Edition der Familienkorrespondenz Ferdinands I.

Barrierefreiheit: Kurzbeschreibung des Bildes Für die Erforschung der Geschichte des 16. Jahrhunderts stellt die Korrespondenz, die Ferdinand I. (1503 – 1564) mit seinen engsten Verwandten, v. a. mit seinen Geschwistern Karl V. und Maria von Ungarn, der Statthalterin der Niederlande, führte, eine Quelle ersten Ranges dar. Der Briefwechsel ist deshalb von so hoher Bedeutung, weil in ihm alle großen Probleme des 16. Jahrhunderts angesprochen werden, so die konfessionelle Spaltung im Heiligen Römischen Reich, die Auseinandersetzungen mit Frankreich oder die Abwehr der Osmanen. Auch in sprachlicher und kulturwissenschaftlicher Hinsicht ist die Korrespondenz außerordentlich interessant, verwendeten die Habsburgergeschwister doch nicht nur eine einzige Sprache, sondern schrieben einander – je nach besprochener Thematik – in Französisch, Deutsch, Spanisch und Latein. Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts wird an der Edition der Korrespondenz gearbeitet, und bisher sind die Jahrgänge bis einschließlich 1534 erschienen. Im Rahmen zweier FWF-Projekte und in Kooperation mit der Kommission für Neuere Geschichte Österreichs werden am Fachbereich Romanistik der Universität Salzburg die Briefjahrgänge 1535 bis 1540 bearbeitet.

(Projektleitung: Univ. Prof. Dr. Christopher F. Laferl; Projektmitarbeiter: Dr. Bernadette Hofinger, Mag. Harald Kufner, Mag. Judith Moser-Kroiss, Dr. Nicola Tschugmell)

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