einem 8-Jahres-Vergleich herausgefunden, dass für das Festigen von Informationen im Schlaf ein ganz bestimmtes Hirnstrommuster eine Schlüsselrolle spielt.
    Am Samstag, den 22. September 2018 ab 11 Uhr stellt der Botanische Garten die Bilder der Künstlerin Karin Wimmeder aus. Nur bei Schönwetter, Ersatztermin: Samstag, 29. September 2018, 11 Uhr. Musikalisch untermalt von der Rhythmusgruppe "Schlagartig.org".
    Von 31.Juli bis 31. August 2018 zeigt das Literaturarchiv Salzburg die Ausstellung "Raus aus der Stadt! Hofmannsthal und das Junge Wien auf Sommerfrische". Dies ist der einzige außerhalb Wiens gezeigte Teil eines vom Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Theorie der Biographie initiierten Ensembles von Ausstellungen mit dem Titel „Das Junge Wien. Natur plus X“ zur Autorengruppe Jung-Wien – Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler, Richard Beer-Hofmann, Hermann Bahr und Felix Salten.
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    Die 6. Salzburg Summer School findet vom 3. bis 4. September 2018 statt. Zwei Tage lang wird ein umfassendes pädagogisches Sommerfortbildungsprogramm für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende aller Schulformen und Unterrichtsfächer angeboten. Anmeldungen sind möglich.
    Vom Hortus Medicus zur Pharmaforschung. Eine Ausstellung des Verbandes Botanischer Gärten 2018
    Am 6. Dezember 2018 finden an der Universität Salzburg die WTZ Training Days zum Thema Kommunikation, Dissemination und Verbreitung in H2020-Projekten statt.
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