Geschichte des Zentrums

Nach der Säkularisierung und Schließung der 1622 von Erzbischof Paris Lodron gegründeten (Benediktiner-)Universität Salzburg im Jahr 1810, als Salzburg an Bayern angegliedert wurde, bemühte sich ab 1884 ein „Katholischer Universitätsverein“ (später: Katholisches Hochschulwerk) um die Errichtung einer Katholischen Universität in Salzburg.  

Auf  Wunsch seines Abtes Ildefons Herwegen kam Thomas Michels OSB 1929 als Dozent für Liturgie- und Religionsgeschichte nach Salzburg. Hier gründete er 1931 mit zwei Mitbrüdern die „Salzburger Hochschulwochen“ als Vorstufe zur geplanten Katholischen Universität. Im Jahre 1961 gründete Michels ferner das „Internationale Forschungszentrum für Grundfragen der Wissenschaften (IFZ)“ in der Edmundsburg auf dem Mönchsberg.   Bereits unmittelbar nach dem II. Weltkrieg wurde von Erzbischof DDDr. Andreas Rohracher die Idee der Errichtung eines „Ostinstituts“ im Rahmen der zukünftigen Katholischen Universität in der österreichischen Bischofskonferenz angesprochen. Diese Idee wurde von ihm am 8. Dezember 1955 in Anwesenheit des russisch-orthodoxen Erzbischofs Stephan aus Wien weiterentwickelt.  

Durch die Wiedererrichtung der Universität Salzburg (1962) als staatliche Einrichtung, waren die katholischen Bemühungen obsolet geworden. Kirchlicherseits blieb aber mit dem IFZ eine eigene Forschungsstätte auf Universitätsniveau bestehen und mit ihr seit 1961 auch ein „Ostinstitut“. Dieses bestand zunächst aus zwei Abteilungen: Einer Abteilung für den Christlichen Osten unter der Leitung von Univ.-Prof. DDr. P. Ludger Bernhard OSB, der auf syrisches Christentum und orientalische Sprachen spezialisiert war, und einer Abteilung für den Nichtchristlichen Osten unter der Leitung des späteren Gründungsdirektors der Österreichischen Diplomatischen Akademie, Univ.-Prof. Dr. Ernst Florian Winter (Politikwissenschaft und Soziologie). Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung für den Christlichen Osten ist 1962-69 auch Adelbert J.M. Davids (damals P. Ephrem OSB), der 1974 als o. Professor für Patrologie und Alte Kirchengeschichte an der Universität in Nimwegen (NL) ernannt wird.  

1969 wurde das Ostinstitut mit dem Institut für Religionswissenschaft und Christliches Altertum zu einem „Institut für Religionswissenschaft und Theologie“ unter der Leitung von P. Thomas Michels zusammengeführt. Darin bestand die Ostkirchliche Abteilung unter P. Ludger Bernhard weiter. P. Thomas Michels formte aus der Abteilung für den Nichtchristlichen Osten einen religionswissenschaftlichen Schwerpunkt und integrierte die biblisch-patristische Abteilung unter der Leitung von Prof. Dr. Norbert Brox, der später an die Universitäten München und Regensburg berufen wird. U.a. ist 1980/82 auch Dr. Johannes Hofmann (damals P. Johannes OSB), der als Professor für Alte Kirchengeschichte und Patrologie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt berufen wird, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung.

Ab 1986 ist Prof. Dr. P. Gottfried Glaßner OSB (Altes Testament, orientalische Sprachen) wissenschaftlicher Mitarbeiter. Er übernimmt 1994 die Leitung der Ostkirchlichen Abteilung von P. Ludger Bernhard. Unter Erzbischof Dr. Georg Eder und IFZ-Präsident Univ.-Prof. Dr. Johann Paarhammer wurde das IFZ im Jahr 2001 restrukturiert. Aus der „Ostkirchlichen Abteilung“ am Institut für Religionswissenschaft und Theologie wurde ein selbständiges Institut für den Christlichen Osten im Edith-Stein Haus, nun unter der Leitung von Univ.-Prof. DDr. Peter L. Hofrichter Patrologie, Alte Kirchengeschichte), das die seit 1961 bestehende Ostkirchenforschung in Salzburg fortsetzt.  

