Aktuelles

2. Workshop des IZMF-Nachwuchsnetzwerks am 1. Dezember 2017

Am Freitag, 1. 12. 2017 findet von 10.00 bis 16.30 Uhr zum zweiten Mal ein Workshop des im Vorjahr gegründeten IZMF-Nachwuchsnetzwerks statt. Diesmal steht besonders das Potenzial der Digital Humanities für die Wissenschaft im Vordergrund. Interessierte Nachwuchswissenschaftler_innen, deren Forschungsgebiete sich im Bereich von Mittelalter und Frühneuzeit bewegen, sind herzlich eingeladen, sich bis 20. November per Mail an isabella.nicka(at)sbg.ac.at für die Teilnahme anzumelden!

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Ringvorlesung Wintersemester 2017/18: "Gott und Götter, Heilige und Helden - Interferenzen von biblischen und antiken Narrativen in Mittelalter und Früher Neuzeit

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Die ‚großen‘ Erzählungen der Antike und der Bibel prägen die mittelalterliche wie die frühneuzeitliche Kultur. Auf dem Gebiet von Politik, Geschichte und Geschichtsdenken ist etwa die Bedeutung der Troja- und Aeneassage für die translatio-Idee beispielgebend, die das Konzept und das Selbstverständnis des christlichen Kaisertums maßgeblich konstituiert. Ihren Niederschlag findet sie in den Genealogien, die die verschiedensten europäischen Adelsgeschlechter bis in die Neuzeit hinein an Rom oder Troja zurückbinden. Die christliche Theologie setzt sich seit ihren Anfängen mit antiker Mythologie kritisch, aber auch in aneignender Deutung auseinander. Antike Formen, namentlich die Referenz auf Vergil prägen bereits die spätantike christliche Epik. Eine komplexe und ambivalente Auseinandersetzung mit Mythologie bestimmt und befördert die mittellateinische wie die volkssprachliche Dichtung. Der interpretative Zugriff auf den Mythos, wie ihn insbesondere die Metamorphosen Ovids vermitteln, ist dabei ein wichtiges Organon, das in anderen, zum Teil neuen Formen auch in Renaissance und Humanismus, wirksam bleibt. Die Ringvorlesung setzt sich mit einschlägigen Phänomenen und Dynamiken der Transformation, der Konfrontation und der Interferenz an den Schnittstellen des Antiken mit dem Biblischen auseinander.

Das Programm ist unterdiesem Link abrufbar.

Relaunch der MHDBDB

 

Am 1. Dezember 2016 startete der Relaunch der Mittelhochdeutschen Begriffsdatenbank (MHDBDB). In den kommenden zwei Jahren wird die Datenbank einem Redesign und einer Migration unterzogen. Zukünftig soll noch mehr Wert gelegt werden auf offene Systemstellen und die bisher schon essenzielle Open Access-Policy weiter vorangetrieben werden (Downloadbarkeit urheberrechtlich unproblematischer Texte und großzügige Datenauszüge ebenso wie eine öffentlich zugängliche IT-Dokumentation).
Die vorhandenen Texte werden in das XML-TEI-Format konvertiert. TEI (Text Encoding Initiative) stellt heute einen de facto-Standard in den Geisteswissenschaften dar und wird zur Kodierung und Auszeichnung von Texten verwendet.

Weiters wird die Oberfläche komplett überarbeitet und auf den neuesten Stand der Technik und Usability gebracht. So kann die MHDBDB danach auch auf mobilen Geräten wie Tablets oder Smartphones genutzt werden.
Eine neue Abfragesprache wird komplexe Recherchen ermöglichen, ebenso die Verknüpfung mit externen Datenquellen (z.B. des Semantic Webswie LOD) und auch den Export der Daten in die unterschiedlichsten Formate wie z.B. PDF, TEI, LaTeX, XLS oder Graphen (zur weiteren Verarbeitung z.B. mit Gephi). 

