Collection Kate and Hans Walter Freyhan

Inhalt der Sammlung

Briefe (u.a. aus der Zeit der Internierung Hans Walters auf der Isle of Man), Manuskripte, Tagebücher (darunter vier Konzert-Merkbüchlein), Kritiken, persönliche Unterlagen von Hans Walter, Kate, Max und Clara Freyhan, betreffend Berlin (bis 1939) und Großbritannien (ab 1939).

Provenienz
Schenkung der Söhne Michael und Peter Freyhan, Sommer 2014.

 

Biographien

 

Hans (Walter) Freyhan (1909-1996), Musikpädagoge, Musikschriftsteller

Portraitfoto von Hans Freyhan

Hans Freyhan wurde in Berlin in eine gebildete Familie des jüdischen Bürgertums hineingeboren. Sein Vater, Max Freyhan, war hauptberuflich als Rechtsanwalt tätig, verfasste aber auch literaturwissenschaftliche Schriften und Bücher, z.B. über Georg Kaiser oder Gerhart Hauptmann. Außerdem war er ein anerkannter Theaterkritiker, der z.B. für die Deutsche Allgemeine Zeitung oder die Jüdische Rundschau schrieb und an der Staatlichen Schauspielschule lehrte.

Hans besuchte mit seinen Eltern zahlreiche Konzerte und Theateraufführungen, die er ab 1925 in seinem „Musik-Merkbüchlein” festhielt. Bereits ab 1921 notierte er darin auch die von ihm selbst gespielten Werke, die er im Klavierunterricht durchnahm. Auf Basis dieser fundierten Ausbildung nahm er 1928 das Studium der Musikwissenschaft bei Wilibald Gurlitt in Freiburg auf. Dort hörte er auch Vorlesungen von Martin Heidegger, Kurse, die er gemeinsam mit seiner späteren Frau, Käthe Levi, besuchte.

Im März 1929 kehrte Hans Freyhan nach Berlin zurück, wo er seine Ausbildung zum Gymnasiallehrer abschloss und an jüdischen Schulen unterrichtete. Außerdem war er als Musikkritiker für jüdische Zeitungen tätig. Im Jahre 1938 entschlossen sich die Freyhans zur Emigration. Die Einladung, an einer jüdischen Schule in Brighton als Musiklehrer zu arbeiten, ermöglichte ihnen 1939 die Flucht und einen Neubeginn in England. Ihren endgültigen neuen Wohnsitz fand die Familie (1938 war Sohn Peter geboren worden, 1940 folgte Michael) in der Gemeinde Bedford, wo sich viele Schulen, also auch gute Arbeitsperspektiven, befanden. Neben seiner Tätigkeit als Musiklehrer an verschiedenen Schulen, u.a. als Leiter des Music Department am Huddersfield Technical College, war Hans weiterhin als Musikkritiker tätig, nun in englischer Sprache, und verfasste Programmheft-Texte sowie Artikel für die jüdische Flüchtlingspresse. Auch Kate Freyhan wirkte einflussreich als Musikschullehrerin und Chorleiterin. Beide fassten in Bedford beruflich Fuß und prägten das Musikleben ihrer neuen Wahlheimat nachhaltig. Durch den Hans Freyhan Trust, der junge Sängerinnen und Sänger der Bedfordshire Youth Opera finanziell unterstützt, setzt sich dieses Wirken über den Tod hinaus fort.

Käthe (Kate) Freyhan, geb. Levi (1909-1998), Musikschullehrerin, Chorleiterin

Portraitfoto von Käthe (Kate) FreyhanKäthe Levi war die Tochter einer gläubigen jüdischen Familie und wurde in Altona geboren, das damals zu Preußen gehörte. Sie studierte deutsche Literatur und Französisch mit dem Ziel, Gymnasiallehrerin zu werden, konnte aber ihr Lehramtsexamen aufgrund der repressiven Politik der Nazis nicht mehr ablegen. So unterrichtete sie ab 1934 an der Mädchenschule der jüdischen Gemeinde u.a. das Fach jüdische Religion und auch (fachfremd) Musik. 1937 heiratete sie Hans Walter Freyhan. Nach ihrer Emigration 1939 sicherte sie die finanzielle Existenz der Familie zunächst dadurch mit ab, dass sie Flüchtlingskinder in ihr Haus aufnahm und betreute, bis deren Verwandte eingetroffen waren.

