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Forschungsziel

In diesem Forschungsbereich möchten wir ein tieferes Verständnis der neuronalen, physiologischen, sozial-kognitiven, affektiven und motivationalen Prozesse erlangen, die mit dem Erleben und der Bewältigung von Bedrohungen verbunden sind. Im Vordergrund unserer Forschung steht die Testung und Verbesserung des allgemeinen Prozessmodells der Bedrohung und Verteidigung (Jonas et al., 2014).

Wir hoffen so zum Verständnis der Wahrnehmungen, Erfahrungen und Reaktionen von Menschen auf Bedrohungen in der Welt beizutragen, um neuronale Korrelate des Erlebens von Bedrohung aufzudecken und Interventionen für den konstruktiven Umgang mit Bedrohungen zu unterstützen.

 

Das Allgemeine Prozessmodell von Bedrohung und Verteidigung

In diesem Modell beschreiben wir, wie Menschen im Allgemeinen auf Bedrohungen mit direkten und indirekten Reaktionen reagieren.

Bedrohungen werden als wahrgenommene Diskrepanzen zwischen drei Aspekten definiert: Wahrnehmung der Situation, kognitiver Fokus (Bedeutungs-Frameworks) und Motive (Bedürfnisse / Intentionen / Ziele). Proximale Reaktionen auf Bedrohungen sind durch Vermeidung gekennzeichnet, hervorgerufen durch das Verhaltenshemmungssystemen (BIS), während distale Reaktionen durch den Ziel-/Gewinnfokus des Verhaltensaktivierungssystems (BAS) gekennzeichnet werden. Proximale Abwehrkräfte gegen Bedrohungen können die Unterbrechung des laufenden Verhaltens, sowie ängstliche Erregung, Wachsamkeit und passive Vermeidung umfassen. Distale Verteidigung kann in eine Kombination von zwei Dimensionen fallen: konkrete/abstrakte Verteidigungsstrategien oder persönliche/soziale Abwehrmechanismen.

 

Forschungsergebnisse

Im Rahmen unserer laufenden Bemühungen, unsere Forschungsfragen zu beantworten, ist dies eine kleine Auswahl unserer Forschungsergebnisse:

  • Mortalitätsalienz erhöht das späte positive Potenzial - ein Indikator für motivierte Aufmerksamkeit (Klackl, Jonas, & Kronbichler, 2013)
  • Sowohl Mortalitätsalienz als auch Unkontrollierbarkeit aktivieren die anterior cinguläre Kortex - eine Schlüsselregion der BIS - und erhöhen das späte positive Potenzial (Klackl, Jonas & Fritsche, 2017)
  • Selbstbewusstsein fungiert als Puffer für die Erfahrung des Sterblichkeitsgefühls, wie der moderierende Einfluß von Selbstwertgefühls auf die vordere Insula und die bilaterale ventrolaterale präfrontale und mediale orbitofrontale Kortex zeigt (Klackl, Jonas, & Kronbichler, 2014)
  • Die Illusion von Kontrolle erhöht reward positivity und Stimulus vor Negativität (Mühlberger, Angus, Jonas, Harmon-Jones, & Harmon-Jones, 2016)
  • Menschen mit hohem Kontrollbedarf zeigen eine erhöhte Rechtsfrontale-Asymmetrie nach Mortalitätsalienz (Agroskin, Jonas, Klackl & Prentice, 2016).

 

 

 

 

Literatur

Agroskin, D., Jonas, E., Klackl, J., & Prentice, M. (2016). Inhibition Underlies the Effect of High Need for Closure on Cultural Closed-Mindedness under Mortality Salience. Frontiers in Psychology, 7(1583), 1–16. http://doi.org/10.3389/fpsyg.2016.01583
Gray, J. A., & McNaughton, N. (2000). The neuropsychology of anxiety: An enquiry into the function of the septo-hippocampal system. (2nd ed.). Oxford, England: Oxford University Press.
Greenberg, J., Solomon, S., & Pyszczynski, T. (1997). Terror management theory of self- esteem and social behavior: Empirical assessments and conceptual refinements. In M. P. Zanna (Ed.), Advances in Experimental Social Psychology (p. Vol. 29, 61–139).
Jonas, E. (2015). Fairness lohnt sich! In M. Dimitriou & G. Schweiger (Eds.), Fairness und Fairplay (pp. 23–49). Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden. http://doi.org/10.1007/978-3-658-08675-6_2
Jonas, E., McGregor, I., Klackl, J., Agroskin, D., Fritsche, I., Holbrook, C., … Quirin, M. (2014). Threat and Defense. In Advances in Experimental Social Psychology (1st ed., Vol. 49, pp. 219–286). Elsevier Inc. http://doi.org/10.1016/B978-0-12-800052-6.00004-4
Jonas, E., & Steindl, C. (n.d.). Editorial: Social cognition, motivation, and interaction: How do people respond to threats in social interactions?
Klackl, J., Jonas, E., & Fritsche, I. (2017). Neural evidence that the behavioral inhibition system is involved in existential threat processing. Manuscript submitted for publication.
Klackl, J., Jonas, E., & Kronbichler, M. (2013). Existential neuroscience: Neurophysiological correlates of proximal defenses against death-related thoughts. Social Cognitive and Affective Neuroscience, 8(3), 333–340. http://doi.org/10.1093/scan/nss003
Klackl, J., Jonas, E., & Kronbichler, M. (2014). Existential neuroscience: Self-esteem moderates neuronal responses to mortality-related stimuli. Social Cognitive and Affective Neuroscience, 9, 1754–1761. http://doi.org/10.1093/scan/nst167
McNaughton, N., & Corr, P. J. (2004). A two-dimensional neuropsychology of defense: fear/anxiety and defensive distance. Neuroscience and Biobehavioral Reviews, 28(3), 285–305. http://doi.org/10.1016/j.neubiorev.2004.03.005
Mühlberger, C., Angus, D. J., Jonas, E., Harmon-Jones, C., & Harmon-Jones, E. (2016). Perceived control increases the reward positivity and stimulus preceding negativity. Psychophysiology, 0. http://doi.org/10.1111/psyp.12786
Proulx, T., & Inzlicht, M. (2012). The Five “A”s of Meaning Maintenance: Finding Meaning in the Theories of Sense-Making. Psychological Inquiry, 23(4), 317–335. http://doi.org/10.1080/1047840X.2012.702372

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