Neue Tools, die dabei entstehen sollen, sind u.a.: Synonym-, Komposita- und Reimwörterbücher des Mittelhochdeutschen, die Abfrage eines autor- und textspezifischen Wortschatzes (Hapaxlegomena), Visualisierungsanwendungen, eine NutzerInnen-spezifische Oberfläche mit Speichermöglichkeit („myMHDBDB“), sowie ein automatischer Disambiguierer, der Mehrdeutigkeit von Wörtern auflösen können wird. Zudem wird das Begriffssystem der MHDBDB auf der Basis von Ontologien überarbeitet. Dabei werden die (meisten) bestehenden hierarchischen Relationen der Categories (Begriffsfelder) beibehalten, jedoch um zahlreiche weitere (Poly-)Hierarchien sowie standardisierte Tags erweitert und außerdem ein Netzwerk von Äquivalenzrelationen über den Wortbestand gelegt, vergleichbar mit dem nhd. Wortmaterial im lexikalisch-semantischen Netz von GermaNet. Assoziationsrelationen, die an die Vorgehensweise bekannter Onlineshops erinnern („Kunden, die sich für dieses Buch interessierten, kauften auch…“), sind ebenfalls in Arbeit. 

Vom Institut für Literaturwissenschaft sowie dem Institut für Maschinelle Sprachverarbeitung an der Universität Stuttgart konnte bereits auf Basis der Texte und des Wortindexes der MHDBDB eine Trainingsdatei für einen Tree-Tagger erstellt werden. Das Trainingskorpus enthält etwa 10 Millionen tokens und repräsentiert unterschiedliche Gattungen, Epochen und Dialekte. Dieser Tree-Tagger ist nun Basis für die weitere Entwicklung des automatischen Disambiguierers der MHDBDB im Zuge des Relaunches. Details s. http://www.ims.uni-stuttgart.de/forschung/ressourcen/werkzeuge/PoS_Tag_MHG.html (Koordination Stuttgart: Prof.Dr. Manuel Braun und Dr. Nils Reiter) 

Der Relaunch der MHDBDB erfolgt unter der Leitung von: Daniel Schlager (MHDBDB-Team Salzburg). Fragen zum Relaunch können Sie direkt stellen an Daniel.schlager(at)sbg.ac.at 

Wir halten Sie über den Fortschritt auf dem Laufenden.

Studienergänzung und Studienschwerpunkt "Interdisziplinäre Studien zu Mittelalter und früher Neuzeit"

Studienergänzung/-schwerpunkt

Seit dem Wintersemester 2014/15 ist es interessierten Studierenden möglich, LVen verschiedener Fachbereiche, die in Zusammenhang mit Mittelalter und Früher Neuzeit stehen, zu einer Studienergänzung oder einem Studienschwerpunkt zu bündeln.

Weitere Informationen erhalten Sie unter diesem Link:Studienergänzung/Studienschwerpunkt