In Bedfordshire unterrichtete sie später Blockflöte an der Musikschule und baute sich zudem eine Existenz als Chorleiterin für Kinder-, Jugend- und Erwachsenenchöre auf. Außerdem unterrichtete sie an verschiedenen Privatschulen unterschiedliche Fächer und führte hier auch den Blockflötenunterricht im Musikunterricht an den allgemeinbildenden Schulen ein. Obgleich sie ihre deutsche Lehrerinnenausbildung nie hatte abschließen können und auch keine formale Ausbildung als Musikerin und Musiklehrerin erworben hatte, erhielt sie schließlich eine Vollzeitanstellung als beratende Musiklehrerin für Grundschulen. Mit ihren vielfältigen musikpädagogischen Tätigkeiten beeinflusste Kate Freyhan die musikalische Ausbildung und das kulturelle Leben in Bedford dauerhaft.

Fotos der Sammlung

Hans Freyhans' KonzertmerkbüchleinHans Freyhans Konzertmerkbüchlein

Hans Freyhans' Einladungsbrief des Wittingehame CollegeHans Freyhans Einladungsbrief College

Entwürfe und PläneEntwürfe und Pläne des dreizehnjährigen Hans Freyhan

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    Eine botanische Malerin, Mischa Skorecz sowie ein Fotograf, Mischa Erben stellen Ihre Bilder im Botanischen Garten Salzburg aus.
    Wo: Im Botanischen Garten, Hellbrunnerstr. 34, A-5020 Salzburg
    Wann: 15.4. bis Ende August 2019.
    »Das Bedürfnis nach gerechter Sühne« Wege von »Berufsverbrecherinnen« in das Konzentrationslager Ravensbrück
    Bereits zum zweiten Mal wandert die >KinderUNI unterwegs< mit gebündeltem Wissen in die Region Pongau, heuer in das Bundeschullandheim Schloss Tandalier in Radstadt. Am 2. und 3. Mai 2019 bietet die Universität Salzburg gemeinsam mit akzente Salzburg dem Regionalverband und der KLAR!-Region Pongau, der LAG Lebens.Wert.Pongau, der Kompass Mädchenberatung sowie Architektur - Technik + Schule ein buntes und kostenfreies Programm.
    Gastvortrag von Herrn Univ.-Prof. Dr. Andreas Heil, Universität Wien, am Montag, 6.5.2019, 17.30, Residenzplatz 1, Abguss-Sammlung SR. E.33, Fachbereich Altertumswissenschaften
    Montag, 06.05.2019 um 17:00 Uhr, UniPark: Vortrag von Kohei Saito, Universität Osaka, Japan, im Rahmen der Ringvorlesung "Globale Herausforderungen - Antworten auf den Klimawandel"
    Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Theologie im Zeichen der Zeit"am 7. Mai 2019 um 18:00 im HS 101 der Katholisch-Theologischen Fakultät (Universitätsplatz 1, Salzburg, EG) statt.
    Was Arbeit mit Kommunikation zu tun hat 8. Mai 2019, 15.00-18.00, FÜNFZIGZWANZIG, Residenzplatz 10, 5020 Salzburg
    Vortrag von Daniel Tanuro, Agraringenieur und ökosozialistischer Aktivist, am Donnerstag, 9. Mai um 19:30 im UniPark Salzburg im Rahmen der Ringvorlesung "Globale Herausforderungen - Antworten auf den Klimawandel"
    Vortrag von Birgit Mahnkopf, Berlin, am Donnerstag, 9. Mai um 18 Uhr im UniPark Salzburg im Rahmen der Ringvorlesung "Globale Herausforderungen - Antworten auf den Klimawandel"
    Am: 16.05.2019 // Zeit: 18:30h s.t. - 20:00h // Ort: Hörsaal 209 (!) der Rechtswiss. Fakultät der Universität Salzburg // Churfürststraße 1 // A-5020 Salzburg // (Zugang beschildert)
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    25.04.19 Praxisseminar Sozialversicherung - Unmittelbarkeit der Leistungserbringung
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