Geschichte und Medien: Forschung, Darstellung, Reflexion

Ziele und Kurzbeschreibung:

Mit dem Schwerpunkt Geschichte und Medien widmet sich der Fachbereich Geschichte dem Stellenwert der

  • (neuen) Medien in der wissenschaftlichen Forschung
  • Vermittlung (human-)wissenschaftlicher Forschungsergebnisse
  • Medien- und Kommunikationsgeschichte

Im Mittelpunkt steht die (massen-)mediale Vermittlung von wissenschaftlichen Forschungsergebnissen, Geschichte und Internet. Zusätzlich setzen wir uns mit Video History, E-Learning Angeboten sowie dem Einsatz von digitalen Medien im historischen Forschungsprozess und dessen Reflexion (statistische Methoden, Quantifizierung) auseinander.

Sowohl die selbständige Produktion medialer Vermittlungen von Geschichte (in Film, Radio und digitalen Medien) als auch die kritische Reflexion medialer Vermittlungen sind Gegenstand der Arbeit, der am Profilbereich beteiligten KollegInnen. Die aktive Arbeit mit verschiedenen Medien (Hörfunkjournalismus, Film- und Fernsehproduktion, Produktion von DVDs) ermöglicht praktische Kenntnisse, die für Forschung wie Lehre von großer Relevanz sind. Denn erst die Kenntnis der Produktionsbedingungen ermöglicht eine Kritik an medialen Vermittlungen.

Zudem geht es auch um eine reflexive Komponente: Medien sind Informationsträger und somit als Quellen wahrzunehmen, die mit der „klassischen“ historischen Quellenkritik nur unzureichend analysiert werden können. Die Entwicklung einer Quellenkritik der Medien, die sowohl die Struktur als auch den Kontext der (neuen) Medien betrachtet, ist deshalb ein wesentlicher Aspekt des Profilbereichs.

Der Fokus auf „Medien“ weist ein Spezifikum aus, das den Fachbereich Geschichte an der Universität Salzburg von anderen historischen Instituten unterscheidet. Deshalb ist dieser Schwerpunkt profilbildend und einer innovativen Positionierung des Fachbereichs nützlich. Die am Fachbereich vorhandene technische Infrastruktur ist österreichweit singulär. Die Kooperationen mit außeruniversitären Institutionen unterstützen die „Öffnung“ der Universität. Beiträge in Massenmedien sorgen für einen Multiplikatoreneffekt, der die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung einer breiteren Zielgruppe zugänglich macht. Die, durch aktive Teilnahme an Produktionsprozessen der medialen Vermittlungen bzw. deren selbständiger Erstellung gewonnenen, Erkenntnisse, werden in Fragestellungen der wissenschaftlichen Analyse unterzogen.

Die mediale Vermittlung von Geschichtsbildern stieg in den letzten Jahrzehnten an. Schon in der jüngeren Geschichte gab es eine Funktionalisierung von Geschichte für ideologische und propagandistische Zwecke, erinnert sei an die Zeit des Nationalsozialismus und der Sowjetzeit. Die „Kraft der Bilder“ ist beachtlich, weswegen von der kritischen Geschichtswissenschaft ein reflektierter Umgang mit der medialen Vermittlung von Vergangenheit angestrebt wird.

Das Besondere am Salzburger Modell ist, dass es sich nicht nur auf theoretischer Ebene bewegt, sondern anbietet, die Medien aktiv zu nutzen. Erst damit wird es möglich, die systemimmanenten Strukturen medialer Kommunikation besser zu verstehen, zu bewerten und methodisch reflektiert anzuwenden.

 

Beteiligte Mitglieder des Fachbereichs:

Ewald Hiebl
Mediengeschichte; Sozialgeschichte; Mikro- und Regionalgeschichte

Gerald Sprengnagel
Zeitgeschichte, Österreichische Geschichte, Digitale Medien

Karl Rothauer
Redaktion www.UniTV.org

 

Weitere fachbereichsnahe Kooperationspartner:

Individuelle und kulturelle Bewältigungs- und Vermittlungsformen, Theorie und Praxis der Gedenkstättenpädagogik, Forschung zu Nationalsozialismus, Rezeptionsgeschichte des Holocaust

 

Vernetzungen / Kooperationen (Auswahl):

ORF, v.a. Hörfunk (Ö1, HD2: Gesellschaft, Wissenschaft, Bildung)

Radiofabrik „Freie TV-Stationen“ wie FS 1, Okto 

Leo Baeck Institute, New York (Austrian Heritage Collection)

Zeugen der Shoah (FU Berlin)/ USC Shoah Foundation (Die Universität Salzburg ist die bislang einzige Adresse, die Zugang zu den mehr als 50.000 Interviews mit Überlebenden der Shoah und des Genozids in Ruanda hat)

Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) / Pädagogische Hochschule, Aarau/Basel (Internationales Blog Journal „Public History Weekly“)

Technisches Museum Wien mit Österreichischer Mediathek

 

Kontakt:

Für weitere Informationen zur Forschungssäule Geschichte und Medien kontaktieren Sie uns.