  • News
    Am Do 23.11., 19 Uhr, spricht Alt-Bundespräsident Dr. Heinz Fischer über "Demokratie im Wandel". Veranstaltungsort der 38. Salzburger Vorlesung ist die Große Universitätsaula am Max-Reinhardt-Platz. Bitte um Anmeldung: hier
    Rund 200 Vertreter/innen aller österreichischen Universitäten und Hochschulen trafen an der Universität Salzburg zusammen, um Entwicklungen der internationalen Zusammenarbeit zu diskutieren.
    Am 22.11.2017 findet im Heimatmuseum Ebensee die Auftaktveranstaltung zu einem gemeinsamen Projekt der Universität Salzburg und des Frauenforums Salzkammergut zum Thema „Frauenarbeit im Blick – Die Geschichte der Arbeiterinnen in der Spinnerei und Weberei Ebensee“ statt.
    Das Universitätsfitnesszentrum präsentiert sich in neuem Kleide. Sechs Jahre nach seiner Eröffnung wurde es jetzt über den Sommer ausgebaut und deutlich vergrößert.
    Nutze die Gelegenheit zu echten Matchings bei Fair & Creative am 22.11.2017 - 11 Unternehmen, Institutionen, Startups wollen mit dir ins Gespräch kommen! 22.11.2017, ARGEkultur Salzburg, 14:00-18:00 Uhr
    „Reshaping European cities? – Exploring policies, practices and everyday realities concerning ‛Airbnbification’” am Fachbereich Geographie und Geologie.
    Am 14. November 2017 stellte die Universitätsbibliothek Salzburg ihre bereits sechste Publikation (»In Stein gemeißelt - Salzburger Barockinschriften erzählen«) in der Reihe uni:bibliothek mehr als 350 interessierten BesucherInnen in der großen Aula der Universität Salzburg vor.
    Dr. Thomas Berger wurde im Rahmen der 17. Österreichischen Chemietage, die vom 25.-28. September 2017 an der Universität Salzburg stattfanden, von der Gesellschaft Österreichischer Chemiker (GÖCh) ausgezeichnet.
    Am Samstag, den 11. November wurde an Rektor Heinrich Schmidinger der Kardinal-Innitzer-Würdigungspreis 2017 in der Kategorie „Geisteswissenschaft“ verliehen.
    Prof. Elisabeth Klaus und Dr. Anita Moser laden zu einem Symposium am Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst (Berggasse 12) ein.
    Gastvortrag am Montag, 4. Dezember 2017, 18.30 Uhr mit Dr. Mathias Piana (Augsburg) in der Abguss-Sammlung SR E.33, Klassische und Frühägäische Archäologie, Residenzplatz 1.
    Do 23.11.2017, 17.15 Uhr, HS E.001 (Unipark) - Univ.-Prof. Dr. Gerhard Langer (Wien) - Dämonen in persischen und talmudischen Texten
    Die Forschungsgruppe Medienwandel organisiert zum Thema Fake News eine Veranstaltung mit zwei Podiumsdiskussionen im SN-Saal.
    ICANN gilt als die “Regierung” des Internet. Diese NGO stellt sicher, dass Zugriff und Abruf reibungslos funktionieren und sie vergibt die so genannten Top Level Domains. Ihre zentrale Position im weltweiten Netzwerk hat ICANN aber auch Kritik eingetragen – vor allem die Politik der Berücksichtigung einschlägiger zivilgesellschaftlicher Organisationen gibt zu reden.
    Dr. Maddalena Barenghi, Universität Salzburg, Fachbereich Geschichte, hält am 22.11. am Chinazentrum einen Vortrag über „Writing of Events Past to Understand the Ages to Come: An Introduction to History Writing in Imperial China“.
    Die achte Tagung der "Salzburger interdisziplinären Diskurse" zum Thema Von "schöner Vielfalt" zu prekärer Heterogenität. Bildungsprozesse in pluraler Gesellschaft findet am 30. November und 1. Dezember 2017 im HS 2.407 der School of Education im Unipark Nonntal (Erzabt-Klotz-Straße 1, Salzburg, 2. OG) statt.
    Ingrid Gilcher-Holtey, Uni Bielefeld, hält am 1. Dezember, 19.30 Uhr, einen Gatvortrag über den Künstler als Intellektuellen in der Tradition der Avantgarde (KunstQuartier, W&K-Atelier, Bergstr. 12a, 1. OG).
    Symposium - Freitag, 1. Dezember 2017, 14.00 - 19.30 Uhr, W&K Atelier, Bergstraße 12a, Salzburg. Flucht ist ein zentrales Thema in der medialen Berichterstattung Österreichs, findet aber seit einiger Zeit - und insbesondere seit Sommer/Herbst 2015 - auch in der zeitgenössischen Kunst und Kulturarbeit verstärkt Eingang.
    In der Frühen Neuzeit etabliert sich eine Vielzahl von Vermittlungsfiguren – zwischen Machtblöcken, Staaten, Konfessionen, Sprachen, Kulturen, Statusgruppen, Gattungen, Geschlechtern, Wissenschaften und Künsten.
  • Veranstaltungen
  • 22.11.17 Fair & Creative
    22.11.17 Sozialpädagogische Blicke
    22.11.17 „Writing of Events Past to Understand the Ages to Come: An Introduction to History Writing in Imperial China“
    23.11.17 The dual Minkowski problem
    23.11.17 Vermittlungsfiguren und Vermittlungskonflikte im 17. und frühen 18. Jahrhundert
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