Titelbild der Forschungssule Societies on the move: Cities: Migration and Tourism

Ziele und Kurzbeschreibung:  

Urbane Lebens- und Arbeitswelten, Migration und Tourismus sind Themenfelder von außerordentlicher gesellschaftspolitischer Relevanz, wodurch ihrer Erforschung mit einer historischen Langzeitperspektive und der Verbreitung dieser Forschungsergebnisse in der akademischen Lehre große Bedeutung zukommt.

Gleichzeitig erlauben und erfordern diese Felder interdisziplinäre Kooperation. Als Arbeitsschwerpunkte haben sich in den vergangenen Jahren die Migrationsforschung, die Stadt- und Urbanisierungsgeschichte und die Tourismusgeschichte herauskristallisiert. Im Bereich der Migrationsforschung konnten die die Studienergänzung Migration Studies, der Universitätslehrgang Migrationsmanagement, die Publikationsreihen Transkulturelle Perspektiven und die Salzburger Beiträge zur Migrationsgeschichte etabliert, gemeinsam mit dem Stadtarchiv Salzburg Ausstellungen auf der Wissensbrücke am Makartsteg sowie das Migrationsarchiv geschaffen und das Österreichische Netzwerk Migrationsgeschichte gegründet und international vernetzt werden.

In der Stadt- und Urbanisierungsgeschichte gewährt die Analyse von Salzburger Haushaltsbüchern und verschiedenen Verlassenschaften des 18. Jahrhunderts neben einer Annäherung an historische Formen des Konsums auch Einblick in städtische Arbeits- und Lebenswelten. Zwei Projekte behandeln anhand des Fallbeispiels Linz Fragen nach längerfristigen Transformationen städtischer Umwelt während des 18. und 19. Jahrhunderts. Das FWF-Projekt „Preise und Löhne in Salzburg und Wien von 1450 bis 1850“ untersucht die Frage der Veränderung des Lebensstandards im urbanen Kontext in vergleichender Perspektive.

Die Tourismusgeschichte kooperiert im interdisziplinären Kontext der kultur- und sozialwissenschaftlichen mobilities studies u. a. mit FachvertreterInnen aus der Geografie und der Soziologie, z. B. im Rahmen der DSP-Kollegs „On the move. People – Objects – Signs“. Im Fokus der hier angesiedelten Forschungen stehen durch Tourismus induzierte regionale Transformationsprozesse, wobei eine überregional vergleichende Perspektive Anwendung findet.

 

Beteiligte Mitglieder des Fachbereichs:

Sylvia Hahn
Historische Migrationsforschung, Stadt- und Geschlechtergeschichte, Geschichte der Arbeit.

Martin Knoll
Tourismus-, Stadt-, Umwelt- und Topografiegeschichte sowie Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit

Albert Lichtblau 
Wohnungspolitik, Geschichte der Zuwanderung von Minderheiten und Antisemitismusforschung

Hester Margreiter 
Tourismusforschung und städtische Dynamiken

Maija Ojala-Fulwood
Migration und Mobilität im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit, Handwerkerkultur, Stadtgeschichte, Gender Studies und Intersektionalität

Andreas Praher
Historische Migrationsforschung anhand erhaltener Briefe und Tagebücher, Führen von lebensgeschichtlichen Interviews

Grazia Prontera
EU-Migrationspolitik, zeitgenössische Migrationsgeschichte in Europa, Schwerpunkt Südeuropa

Reinhold Reith 
Wirtschafts- und Sozialgeschichte, historische Protestforschung, handwerksgeschichtliche Forschung

Katharina Scharf 
Regionale Tourismusentwicklung, Alpintourismus

Georg Stöger 
Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte 

 

Vernetzungen / Kooperationen (Auswahl):

FB Soziologie, FB Geographie, FB für Arbeits- und Wirtschaftsrecht, Zentrum Theologie Interkulturell und Studium der Religionen, Zentrum für Ethik und Armutsforschung, DSP-Kolleg „On the move. People - objects - signs.“

DSP-Kolleg „On the move. People – objects – signs“

Österreichisches Netzwerk für Migrationsgeschichte

Universitätslehrgang Migrationsmanagement

Migration Studies

FWF-Projekt „Preise und Löhne in Salzburg und Wien von 1450 bis 1850“

Migrationsarchiv

 

Publikationen (Auswahl):

Elisabeth Arlt/Verena Lorber (2015) (Hg.): Lebenswege. Slowenische „Gastarbeiterinnen“ in der Steiermark, Katalog zur Ausstellung im Pavelhaus (Laafeld/Bad Radkersburg) 29.5. - 6.11.2015, Maribor.

