The Choice for Europe since Maastricht

Member States' Preferences for Economic and Fiscal Integration

Seit mittlerweile fast sechs Jahren erlebt die Europäische Union die schwerwiegendste Krise seit ihrem Bestehen. Was als Krise der griechischen Staatsbilanzen begann, entwickelte sich schnell zu einer eminenten Gefahr für die gesamte Währungsgemeinschaft. Die gute Nachricht: die Eurozone hat sich in den letzten Jahren nicht etwa verkleinert, sondern sogar neue Mitglieder aufgenommen. Die schlechte Nachricht: Trotz zahlreicher „alternativloser“ Entscheidungen, Rettungspaketen in der Höhe von mehr als 500 Milliarden Euro, neuer völkerrechtlicher Verträge zwischen den Mitgliedsstaaten, einer EU-Vertragsänderung und drastischer Einsparungen die in manchen Nationalstaaten die das soziale Gleichgewicht gehörig ins Wanken brachten, ist eine nachhaltige Lösung der Krise nicht in Sicht.   Längst ist die Krise der Eurozone zu einer politischen Krise der Europäischen Union als Ganzes geworden. Die Idee der Solidarität und das Vertrauen in die Lösungskompetenz der EU sind schwer ramponiert. Eine Vielzahl von Modellen zur Fiskalunion sind bisher diskutiert worden. Was fehlt sind nicht Ideen und ökonomische Analysen diverser Stabilisierungsmechanismen, sondern der politische Konsens zwischen den Mitgliedstaaten hinsichtlich des zu wählenden Integrationspfades. Dieses Projekt widmet sich daher der Politik der wirtschaftlichen und fiskalischen Integration, und damit den Konfliktstrukturen zwischen den Mitgliedsstaaten. Um diese besser zu verstehen, studieren wir die Präferenzen der Mitgliedstaaten für unterschiedliche Modelle einer Fiskalunion. Theoretisch bauen wir auf der Literatur zur vergleichenden politischen Ökonomie und dem liberalen Intergovernmentalismus auf und argumentieren, dass für die Bildung mitgliedsstaatlicher Präferenzen innerstaatliche wirtschaftliche, fiskalische, politische und (verfassungs)rechtliche Faktoren ausschlaggebend sind. Um dies empirisch zu untermauern werden im Rahmen dieses Projektes ca. 165 semi-strukturierte Interviews mit Entscheidungsträgern in allen Mitgliedstaaten durchgeführt. Die Interview-Daten werden sowohl im Rahmen einer quantitativen Faktorenanalyse als auch qualitativer Fallstudien analysiert. Es wird erwartet, dass die empirischen Ergebnisse des Projekts auch Anleitungen für eine realisierbare Reform der Governance-Strukturen im Hinblick auf eine effektive Stabilisierung der Währungsunion bieten können. Zusätzlich zur politischen Durchführbarkeitsanalyse, wird auch der verfassungsrechtliche Kontext der Mitgliedstaaten als Bedingung unterschiedlicher Integrationsszenarien beleuchtet.

This project is funded by the European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme  

Call: H2020-EURO-SOCIETY-2014
Topic: EURO-1-2014
Type of Action: Research & Innovation
Grant Agreement No. 649532-EMU_SCEUS
Coordinator: SCEUS: Prof. Sonja Puntscher Riekmann/ Ass.Prof. Dr. Fabio Wasserfallen
EU-funded Project Budget: 2,150,795.00

  • News
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    Univ.-Prof. Dr. Stefan Griller vom Fachbereich Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht wurde kürzlich in die renommierte Academia Europaea aufgenommen.
    Das intensiv diskutierte Thema einer fairen Besteuerung der digitalen Wirtschaft ist am 28. Februar 2019 in Salzburg Thema einer Tagung, bei der Wissenschafter/innen der Universitäten Salzburg, Wien, Linz und Salzburg Research sowie erfahrene Vertreter der Wirtschaftstreuhänder und eine Expertin des Finanzministeriums (BMF) referieren.
    Einblicke in die beseelt-geträumten Wunderwelten Nataliya Elmers bieten ihre in Öl und Acryl gehaltenen Bilder.
    Die Universität Salzburg und die Wissensstadt Salzburg laden am 26. Februar 2019 die breite Öffentlichkeit zum internationalen Open NanoScience Congress im Unipark Nonntal ein. Wissenschaftler/innen bieten Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte, ob zu Nanosicherheit oder neuartigen Nanomaterialien. An dem Kongress wirken wesentlich auch die Schüler/innen aus dem Sparkling Science Projekt „Nan-O-Style“ mit. Sie präsentieren ihre Arbeiten zu Nanomaterialien in modernen Lifestyle Produkten.
    Already many years ago, the international research team of Angela Schottenhammer has been collecting and editing Chinese sources on maritime Asia.
    Der ONSC findet am Dienstag, 26. Februar 2019, von 9-13 h im Unipark Nonntal, Salzburg statt.
    with an excursion to the European Space Agency and a visit to the new VEGA observatory
    Prof. Dr. Angela Schottenhammer is part of a multi-disciplinary, international team of scholars under the directorship of Professor Gwyn Campbell of McGill University that has been awarded a $2.5 million partnership grant funded by the Social Sciences and Humanities Research Council of Canada (SSHRC) to investigate six periods of historical and contemporary environmental (e.g. climate change, volcanism, monsoons, cyclones, drought) ...
    Gastvortrag von Herrn Assoz.-Prof. Dr. Gerald Grabherr (Universität Innsbruck) am Montag, 4.3.2019, 18:30 Uhr, Residenzplatz 1, Abguss-Sammlung SR E.33
    The (English-language) seminar on “Transnational Supply Chains and Domestic Human Rights Litigation” deals with legal questions that arise when human rights abuses in transnational supply chains give rise to domestic law suits.
    Wichtige Termine und Informationen zur Anmeldung für die Kurse am Sprachenzentrum im Sommersemester 2019.
  • Veranstaltungen
  • 26.02.19 Öl- und Acrylmalerei • Nataliya Elmer
    28.02.19 Digitalisierung und Besteuerung
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