Berichte über Veranstaltungen

Tag des Judentums 2017

Ankündigungsbild 'Tag des Judentums 2017'Am 17. Jänner 2017 fand an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg wiederum der „Tag des Judentums“ statt.
Die zwei Vorträge berührten eine politisch brisante Thematik: „Israel“ als theologische und politische Größe. Die Salzburger Professorin für Jüdische Kulturgeschichte, Susanne Plietzsch, zeigte anhand mehrerer Textzeugnisse aus dem 19. Jahrhundert, dass das theologische Konzept „Israel“ nicht von vornherein die politische Vorstellung einer Staatsgründung nach sich zog, sondern eher als Metapher für Geborgenheit fungierte. Die Wiener Pastoraltheologin Regina Polak plädierte auf dem Hintergrund ihrer Erfahrungen während eines Forschungssemesters in Israel für einen pragmatischen und zugleich engagierten Dialog mit allen Akteuren des Nahostkonflikts.
Bei der abschließenden Diskussion kam nochmals die Bedeutung des Staats Israel für Jüdinnen und Juden in aller Welt zur Sprache.

 

ausstellungseröffnung

"Wenn werte lebendig werden"

SWAP-Team mit LR Berthold © aai salzburg

  Die Initiative SWAP („Share with all People“), bestehend aus arabischstämmigen und italienischen Studierenden in Mailand hat kreative Formen des Dialogs, des Austausches und der gegenseitigen Bereicherung entwickelt und setzt sich in ihrem Engagement vor allem mit kulturalistischen Klischees, religiösen Stereotypen und xenophoben Politiken auseinander. Aus dieser Arbeit ist die Ausstellung „Wenn Werte lebendig werden“ entstanden. Ihr Ausgangspunkt ist die Revolution in Ägypten 2011‑2014. Hier werden Menschen porträtiert, die für die Hoffnung den Aufbruch dieser Jahre stehen. Durch Zeugnisse, Gedichte, Fotographien und Karikaturen erzählt sie von Begegnungen, die vom Verbindenden trotz der Unterschiede und von Öffnung und Dialog sprechen, von Erfahrungen gegenseitiger menschlicher Bereicherung, die einer tieferen Sehnsucht nach Freiheit, Zivilcourage und Einsatz für das Gemeinwohl den Weg bereiteten. P. Christoph Matyssek, Rektor des AAI Wien, hat die Ausstellung nach Wien gebracht und die Begleittexte auf Deutsch übersetzt. Am 6. April wurde diese beeindruckende Ausstellung an der Theologischen Fakultät der Universität Salzburg eröffnet; sie ist im ersten Stock (vor der Stuba Academica) bis Ende April zu besichtigen.  

  •  Pressemitteilung des Afro-Asiatischen-Instituts Salzburg hier

 

 

„Vielfalt“ Herausforderungen : Chancen. Eintreten in einen interkulturellen und interreligiösen Dialog in elementarpädagogischen Einrichtungen

Einladungsbild 'Vielfalt' Herausforderungen: ChancenDarf ein muslimisches Kind den Heiligen Martin spielen? Wie kann man Kinder mit traumatischen Migrationserfahrungen hier Beheimatung ermöglichen? Wieviel Wissen braucht die Kindergartenpädagogin/der Kindergartenpädagoge über fremde Kulturen und Religionen, um „interkulturell“ und „interreligiös“ arbeiten zu können?

Solche und andere Fragen wurden am 28. Oktober 2014 im Rahmen einer Podiumsdiskussion an der BAKIP der Franziskanerinnen Salzburg ausverhandelt.

