argonaut

40Ar/39Ar Geochronologie WAS IST DAS ?

Geochronologie ist jener Forschungsbereich in der Geologie, der sich mit der absoluten Altersbestimmung (im Gegensatz zur "relativen" Altersbestimmung, die sich der Fossilien bedient) von gelogischen Prozessen mit Hilfe von physikalischen Methoden bschäftigt.

40Ar/39Ar steht in diesem Zusammenhang für eine dieser Methoden, die auch in der AG Geologie der Universität Salzburg zur Verfügung steht. Die Methode beruht auf dem Zerfall von natürlich vorkommenden radioaktiven Isotopen, deren Verhältnis zu einem anderen stabilen Isotop mit Hilfe eines Massenspektrometers bestimmt werden kann. Das Salzburger Labor nennen wir ARGONAUT; ARGON steht für das verwendete Isotopensystem, AUT für Österreich.

1) In welchen Mineralen kommt Argon vor ? Argon (chem. Element Ar) ist ein Edelgas, das nicht nur in der Atmosphäre, sondern auch in verschiedenen Mineralen vorkommt; und zwar in jenen Mineralen, in denen auch das Element Kalium (chem. Element K) am Aufbau der Kristallstruktur beteiligt ist, also zum Beispiel in Kalifeldspat, Hellglimmer, Biotit, Hornblende, ....

2) Warum gibt es einen Zusammenhang zwischen K und Ar ? In der Natur gibt es verschieden K-Isotope. Isotope sind Variationen eines chemischen elementes mit gleicher Anzahl von Protonen (p), aber unterschiedlicher Anzahl an Neutronen (n) im Atomkern. Eines der drei in der NAtur vorkommenden Isotope von K, das Isotop mit der Massenzahl 40, 4019K, (alos jenes Element, das aus 19 p und 21 n besteht), ist radioaktiv. Das heisst, 4019K ist instabil, und zerfällt zu einem Isotop eines anderen Elementes, und zwar zu dem Ar-Isotop 4018Ar (das aus 18 p und 22 n besteht). Also: Argon (und zwar 4018Ar) wird im Mineral durch den natürlichen Zerfall aus dem natürlich vorkommenden radioaktiven Kalium-Isotop 4019K gebildet.

3) Und woher kommt das 39Ar ? Das andere Ar-Isotop, das für die Altersbestimmung mit Hilfe der 40Ar/39Ar-Methode notwendig ist, das 3918Ar, wird durch Bestrahlung der Mineralprobe in einem Reaktor aus dem stabilen K-Isotop 3919K erzeugt. Man braucht es um eine Ahnung zu haben, wieviel K überhaupt im Mineral drin ist.

4) Wie kann man 39Ar von 40Ar unterscheiden und messen ? Protonen und Neutronen besitzen Massen, sie "wiegen" etwas. Und Isotope mit einer unterschiedlichen Anzahl an Protonen und Neutronen (also unterschiedlichen Massenzahlen m = p + n), sind demzufolge unterschiedlich schwer - je mehr Protonen und/oder Neutronen, umso schwerer das Isotop ! Und verschieden schwere Isotope lassen sich mit Hilfe eines Massenspektrometers voneinander abtrennen und danach abzählen - das ist das Prinzip der Massenspektrometrie !

5) Und wie bekommt man das Argon aus dem Mineral raus ? Dazu werden die Mineral in das Hochvakuum-System, das an das Massenspektrometer angeschlossen ist, eingebracht, und mit einem LASER-Strahl thermisch erwärmt bis sie schmelzen.

  • News
    Salzburg Summer School “European Private Law” Vom 2.-14. Juli 2018 fand an der Universität Salzburg die 19. Summer School „European Private Law“ unter der Leitung des Dekans der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, Prof. DDr. DDr. h.c. Michael Rainer statt. Mehr als 40 Gastprofessoren und Gastsprecher vermittelten im Rahmen von Vorlesungen Grundkenntnisse in 30 verschiedenen Rechtssystemen, die in Workshops und Podiumsdiskussionen weiter vertieft wurden.
    Der Salzburger Biowissenschaftler Robert R. Junker wird für seine Arbeiten zur Biodiversität mit einer 1,2 Millionen dotierten START- Förderung ausgezeichnet. Ein Ziel von Junkers Projekt „Sequentielle Entstehung von Funktionaler Multidiversität“ ist es, ein umfassendes Verständnis für die Ökosystemprozesse zu erlangen, um so zukünftige Naturschutzmaßnahmen besser planen und ergreifen zu können.
    Die Salzburger Hochschulwochen finden unter dem Titel „ANGST?“ vom 30. Juli bis 5. August in der Großen Aula sowie in Hörsälen der Theologischen Fakultät statt.
    Ass. Prof. Dr. Susanne Auer-Mayer vom Fachbereich Arbeits- und Wirtschaftsrecht der Universität Salzburg wurde von Bundespräsident Alexander van der Bellen mit dem Herbert Tumpel Preis für ihre Habilitationsschrift „Mitverantwortung in der Sozialversicherung“ gewürdigt. Der Preis wird im Rahmen des Theodor Körner Fonds vergeben.
    Tanja Angelovska und Dietmar Roehm (beide von der PLUS) sind als einzige österreichische Wissenschaftler als assoziierte Mitglieder des internationalen Forschungszentrums CARILSE (Centre for Applied Research and Innovation in Language Sciences and Education) an der University of Portsmouth nominiert worden.
    Im Jahr 2018 fördert die Europäische Kommission über alles Wissenschaftsdisziplinen hinweg 42 Masterstudiengänge im Programm Erasmus+. Fünf davon werden von österreichischen Universitäten koordiniert, gleich zwei von der Universität Salzburg: Digital Communication Leadership und Digital Earth
    Bundesminister Heinz Faßmann zeichnete kürzlich die Didaktik der Naturwissenschaften (Universität Salzburg - School of Education) für ihre hohe Qualität aus. Die Arbeitsgruppe erhielt wiederholt die Auszeichnung „Regional Educational Competence Center (RECC)“. Dabei wurde die Leistung in Biologie, Chemie, Geometrisches Zeichnen/Darstellende Geometrie, Informatik, Mathematik, Mediendidaktik und Physik honoriert.
    Die 6. Salzburg Summer School findet vom 3. bis 4. September 2018 statt. Zwei Tage lang wird ein umfassendes pädagogisches Sommerfortbildungsprogramm für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende aller Schulformen und Unterrichtsfächer angeboten. Anmeldungen sind möglich.
    Vom Hortus Medicus zur Pharmaforschung. Eine Ausstellung des Verbandes Botanischer Gärten 2018
  • Veranstaltungen
  • Alumni Club
  • PRESSE
  • Uni-Shop
  • VERANSTALTUNGSRÄUME
  • STELLENMARKT
  • Facebook-Auftritt der Universität Salzburg Twitter-Auftritt der Universität Salzburg Instagram-Auftritt der Universität Salzburg Flickr-Auftritt der Universität Salzburg Vimeo-Auftritt der Universität Salzburg