Laurence Cole, Katharina Scharf (2017): Alpine Tourism and 'Masked' Transformation'. Salzburg and Tyrol before 1914, in: Zeitschrift für Tourismuswissenschaft 9/1, S.33-63.

Sylvia Hahn (2012): Historische Migrationsforschung, Frankfurt am Main/New York, Campus Verlag.

Sylvia Hahn (2014) (eds.): Asian Migrants in Europe. Transcultural Connections (with Stan Nadel), Göttingen Vandenhoeck & Ruprecht Unipress.

Sylvia Hahn (2014) (Hg.): Migrationsstadt Salzburg, Kommen, Gehen, Bleiben (mit Sabine Veits-Falk), Salzburg.

Sylvia Hahn (2016) (Hg.): Salzburg: Sounds of Migration. Geschichte und aktuelle Initiativen (mit Wolfgang Gratzer, Michael Malkiewicz und Sabine Veits-Falk (=Veröffentlichungen zur Geschichte der Universität Mozarteum Salzburg 8), Wien, Hollitzer Verlag.

Cédric Humair, Martin Knoll, Laurent Tissot (2017): How to Deal with Regional Tourism? Historical (and Interdisciplinary) Reflections, in: Zeitschrift für Tourismuswissenschaft 9/1, S.5-31.

Martin Knoll (Koord.) (2017): Tourism History and Regional Change (Zeitschrift für Tourismuswissenschaft 9/1).  

Martin Knoll (2017): Salzburgs Weg vom Bauernland zur Tourismusdestination, in: Kurt Luger/Franz Rest (Hg.), Alpenreisen. Erlebnis, Raumtransformationen, Imagination, Innsbruck (= Tourismus transkulturell & transdisziplinär 11), S. 107-126.  

Martin Knoll (2016): Spunti perialpini su turismo e trasformazione regionale in Europa, in: Annali dell'Istituto storico italo-germanico in Trento 42/1, S.59-95.  

Martin Knoll (2016): Touristische Mobilitäten und ihre Schnittstellen, in: Ferrum: Nachrichten aus der Eisenbibliothek, 88, S. 84-93.

Verena Lorber (2017): Angeworben. GastarbeiterInnen in Österreich in den 1960er und 1970er Jahren (Transkulturelle Perspektiven 14), Göttingen.

Verena Lorber (2016): Einmal pro Woche kegeln im „Alle Neune“. Jugoslawische Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten in Graz in den 1960/70er Jahren, in: Thomas Geisen, Christine Riegel, Erol Yildiz, Migration, Stadt und Urbanität. Perspektiven auf die Heterogenität migrantischer Lebenswelten, Wiesbaden, S. 299 – 317.

Hester Margreiter (2019): Urban Destinations within Mountains and Swamps:Landscape and Early Tourism in New Orleans (Louisiana) and Innsbruck (Tyrol), in: Marija Wakounig/Ferdinand Kühnel (Hg.), Approaching East-Central Europe over the Centuries (= Europa Orientalis 19), Wien/Berlin 2019, S. 199-213.

Andreas Praher (2005): Besatzungsszenarien im ländlichen Raum, in: Fritz Fellner (Hg.), Alltag und Leben im Mühlviertel 1945 ‐ 1955, Grünbach, S.17 ‐ 25

Andreas Praher (2005): Der „gute“ Russe und die „bösen“ Russen, in: Fritz Fellner (Hg.), Alltag und Leben im Mühlviertel 1945 ‐ 1955, Grünbach 2005, S.229 ‐ 234. Andreas Praher, Beziehungen mit den Besatzern – Zwischen Mythos und Realität, in: Fritz Fellner (Hg.), Alltag und Leben im Mühlviertel 1945 ‐ 1955, Grünbach, S.235 ‐ 240.

Grazia Prontera (2012): Das Emigrationszentrum in Verona. Anwerbung und Vermittlung italienischer Arbeitskräfte in der Bundesrepublik Deutschland 1955 - 1975, in: Jochen Oltmer/Axel Kreienbrink/Carlos Sanz Díaz (Hg.), Das „Gastarbeiter“-System. Arbeitsmigration und ihre Folgen in der Bundesrepublik Deutschland und Westeuropa, München, S. 89 - 102.