„Wir müssen einander begegnen und kennenlernen, über sprachliche Barrieren hinweg“, so fordert Nihal Demirci vom Verein VIELE. Als Muslimin habe sie keine Schwierigkeiten damit, wenn ihre Kinder im Kindergarten christliche Traditionen miterleben und an den Festen des kirchlichen Jahreskreises teilnehmen. „Meine Kinder wissen, welche Religion sie haben. Sie können anderes kennen lernen.“
Der Pfarrer und Kindergartenerhalter Harald Mattel wünscht sich von den Kindergartenpädagoginnen und Pädagogen kirchlicher Einrichtungen Wissen über fremde Kulturen und Religionen, sowie über die eigene Religion. „Wissen“ alleine, so das Ergebnis der fortschreitenden Diskussion, schafft jedoch keine „Haltung“, weder um authentische religiöse Erziehungsprozesse einzuleiten, noch um in konfliktbeladenen Situationen interkultureller Begegnung professionell handeln zu können.
Wie aber verinnerlicht man ein Feingefühl für interkulturelle Begegnungen und wo ist der Ort der Aneignung entsprechender Kompetenzen? Ulrike Mayer-Gerschpacher, Leiterin des Referates für kirchliche Kindergärten der Erzdiözese Salzburg, hat sich in den Gesprächen mit Eltern jeweils auch selbst als Lernende erfahren und schildert interkulturelles Arbeiten als eine Entwicklung, die sich über Aushandlungsprozesse vollzieht, bei denen man auch Fehler macht und verschiedenes ausprobiert.
Dass solche Prozesse immer auch mit ambivalenten Erfahrungen, mit Missverständnissen und Ambiguitäten einhergehen, wird im Besonderen von Bettina Brandstetter (Zentrum Theologie Interkulturell und Studium der Religionen an der Universität Salzburg) unterstrichen. Begegnungsräume zwischen Gemeinsamem und Differentem zu eröffnen erfordert Mut, Vertrautes hinten an zu stellen und mit Überraschungen zu rechnen.
Der Islamische Religionspädagoge M. Shahid Syed stellt den wechselseitigen Dialog und ein „Reden miteinander, anstatt über einander“ in den Mittelpunkt interkultureller und interreligiöser Begegnung. Authentische Informationen über konkrete familiäre Zusammenhänge, Prägungen und Erfahrungen der Kinder erfragt man am besten in den Familien selbst.
Die Moderatorin Andrea Lenger fasst die Diskussionsbeiträge zusammen: Für interkulturelles und interreligiöses Arbeiten in frühkindlichen Bildungseinrichtungen braucht es Fachwissen, Feingefühl und vor allem Dialog- und Gesprächsbereitschaft. Die anhaltende Spannung unter den rund 150 Teilnehmer/innen lässt vermuten, dass durch die Diskussion viele Gedankenanstöße aber auch offene Fragen angeregt wurden.
Die Veranstaltung wurde gerahmt von einem „Marktplatz“ an Informationsständen (Stadt Salzburg: Integrationsbüro, Verein VIELE, Rucksackprojekt, ZEKIP, Kindergartenreferat, BAKIP, Dombuchhandlung; Fachzeitschrift Unsere Kinder, Bildungswerk Berlin und Brandenburg) an denen die Gespräche der Teilnehmer/innen Fortsetzung erfuhren.

Gesprächsnachmittag mit Bischof Erwin KRÄUTLER am 15. Mai 2014

Bischof Erwin KräutlerIm Rahmen seines diesjährigen Österreichbesuchs war Bischof Erwin Kräutler am Donnerstag, 15. Mai 2014 zu Gast an der Theologischen Fakultät.
Bischof Kräutler hat von 1960 bis 1965 in Salzburg sein Studium der Philosophie und der Theologie absolviert und ist anschließend nach Brasilien aufgebrochen, wo er seit 1980 Bischof von Xingu ist, der flächenmäßig größten Diözese Brasiliens.

