Tagungen

 

20./21.3.2020 Tagung Religionen und Identitäten in Europa:
Spannungsfelder und Wechselwirkungen

Interdisziplinäre Tagung der Universitäten Fribourg und Salzburg

Das Zentrum Theologie Interkulturell und Studium der Religionen lädt zu dieser Fachtagung an der Katholisch-Theologische Fakultät Salzburg im HS 104 ein.

Die religiöse und weltanschauliche Landkarte Europas hat sich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs tiefgreifend verändert. Nach einer Zeit, die von Säkularisierungsprozessen in vielen westlichen Ländern sowie einer Unterdrückung von Religion in vielen kommunistischen Ländern Osteuropas geprägt war, brachten die Umbrüche des Jahres 1989 nicht die von manchen erhoffte Rückkehr der traditionellen Religion, sondern eher eine religiöse Pluralisierung sowie ein Erstarken identitärer (Religions-)Politiken: Migration ließ die Zahl der Muslime, der orthodoxen Christen sowie der pentekostalen Christen deutlich ansteigen und löste in mehreren Teilen Europas eine Verunsicherung aus, die zu einer erhöhten Akzeptanz einer von Ab- und Ausgrenzung bestimmten Politik führte. Wie Samuel Huntington in seinem Clash of Civilizations (1996) diagnostizierte, orientierten sich auch in Europa viele Menschen zusehends an ethnischen, kulturellen und religiösen Identitäten und – daraus resultierenden – Abgrenzungen. So kam es in einigen Ländern Europas etwa zur paradoxen Situation, dass sich rechte Parteien, die traditionell gegen die christlichen Kirchen eingestellt waren, als „Retter des christlichen Abendlandes“ ausgaben und vor dem Einfluss des Islams warnten. Zugleich wandten sich vermehrt Jugendliche, die einem völlig säkularen oder religiös gleichgültigen Umfeld entstammten, einer Form des politischen Islams zu, der mit politischen Extremismen sympathisiert. In den Christentümern haben freikirchliche, charismatische Formen und Missionsmanifeste Konjunktur. Und nach wie vor entwickeln sich säkularisierende und religionsproduktive Tendenzen, wie dies Jürgen Habermas im Zusammenhang seiner Theorie der Postsäkularität betonte, gleichzeitig.

Diese nicht leicht zu durchschauende Situation in vielen Ländern Europas wirft Fragen auf, die einer interdisziplinären Auseinandersetzung bedürfen:

  • Wie sind die aktuellen religionspolitischen Entwicklungen aus theologischer und religionssoziologischer Sicht einzuschätzen?
  • Welcher politische und gesellschaftliche Einfluss kommt dem Islam, den neuen pentekostalen Strömungen aus Lateinamerika und (West-)Afrika, den orthodoxen Kirchen oder buddhistischen Gruppierungen zu?
  • Was bedeutet die Gleichzeitigkeit von Säkularisierung und Revitalisierung von Religion für die traditionellen Religionsgemeinschaften sowie für neue religiöse Bewegungen?
  • Welche Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang dem freikirchlichen bzw. pentekostalen Christentum mit seinem Missionsverständnis zu?
  • Sind problematische Phänomene wie der neue Antisemitismus oder rassistische Islamophobie rein politisch oder ökonomisch zu erklären, oder steckt in religiöser Pluralität tatsächlich ein Gewaltpotential?
  • Welche Aufgabe kommt in dieser Situation den christlichen Kirchen zu?
  • Welche Herausforderung bringt die aktuelle religionspolitische Situation in Europa für das Studium der Theologie und Religionswissenschaft?

Diese und weitere Fragen, die sich mit den gegenwärtigen Umbrüchen von Religionen und Identitäten in Europa auseinandersetzen, sind Thema einer interdisziplinären Tagung, die am 20./21. März 2020 an der Universität Salzburg im Rahmen der Partnerschaft mit der Universität Fribourg durchgeführt wird.

