Forschungsprofil

Zentrum zur Erforschung des Christlichen Ostens (ZECO)  

Der Schwerpunkt auf die Kirchen des Christlichen Ostens geht bereits auf die Zeit kurz vor der Neugründung der Universität Salzburgs zurück. 1961 gründete Thomas Michels das „Ostinstitut“ am damaligen Katholischen Hochschulverein. 2013 wurde das ehemalige Ostinstitut auf Betreiben von Prof. Dr. D.W. Winkler als „Zentrum zur Erforschung des Christlichen Ostens“ (ZECO) als Forschungszentrum in die Universität Salzburg übergeleitet.

Die Forschung am ZECO basiert zum größten Teil auf drittmittelfinanzierten Forschungsprojekten. Neben wissenschaftlichen Projekten mit Langzeitcharakter werden am ZECO auch laufend neue Projekte entwickelt und interdisziplinäre Forschungsansätze angewandt. Das Forschungsprofil des ZECOs unterliegt dadurch einem steten Wandel.

Ziele

Ziele des ZECO sind im Besonderen die Erforschung der Orientalischen Kirchen und der damit verbundenen Traditionen, Sprachen und Kulturen in ihren jeweiligen geographischen Räumen. Dabei werden sowohl historische Bezüge aufgedeckt als auch die interkonfessionellen Beziehungen und die Interaktion mit anderen Religionen und Kulturen im Nahen und Mittleren Osten untersucht. Neben der stark forschungsorientierten Arbeit am ZECO stehen ökumenische Dialogprojekte zwischen der römisch-katholischen Kirche und den Orientalischen Kirchen im Mittelpunkt der Ziele des Zentrums. Das ZECO hat eine eigene Abteilung für Armenische Studien.

Forschungsprofil

Die überwiegend interdisziplinär ausgerichtete Forschung am ZECO kann in drei großen Bereiche gegliedert werden:

I. KULTURELLE UND RELIGIÖSE BEZIEHUNGEN: PLURALISMUS, IDENTITÄT UND DIALOG.

Region I: Östliches Mittelmeer und Vorderer Orient

  • ·       Untersuchung der wechselseitigen Beziehungen zwischen Byzanz und Persien der Spätantike
  • ·       Erforschung frühchristlicher theologischer Reflexion im Austausch mit dem Judentum anhand ausgewählter Texte und patristischer Autoren
  • ·       Untersuchung des kulturellen Austauschs zwischen griechischer und syrischer Tradition anhand des lexikalischen Bestands, i.e. der Verwendung des Griechischen durch syrische Autoren der Spätantike und Erstellung einer Database und eines Lexikons
  • ·       Bearbeitung der interkonfessionellen Beziehungen und des Austausches zwischen den Kirchen des Orients im Nahen Osten, Indien, Äthiopien und der Diaspora  

Region II: Kaukasus und Westasien

  • ·       Bearbeitung der wenig erforschten Geschichte Ostarmeniens im Ersten Weltkrieg und deren Präsenz und Konsequenzen für das heutige Geschichtsbild der Republik Armenien
  • ·       Soziohistorische und kulturell-religiöse Investigation armenischer (Zwangs)migration im 20. und 21. Jh. und deren Einfluss auf Kirche, Gesellschaft und Staat
  • ·       Analyse religiöser-kultureller-linguistischer Beziehungen zwischen Armeniern und anderen Ethnien/Religionen der Region, diachron und synchron.
  • ·       Komparative Untersuchung der Wirkung arealen Sprach- und Religionskontakts auf christlichen und nicht-christlichen Volksglauben und Traditionen der Region
  • ·       Erarbeitung von differenzierten Kriterien armenischer Ethnizität auf linguistischer-theologischer Basis, sowie vergleichende Studien zur Bedeutung von Sprache/Religion in Armenien versus Diaspora

Region III. Zentralasien und China

  • ·        Auswertung archäologischer und schriftlicher Quellen als Grundlage für die Untersuchung des ostsyrischen Christentums in Asien.
  • ·        Untersuchung christliche Gemeinden entlang der Seidenstraßen und ihre Einbettung in die jeweiligen religiösen und kulturellen Kontexte

II. MÖNCHSTUM ALS KULTURELLES UND RELIGIÖSES ERBE DES WESTLICHEN UND ÖSTLICHEN CHRISTENTUMS.

  • ·       Universitätskurs „Sapientia Benedictina. Hinführung zur benediktinischen Geistes- und Lebenswelt“ gemeinsam mit der Salzburger Äbtkonferenz (SÄK) und Benediktinerklöstern in Österreich, Deutschland und der Schweiz.
  • ·       Diachrone, historische und synchrone Studien zum monastischen Leben orientalischer christlicher Traditionen
  • ·       Untersuchungen zur Rolle und Stellung des weiblichen Mönchtums in den orientalischen Kirchen, insbesondere der armenisch-apostolischen Kirche.
  • ·       Schwerpunktmäßige Untersuchung klösterlichen Lebens im Kontext der jeweiligen Kulturen und Traditionen

III. TEXTE UND TRADITIONEN DES CHRISTLICHEN OSTENS.

  • ·       Forschungsprojekte zur Edition und Übersetzung hagiographischer, liturgischer und biblischer Texte der syrischen Tradition
  • ·       Internationales, interdisziplinäres Forschungsprojekt über armenische pferdemedizinische Schriften, in Kooperation mit der Handschriftensammlung Matenadaran (ARM), verschiedenen in- und ausländischen Universitäten
  • ·       Übersetzung und Analyse der Schriften des Patriarchen Maghakia Ormanean über die Armenische Kirche und armenisches Jerusalem und dessen Rolle für die heutige armenische Kirche
  • ·       Edition und Übersetzung von sechs syrischen Traktaten von John von Dara (9. Jh.)
  • ·       Erstellung eines Studienbuches für die syrische Eucharistiefeier (Qurobo Alohoyo) auf Deutsch, Englisch und Niederländisch
  • ·       Mitherausgabe der Polyglotte zu Ben Sira; Erstellung der syrischen Texte
  • ·         Übersetzungen und Kommentare von Texten armenischer Kirchenväter und Theologen aus dem 19./20. Jahrhundert

ZECO in Social Media

Das ZECO und seine Abteilung für Armenische Studien sind im Social network vertreten.

  • ·       https://www.facebook.com/ZECO-Zentrum-zur-Erforschung-des-Christlichen-Ostens-133370013406065/
  • ·       https://www.facebook.com/ArmenianStudiesSalzburg/
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    Im Rahmen der Reihe „MUSIK & MEDIZIN“ organisiert der Kooperationsschwerpunkt Wissenschaft und Kunst am 27. Jänner 2021 einen weiteren Online-Vortrag:
    Im Rahmen der Reihe „MUSIK & MEDIZIN“ organisiert der Kooperationsschwerpunkt Wissenschaft und Kunst am 3. Februar 2021 einen weiteren Online-Vortrag:
    Hiermit möchten wir an den Call for Lectures erinnern, welcher noch bis 28.02. geöffnet ist. Bewerben Sie sich als Lektorin bei der ditact_women‘s IT summer studies, welche von 23.08.- 04.09.2021 an der Universität Salzburg stattfindet. Es ist uns ein großes Anliegen auch Nachwuchslektorinnen zu fördern.
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