assoz. FG Nematologie

Die Forschungsgruppe beschäftigt sich mit strukturellen (Taxonomie, Morphometrie, Gemeinschaftstrukturen) und funktionellen (Nahrungsnutzung, trophische Stellung) Aspekten von freilebenden Süßwasser-Nematoden. Nematoden stellen eine oft vernachlässigte Tiergruppe in der limnologischen Forschung dar. Bisherige Studien konnten aber bereits zeigen, dass Nematoden in sehr unterschiedlichen Süßwasserhabitaten individuen- und artenreich vertreten sind. Diese Präsenz führt zur generellen Annahme, Süßwasser-Nematoden könnten nicht unerheblich zu ökosystemaren Dienstleistungen (u.a. Aufrechterhalten der Wasserqualität) beitragen. Fakt ist aber, dass Struktur und Funktion der Nematodengemeinschaften, ihre Plastizität gegenüber extrem unterschiedlichen Umweltbedingungen unzureichend verstanden sind. Dadurch ergeben sich immer noch zahlreiche, oft auch herausfordernde, Fragestellungen und Forschungsansätze an der Basis der Grundlagenforschung.

Um sich einigen dieser essentiellen Fragestellungen zu widmen, untersucht die Forschungsgruppe daher Zusammenhänge zwischen Nematoden und ihrer abiotischen und biotischen Umwelt in Süßgewässern. Aktuell stehen zwei völlig unterschiedliche und auch extreme Lebensräume im Fokus, die zudem unterschiedlichen klimatischen Einflüssen unterworfen sind: Gletscherbäche als extrem variable und Grundwasserkörper als vergleichsweise stabile Systeme. Experimentelle Ansätze (Mesokosmen) können neben dem „Freilandlabor“ Lebensraum zusätzlichen Aufschluss über mögliche Zusammenhänge liefern. Die standardmäßige Probenaufbereitung (u.a. Zentrifugieren, Färben) ist unerlässlich für licht - und elektronenmikroskopische Analysen, die letztendlich Aufschluss über Artenspektrum, Nahrungstypen von Nematoden, aber auch über die mit ihnen gemeinsam vorkommenden Mikro- und Meioorganismen (u.a. Bakterien, Algen, Rotatoria, Tardigrada, Copepoda), sowie über die Mikrotextur der entsprechenden Lebensräume geben. Barcode-Analysen ermöglichen detaillierteren Einblick in die taxonomische Variabilität. Isotopen Analysen können weiteren Aufschluss über die trophische Position, und somit über die funktionelle Variabilität von Nematoden geben. Die Untersuchung zusätzlicher, völlig unterschiedlich strukturierter Lebensräume (Quellen, intermittierende Gewässer, und andere Fließgewässersysteme) tragen ebenfalls zum Kenntnisgewinn über Struktur, Funktion und Plastizität von Süßwasser-Nematoden bei.

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    Mehr als hundert Teilnehmerinnen, Interessierte und UnterstützerInnen der ditact fanden sich gestern Montag im Unipark Nonntal zur Eröffnung der diesjährigen ditact_women´s IT summer studies ein. 216 Teilnehmerinnen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum haben sich zu den 46 Lehrveranstaltungen rund um die IT und Digitalisierung der IT-Sommeruniversität angemeldet, die zwei Wochen lang am Unipark Nonntal läuft und bereits das siebzehnte Mal von der Universität Salzburg durchgeführt wird.
    Für Ihre Dissertation „Die Ortsnamen im Lungau“ wurde der Doktorandin Magdalena Schwarz am Fachbereich Linguistik der Universität Salzburg das DOC-Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) zuerkannt.
    Die Salzburger Armenologin Jasmine Dum-Tragut eröffnet am 31. August 2019 im Genozid-Museum in Jerewan die erste Ausstellung, die das Schicksal armenischer Kriegsgefangener in den österreichischen Gefangenenlagern im Ersten Weltkrieg zeigt.
    Am Ende der Salzburger Hochschulwochen plädierte der scheidende Rektor Heinrich Schmidinger für einen zeitgemäßen Humanismus als Reaktion auf eine komplexe und unübersichtlich gewordene Welt. Wer der Sehnsucht nach Einfachheit nachgebe, läute die Stunde der Ideologien ein.
    Der Botanische Garten lädt ein zu einer kostenlosen Führung! Treffpunkt: Eingang zum Botanischen Garten. Dauer: ca. zwei Stunden. Die Führung findet bei jedem Wetter statt. Botanischer Garten, Hellbrunnerstrasse 34.
    Die 7. Salzburg Summer School findet vom 02. bis 03. September 2019 statt. Es wird ein umfassendes pädagogisches Sommerfortbildungsprogramm für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende aller Schulformen und Unterrichtsfächer angeboten. Anmeldungen sind möglich.
    Demokratie und Rechtsstaat scheinen in Europa schon bessere Zeiten erlebt zu haben. Die jüngsten Entwicklungen in vielen Staaten weisen auf einen Abbau von Rechtsstaatlichkeit, Grundrechten und Demokratie hin.
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