  • News
    Am Mittwoch, den 17. März 2021 veranstaltet die PLUS einen virtuellen Tag der offenen Tür und lädt interessierte Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen herzlich ein. Alle Informationen dazu finden sich online unter www.uni-salzburg.at/openday.
    Daran interessiert, Lehrer*in zu werden? Informiere dich am virtuellen Tag der offenen Tür der Paris Lodron Universität Salzburg zu deinem Lehramtsstudium in Salzburg!
    Die Rechtsakademie an der Universität Salzburg bietet im Jänner 2021 drei Online-Seminare zu den Themen Update Wettbewerbsrecht (Kartellrecht und UWG) am Freitag, 15.1.2021, Update GmbH-Recht am Freitag, 22.1.2021 und Update Gewährleistungsrecht am Freitag, 29.1.2021, an.
    Soeben ist die neue Ausgabe der Zeitschrift für Praktische Philosophie online erschienen, die – am Puls der Zeit - auch dem einen Thema Rechnung trägt, das uns derzeit prägt wie kein anderes: die Corona-Pandemie. Ihr ist einer der beiden Schwerpunkte der Ausgabe gewidmet; in seinem beachtlichen Umfang spiegelt sich nicht nur die Wichtigkeit dieses Themas, sondern auch das große Bedürfnis, die vielfältigen Folgen dieser Pandemie philosophisch und ethisch zu reflektieren.
    Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Change- Nachrichten im Kontext von Politik, Wirtschaft und Technik“ unter der Leitung von Josef Trappel und Stefan Gadringer findet am Montag, den 25.01.2021 um 18 Uhr, die Online-Veranstaltung "Infizierte Demokratie" statt.
    Herausforderungen gibt es im elementarpädagogischen Alltag zahlreiche, nicht nur in Coronazeiten. Die Kunst liegt im konstruktiven Umgang mit anspruchsvollen Situationen. Dem Thema „Lösungsorientiert mit Herausforderungen – kompetent und sicher – umgehen“ widmet sich der vierte Tag der Elementarbildung in Salzburg 22.01.2021, der aufgrund der pandemiebedingten Maßnahmen in digitaler Form stattfinden wird.
    Mit dem PLUS Talk wurde bereits 2020 ein neues Kommunikationsformat der Paris Lodron Universität Salzburg eingeführt. Im Rahmen dieses Formats treten Mitglieder des Rektorats zu bestimmten Schwerpunktthemen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der PLUS, Studierenden und Vertreterinnen und Vertretern der Öffentlichkeit in Diskurs. Die Diskussionen finden LIVE statt und bieten Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, zu aktuellen Themen Fragen zu stellen.
    Nach Austausch mit dem Ministerium und in intensiver Beratung mit den Dekanen hat das Rektorat der Paris Lodron Universität Salzburg entschieden Prüfungen derzeit grundsätzlich nur mehr online durchzuführen. Dazu gelten folgende Punkte:
    Dialog und Befreiung in einer digitalen Zukunft - Ort und Zeit: Paris Lodron Universität Salzburg; 14.–16. Oktober 2021 - Ansprechpartner: markus.maier@stud.sbg.ac.at
    INTERDISZIPLINÄRE TAGUNG unter der Leitung von Reinhard Heinisch, Reinhard Klaushofer, Christoph Kühberger und Margit Reiter
    10h /Online-Matinee mit Vortrag und Gespräch aus der Reihe „Artes“ mit Robert Brennan und Wolf-Dietrich Löhr.
    Im Rahmen der Reihe „MUSIK & MEDIZIN“ organisiert der Kooperationsschwerpunkt Wissenschaft und Kunst am 27. Jänner 2021 einen weiteren Online-Vortrag:
    Im Rahmen der Reihe „MUSIK & MEDIZIN“ organisiert der Kooperationsschwerpunkt Wissenschaft und Kunst am 3. Februar 2021 einen weiteren Online-Vortrag:
    Hiermit möchten wir an den Call for Lectures erinnern, welcher noch bis 28.02. geöffnet ist. Bewerben Sie sich als Lektorin bei der ditact_women‘s IT summer studies, welche von 23.08.- 04.09.2021 an der Universität Salzburg stattfindet. Es ist uns ein großes Anliegen auch Nachwuchslektorinnen zu fördern.
    Das Land Salzburg schreibt in Abstimmung mit der Paris Lodron Universität Salzburg das neue Förderprogramm Digital Humanities aus. Unterstützt werden neue, innovative Forschungsvorhaben aus dem GSK-Bereich mit interdisziplinärer Ausrichtung, die sich mit dem Einsatz digitaler Technologien auseinandersetzen.
  • Veranstaltungen
  • 27.01.21 Music, Entrainment and the Mind–Body Connection: Implications for Health and Physical Activity
    28.01.21 Making Art Modern? Views from the Italian Renaissance.
    28.01.21 Kunstgeschichte und Umweltgeschichte im Dialog. Die Darstellung von Wald und Bäumen bei Albrecht Altdorfer und Wolf Huber
    28.01.21 Performing under pressure: Mechanisms and interventions.
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