Reinhold Reith (2016): Lohnformen und Lohnbildung im Handwerk des 18. Jahrhunderts. Die Mainzer Punctation und die Lohnverhältnisse in der Residenzstadt Bamberg 1770/71, in: Eva Jullien u. Michael Pauly (Hg.), Craftsmen and Guilds in the Medieval and Early Modern Periods (VSWG B 235), Stuttgart, S. 243 - 260.

Katharina Scharf (2017): Motor der Fremdenindustrie. Eisenbahn und regionale Tourismusentwicklung in Salzburg, in: Kurt Luger/Franz Rest (Hg.), Alpenreisen. Erlebnis, Raumtransformationen, Imagination, Innsbruck (= Tourismus transkulturell & transdisziplinär 11), S. 127-148.

 

Kontakt:

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    Bis zum 31. Oktober ist die Bewerbung auf zwei Dissertationspreise (dotiert mit jeweils 2.000 Euro) möglich:
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    Im Rahmen seines Profils „Räume und Identitäten“ wurde am 30. Jänner 2020 am Fachbereich Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht der Universität Salzburg die dritte Jahrestagung abgehalten. Die Tagung mit dem Titel „Lebensende in Institutionen“ griff eine brisante soziale Thematik auf.
    Der Orientierungstag ist eine Informations- und Welcome-Veranstaltung, die Studienanfänger*innen den Einstieg ins Studium erleichtert.
    In diesem Semester gibt es ab 28.09.2020 keine persönliche Anmeldung zu den USI-Kursen, um eine unnötige Menschenansammlung zu vermeiden.
    Die armenische Religionsanthropologin Dr. Yulia Antonyan (Staatliche Universität Jerevan) und die österreichische Armenologin und Leiterin des ZECO Zentrum zur Erforschung des Christlichen Ostens, Univ.Doz.Dr.Dr.h.c. Jasmine Dum-Tragut Bakk.rer.nat., gehören zu den Siegern eines internationalen Forschungswettbewerb in Armenien.
    Die Starting Grants werden seit 2007 jährlich vergeben und ermöglichen herausragenden Forscher/innen die Durchführung innovativer Forschungsvorhaben. Die Förderpreise werden in hochkompetitiven Wettbewerben vergeben und stellen für die geförderten Forscher/innen eine bedeutende wissenschaftliche Auszeichnung dar. Dieses Jahr gingen 11 ERC Starting Grants nach Österreich, Forster erhielt den einzigen im Bereich Informatik. 13,3% aller Einreichungen wurden heuer vom ERC gefördert.
    Bereits zum 10. Mal vergab die PLUS in Kooperation mit der Kaiserschild-Stiftung die Dr. Hans-Riegel-Fachpreise im Bundesland Salzburg, heuer im Gesamtwert von 6600 Euro. Zum Jubiläum betonte Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Hendrik Lehnert: „Mit einer Dekade Nachwuchsförderung im MINT-Bereich setzte die PLUS früh einen richtungsweisenden Maßstab, der aktuell mit den MINT-Labs ausgebaut wird. Wegbereiter und Jurykoordinator Maurizio Musso hat neben vielen anderen die Kooperation fruchtbar mitgestaltet.
    Wichtige Termine und Informationen zur Anmeldung für die Kurse am Sprachenzentrum im Wintersemester 2020/21
    Auch historioPLUS musste sich, so wie viele andere auch, an die veränderten Umstände aufgrund von Covid-19 anpassen. Aus diesem Grund erscheint heuer der aktuelle Jahrgang etwas später als in den vergangenen Jahren.
    Seit fast 20 Jahren ist das Sprachenzentrum im Bereich Interkomprehensionsdidaktik tätig – Anlass genug, um namhafte Expert*innen im Bereich Mehrsprachigkeitsdidaktik zu vereinen, um den aktuellen Forschungsstand im Bereich Interkomprehension darzustellen. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist der Sammelband „Lehr- und Lernkompetenzen für die Interkompehension. Perspektiven für die mehrsprachige Bildung“ (Band 10 der Salzburger Reihe zur Lehrer/innen/bildung).
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