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  • News
    Univ.-Prof. Dr. Nicola Hüsing wurde für ihre bisherigen wissenschaftlichen Arbeiten ausgezeichnet und für die EURASC nominiert.
    Dr. Lorenz Aglas, senior scientist der Arbeitsgruppe Ferreira im Fachbereich Biowissenschaften, ist Gewinner des AK-Wissenschaftspreises der Arbeiterkammer Salzburg.
    Für den 8. Paris Lodron Ball sind keine Karten mehr erhältlich. Die genehmigte Gästezahl für die Alte Residenz ist erreicht. Danke! www.uni-salzburg.at/ball
    Become an expert in EU politics, law and economics
    Von 17.-19.Oktober 2018 wurden wieder die Media Literacy Awards (MLA) verliehen. Damit zeichnet das Bundesministerium alljährlich die innovativsten medienpädagogischen Projekte an europäischen Schulen aus. Diesmal ging der Award in der Kategorie „Multimedia“ an das Projekt „Speak OUT“, ein Speaking VLog den Mag. Julia Weißenböck, MSc, BA, Fachdidaktikerin für Englisch an der Universität Salzburg, gemeinsam mit ihrer 3. Klasse in Englisch umgesetzt hat.
    An der Kultur- und Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät erfolgten am 27. November 2018 die Antrittsvorlesungen der Professoren für Journalistik, Rudolf Renger, und für Geschichts- und Politikdidaktik, Christoph Kühberger.
    Stella A. Berger und Jens C. Nejstgaard halten am 18. Januar 2019 um 14:00 Uhr im HS 436 der NW-Fakultät jeweils einen Gastvortrag zum Thema "Novel research tools: ice control in lake enclosures & deep-learning imager reveal fine-scale plankton patterns". Der Fachbereich Biowissenschaften lödt herzlich dazu ein!
    Podiumsdiskussion, 19.01.2018, 16:00 Uhr, Unipark Nonntal, HS Thomas Bernhard (E.001). Anschließend Netzwerkphase im Foyer im 1. UG - im Anschluss an HUMANS
    "Wer neue Antworten will, muss neue Fragen stellen." (Johann W. Goethe) - Gelegenheit dazu haben Sie im Unipark Nonntal, 18.1.2019, 08:00-15:30 Uhr
    Mit Entschließung vom 18. Juni 2018 wurde dem längst dienenden Lehrbeauftragten am FB Altertumswissenschaften der PLUS, Univ.-Lektor Lic. phil. Dr. h.c. Dr. phil. Günther E. Thüry vom Bundespräsidenten der Berufstitel „Professor“ verliehen.
    Mo 21.1.2019, 17.15 Uhr, HS E.001 (Unipark) - Dr. Louise Hecht (Wien, Potsdam) - Inklusions- und Exklusionsstrategien der jüdischen Aufklärung (Haskalah)
    Gastvortrag von Frau PD Dr. Katharina Meinecke (Deutsches Archäologisches Institut, Abt. Rom) am Dienstag, 22.1.2019, 18:30 Uhr, Residenzplatz 1, Abguss-Sammlung SR E.33
    INTERNATIONALE TAGUNG // Mi 23.1., 18.30h LESUNG Kathrin Röggla (Berlin): "Revision", Moderation: Bettina Hering (Leitung Schauspiel, Salzburger Festspiele) // Do 24.1., 18.30h W&K-FORUM: PODIUMSDISKUSSION mit Ulrike Hatzer, Hans-Werner Kroesinger, Kathrin Röggla und Christine Umpfenbach. Moderation: Christoph Lepschy // Fr 25.1. 19.00h THEATER "Röggla hat Angst. Ein Trimm-dich-Pfad für Angsthasen". Theater im KunstQuartier, Paris-Lodron-Straße 2a // www.w-k.sbg.ac.at/de/kunstpolemik
    Am Donnerstag, 24. Jänner 2019 geht ab 19.00 Uhr in Kooperation mit der ÖH Salzburg in der Hauptbibliothek bereits die achte Nachtschicht@UBS über die Bühne.
    Do 24.1., 18.30h PODIUMSDISKUSSION mit Ulrike Hatzer (Regisseurin / Mozarteum), Hans-Werner Kroesinger (Regisseur), Kathrin Röggla (Autorin) und Christine Umpfenbach (Regisseurin). Moderation: Christoph Lepschy (Mozarteum) // Theater im KunstQuartier, Paris-Lodron-Str. 2a // www.w-k.sbg.ac.at/de/kunstpolemik-polemikkunst
    Ein Szenenstudium nach Texten von Kathrin Röggla / 19 Uhr Theater im KunstQuartier | Paris-Lodron-Straße 2a | 5020 Salzburg // Eintritt frei, Zählkarten unter: +43 662 6198-3121 (Mo-Fr, 9-12h), schauspiel@moz.ac.at // www.w-k.sbg.ac.at/de/kunstpolemik-polemikkunst
    Die Schriftstellerin Cécile Balavoine verbrachte ein Erasmusjahr an der Universität Salzburg. Ihre Begeisterung für die Stadt Salzburg und die Musik Mozarts ist auf jeder Seite ihres ersten Romans MAESTRO spürbar.
    Einladung zur Tagung NEUERE ENTWICKLUNGEN IM EUROPÄISCHEN ASYLRECHT
    Am 31. Januar 2019 kommt Professorin Nadine Marquardt (Bonn) für einen Gastvortrag zum Thema "Armut und Strafe" nach Salzburg.
  • Veranstaltungen
  • 17.01.19 Smooth and non-smooth aspects of Ricci curvature lower bounds
    17.01.19 TAG des JUDENTUMS
    17.01.19 Vorträge der Salzburger Juristischen Gesellschaft
    18.01.19 HUMANS
    22.01.19 Knöchelspielende Kinder und streitende Knaben. Die Londoner Beißergruppe und ihr Umfeld
    23.01.19 Kathrin Röggla: Dokumentarisches Schreiben
    23.01.19 Lesung: Kathrin Röggla ('Revision')
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