In seinem Vortrag ging Kräutler, den die Universität 2009 mit der Verleihung einer Ehrendoktorwürde für sein Engagement ausgezeichnet hat, auf die pastoralen Herausforderungen in seiner Diözese ebenso ein wie auf die weltkirchlichen Veränderungen und Entwicklungen, die durch Papst Franziskus möglich geworden sind. Insbesondere erwartet sich Kräutler mutige Schritte in der Frage nach den Zulassungsbedingungen zur Weihe. Es geht nicht an, dass etwa 70% der Gemeinden Amazoniens nur zwei- oder dreimal im Jahr die Eucharistie feiern können. Hier erwarte sich auch der Papst, dem Bischof Kräutler in einer Privataudienz Anfang April die Situation in seiner Diözese erklären konnte, „kühne und mutige“ Vorschläge. Weiters ging Kräutler auf die spezifische Situation in seiner Diözese ein und betonte: Der Platz der Kirche ist und bleibe auf der Seite der Armen und Benachteiligten. Dabei dürfe man sich nicht von Rückschlägen entmutigen lassen. So werde das umstrittene Staudammprojekt Belo Monte nicht mehr zu verhindern sein, aber man lasse sich dadurch nicht entmutigen, sondern werde sich weiterhin mit ganzer Kraft für die betroffenen Menschen einsetzen.

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    Salzburg Summer School “European Private Law” Vom 2.-14. Juli 2018 fand an der Universität Salzburg die 19. Summer School „European Private Law“ unter der Leitung des Dekans der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, Prof. DDr. DDr. h.c. Michael Rainer statt. Mehr als 40 Gastprofessoren und Gastsprecher vermittelten im Rahmen von Vorlesungen Grundkenntnisse in 30 verschiedenen Rechtssystemen, die in Workshops und Podiumsdiskussionen weiter vertieft wurden.
    Der Salzburger Biowissenschaftler Robert R. Junker wird für seine Arbeiten zur Biodiversität mit einer 1,2 Millionen dotierten START- Förderung ausgezeichnet. Ein Ziel von Junkers Projekt „Sequentielle Entstehung von Funktionaler Multidiversität“ ist es, ein umfassendes Verständnis für die Ökosystemprozesse zu erlangen, um so zukünftige Naturschutzmaßnahmen besser planen und ergreifen zu können.
    Die Salzburger Hochschulwochen finden unter dem Titel „ANGST?“ vom 30. Juli bis 5. August in der Großen Aula sowie in Hörsälen der Theologischen Fakultät statt.
    Ass. Prof. Dr. Susanne Auer-Mayer vom Fachbereich Arbeits- und Wirtschaftsrecht der Universität Salzburg wurde von Bundespräsident Alexander van der Bellen mit dem Herbert Tumpel Preis für ihre Habilitationsschrift „Mitverantwortung in der Sozialversicherung“ gewürdigt. Der Preis wird im Rahmen des Theodor Körner Fonds vergeben.
    Tanja Angelovska und Dietmar Roehm (beide von der PLUS) sind als einzige österreichische Wissenschaftler als assoziierte Mitglieder des internationalen Forschungszentrums CARILSE (Centre for Applied Research and Innovation in Language Sciences and Education) an der University of Portsmouth nominiert worden.
    Im Jahr 2018 fördert die Europäische Kommission über alles Wissenschaftsdisziplinen hinweg 42 Masterstudiengänge im Programm Erasmus+. Fünf davon werden von österreichischen Universitäten koordiniert, gleich zwei von der Universität Salzburg: Digital Communication Leadership und Digital Earth
    Bundesminister Heinz Faßmann zeichnete kürzlich die Didaktik der Naturwissenschaften (Universität Salzburg - School of Education) für ihre hohe Qualität aus. Die Arbeitsgruppe erhielt wiederholt die Auszeichnung „Regional Educational Competence Center (RECC)“. Dabei wurde die Leistung in Biologie, Chemie, Geometrisches Zeichnen/Darstellende Geometrie, Informatik, Mathematik, Mediendidaktik und Physik honoriert.
    Die 6. Salzburg Summer School findet vom 3. bis 4. September 2018 statt. Zwei Tage lang wird ein umfassendes pädagogisches Sommerfortbildungsprogramm für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende aller Schulformen und Unterrichtsfächer angeboten. Anmeldungen sind möglich.
    Vom Hortus Medicus zur Pharmaforschung. Eine Ausstellung des Verbandes Botanischer Gärten 2018
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