Seit 2006 leiten Univ.-Prof. Dr. Dietmar W. Winkler (Patrologie, Ost-/Kirchengeschichte) und Prof. P. Dr. Gottfried Glaßner OSB das Institut. Dieses wurde neu strukturiert und in mehrere spezialisierte Arbeitsbereiche (Abteilungen) gegliedert. Um der finanziellen Unterstützung durch die Privatstiftung Mayr-Melnhof Rechnung zu tragen, wird es in Mayr-Melnhof Institut für den Christlichen Osten umbenannt. Nicht zuletzt hat die Familie Mayr-Melnhof eine lange Tradition in und enge lokale Verbundenheit mit Salzburg.

Mit 1. Oktober 2013 wurde das Institut – auf Basis eines von Prof. D. W. Winkler gestellten Antrags und auf Grund internationaler Evaluation – durch das Rektorat, den Senat und den Universitätsrat der Paris-Lodron-Universität Salzburg zunächst für fünf Jahre in die Universität übergeleitet und dort als "Zentrum zur Erforschung des Christlichen Ostens" errichtet.  

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    Im aktuellen Ökonomen Ranking des deutschen Handelsblatts errang Universitätsprofessor Florian Huber (31) vom Salzburg Centre of European Union Studies (SCEUS) in der Reihung nach aktueller Forschungsleistung Platz 100 und im Ranking der Jungökonomen, bei der die gesamte Forschungsleistung der unter 40-Jährigen bewertet wird, den exzellenten 62. Platz.
    Die Orientierungsveranstaltungen für Erasmus- und Austauschstudierende, die im Wintersemester 2019/2020 an die Universität Salzburg kommen, finden im Zeitraum von Montag, 16. bis Freitag, 27. September 2019 statt.
    Am Dienstag, dem 1. Oktober 2019 findet um 17.15 Uhr im HS 3.348 (Unipark, 3. Stock, Fachbereich Romanistik) eine Info-Veranstaltung statt, die sich in erster Linie an alle Neuinskribierten des Masterstudiums richtet. Darüber hinaus sind aber auch alle anderen Studierenden des Fachs sowie sonstige Interessierte herzlich eingeladen.
    Für seine Verdienste um die Stadt Salzburg hat Bürgermeister Harry Preuner am Dienstag, 17. September 2019, dem scheidenden Rektor der Universität Salzburg, Prof. Heinrich Schmidinger, das Stadtsiegel in Gold verliehen.
    Die Universität Salzburg vergab in Kooperation mit der Kaiserschild-Stiftung erneut die Dr. Hans-Riegel-Fachpreise im Bundesland Salzburg, heuer im Gesamtwert von 5400 Euro. Jury­koor­dina­tor Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Maurizio Musso von der Universität Salzburg betont: „Mit mittler­weile 5 Fachbereichen ist der Preis in diesem Jahr um eine Kategorie reicher, wobei für die Fach­jury der Universität Salzburg die engagierte Arbeit der jungen Talente immer eine neue Bereicher­ung ist.
    Dr.in Therese Wohlschlager wird am 25. September 2019 im Rahmen der 18. Österreichischen Chemietage 2019 in Linz mit dem Feigl Preis der Österreichischen Gesellschaft für Analytische Chemie ausgezeichnet.
    Vom Arbeitsmarkt bis zur Zuwanderung. Wie haben sich in Österreich Einstellungen und Lebensformen in den letzten Jahrzehnten verändert? Das wird vom 26.- 28. September 2019 an der Universität Salzburg beim Kongress „Alles im Wandel? Dynamiken und Kontinuitäten moderner Gesellschaften“ eines der Schwerpunktthemen sein. Veranstaltet wird der Kongress von der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie.
    Prof. Jonathan A. Harris hält am 20. September 2019 um 11:00 Uhr im Seminarraum 103 in der Billrothstrasse 11 einen Gastvortrag zum Thema "New Kunitz inhibitors from bioprospecting and rational design". Der Fachbereich Biowissenschaften lädt herzlich dazu ein!
    Wie schon für die jüngste Europawahl hat ein Team der Abteilung Politikwissenschaft der Universität Salzburg gemeinsam mit der Digital-Agentur MOVACT auch für die Nationalratswahl am 29. September ein digitales Wahlhilfe-Tool entworfen – den WahlSwiper.
    INTERNATIONALE TAGUNG // Mi 18. September: 14.00-19.45h, Stefan Zweig Zentrum, Edmundsburg (Europasaal) // Do 19. September: 9.30-19.30h, Fr 20. September: 9.30-13.30h Schwerpunkt Wissenschaft & Kunst, Bergstr. 12a, Atelier, 1. OG // www.w-k.sbg.ac.at/de/kunstpolemik-polemikkunst
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    Holz-/Linolschnitte und Ölmalerei • Franz Glanzner
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